Edward Snowden: Kryptomarkt hat Zukunft, aber Bitcoin wird es nicht ewig geben

Edward Snowden, der US-amerikanische Whistleblower, der Informationen an die Öffentlichkeit im Rahmen der NSA-Affäre 2013 enthüllte, hat sich zu Kryptowährungen, speziell zu Bitcoin geäußert. In einem Interview besprach der ehemalige CIA-Mitarbeiter, der im Exil in Russland lebt, die Zukunft von Kryptowährungen allgemein und von Bitcoin im Besonderen.

View this post on Instagram

A post shared by Coluna do Bitcoin ???? (@colunadobitcoin) on

Snowden glaubt, dass die Währung Bitcoin irgendwann nicht mehr existieren wird, aber Kryptowährungen eine längere Zukunft vor sich haben. Laut Snowden erhalten Kryptowährungen ihren Wert alleine durch den Glauben einer großen Gruppe von Menschen an ihre Nützlichkeit als Zahlungsmittel. Aufgrund dieses Glaubens würden täglich riesige Mengen an Kryptogeld elektronisch, ohne Banken, weltweit transferiert. Eines Tages werde Bitcoin nicht mehr existieren, glaubt Snowden, aber so lange es Menschen gibt, die Geld ohne Banken transferieren möchten, werden Kryptowährungen Wert besitzen. Wie um Snowden Recht zu geben, ist diesen Monat der Bitcoin Kurs etwas gesunken.

Abgesehen davon sei es gerade die relative Seltenheit der Coins, die Kryptowährungen ihren Wert verleihen würde. Bei Bitcoin beispielsweise sind nur noch 21 Millionen vorhanden, 17 Millionen sind bereits im Umlauf. Das führe zu einem harten Wettbewerb beim Mining. Alleine dadurch werde Wertschöpfung betrieben.

Snowden steht Bitcoin positiv gegenüber

Dennoch bedeuten diese Aussagen nicht, dass Snowden die Währung Bitcoin als Zahlungsmittel nicht schätzt. Er mag Bitcoin, sagt er, aufgrund der Möglichkeiten, die die Kryptowährung weltweit geschaffen hat. Snowden gibt Beispiele solcher Möglichkeiten, zum einen wäre es für Banken leicht, eine Transaktion für „jemanden wie mich“ nicht zu bewilligen. Im traditionellen System wäre das machbar. Bitcoin sei noch nicht ganz “privates Geld”, aber es sei das erste „freie Geld“. Desweiteren nennt er das Beispiel eines Jugendlichen in Venezuela, der für einen Web-Entwickler-Job im Auftrag eines Kunden aus Paris bezahlt werden möchte. Die lokalen Gesetze würden das nicht erlauben, doch Kryptowährungen machen es möglich.

Kritik am gegenwärtigen Hashing

Kritik übte er allerdings am bestehenden Hashing-System. Er kritisierte die beiden wichtigsten Hashing-Methoden, die er als „Lotteriesysteme“ bezeichnete. Sie seien ein notwendiges Übel, das die Systeme gegen Attacken schützt. Keines von beiden Systemen sei aber wirklich optimal. Proof of Work diene also vor allem denjenigen, die sich die beste Infrastruktur leisten können und am meisten Energie verbrauchen können. Dies sei destruktiv und gebe reichen Menschen einen Vorteil. Proof of Stake versuche, die Belastung auf die Umwelt zu umgehen, indem die Reichen direkt belohnt werden – in der Hoffnung, dass ihre Gier das System am Laufen halte. Es würden, so Snowden, daher neue Systeme gebraucht.

Der Bitcoin Kurs

Laut der Börse eToro liegt der Wert von Bitcoin bei etwa 3.770.50 USD (Stand: 26.11.2018), bei Coinbase ist ebenso eine Aufstellung zu finden und der Kurs kann verfolgt werden. Eine Bewertung von Coinbase finden Sie hier. Es gibt noch viele weitere Börsen, die das gleiche ermöglichen, wie beispielsweise der Bitcoin-Marktplatz Bitcoin.de  und die Bitcoin-Börse Kraken, hier ausführlich bewertet. Seit Mitte des Monats ist die Währung Bitcoin im Preis gesunken – etwas, das durch den Rückgang des Kaufs der Kryptowährung ausgelöst werden kann. Das erinnert an die Aussage Snowdens über den Wert der Kryptowährung, deren Wert er aber dennoch anerkennt. Vielleicht entwickelt sich die älteste und noch immer mit Abstand größte Kryptowährung tatsächlich noch zu einer globalen Währung.

Schreibe deine Frage, Kommentar oder Problem

Dein Name wird neben deinem Kommentar angezeigt

Zusammenhängende Posts

Risikohinweis: Anlagen in digitale Währungen, Aktien, Wertpapiere und andere Effekten, Rohstoffe, Währungen und andere derivative Anlageprodukte (z. B. Differenzkontrakte („CFDs“)) sind spekulativ und mit einem hohen Risiko verbunden. Jede Investition ist einzigartig und birgt einzigartige Risiken.

CFDs und andere Derivate sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko schneller Verluste aufgrund des Hebeleffekts. Sie sollten sich darüber Gedanken machen, ob Sie das Grundprinzip einer Anlage verstanden haben und ob Sie es sich leisten können, das hohe Verlustrisiko einzugehen.

Kryptowährungen können extreme Kursschwankungen aufweisen und sind daher nicht für alle Anleger geeignet. Für den Handel mit Kryptowährungen existiert kein EU-weiter Regulierungsrahmen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Jeder vorgestellter Handelsverlauf umfasst, sofern nicht anders angegeben, einen Zeitraum von unter fünf Jahren, was unter Umständen keine hinreichende Grundlage für Investitionsentscheidungen darstellt. Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt

Beim Handel mit Aktien bestehen Risiken für Ihr Kapital.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Der vorgestellte Handelsverlauf umfasst einen Zeitraum von unter fünf Jahren, sofern nicht anders angegeben, was unter Umständen keine hinreichende Grundlage für Investitionsentscheidungen darstellt. Die Kurse können sowohl fallen als auch steigen, die Kurse können stark schwanken, Sie gehen das Risiko von Wechselkursä nderungen ein und können Ihr gesamtes investiertes Kapital oder sogar einen höheren Betrag verlieren. Die Anlage von Kapital ist nicht für jeden geeignet; vergewissern Sie sich, dass Sie die damit verbundenen Risiken und rechtlichen Aspekte vollständig verstanden haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich von einer unabhängigen Stelle in Finanz-, Rechts-, Steuer- und Buchhaltungsfragen beraten. Diese Website erbringt keine Anlage-, Finanz-, Rechts-, Steuer- oder Buchhaltungsberatung. Manche Links sind Affiliate-Links. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Dokument: Risikohinweis und Haftungsausschluss.