Gehalt in Kryptowährungen – Neuer Trend oder Spielerei?

Einen Monat lang arbeiten und am Ende in Kryptowährungen bezahlt werden – was wie der Traum vieler Unterstützer der digitalen Währungen klingt, ist bei einigen Unternehmen bereits Realität. Darunter befinden sich zum Beispiel das Start-up ORCA Alliance sowie die bekannte Exchange Binance. Ob es sich um eine Entwicklung mit Vorbildcharakter für andere Branchen oder nur um eine Spielerei für wenige handelt, analysieren wir in diesem Artikel.

90% aller Binance-Angestellten erhalten Krypto-Gehalt

Wenn Sie als Leser von bitcoinMag.de die Wahl zwischen herkömmlichen Gehaltszahlungen und Gehalt in Kryptowährungen hätten, welche Variante würden Sie wählen? Die Angestellten der Exchange Binance haben darauf eine klare Antwort gefunden. Laut eines aktuellen Berichtes von BTCNN forderten 90% aller Mitarbeiter ihr monatliches Salär in BNB Tokens an, die plattformeigenen Tokens von Binance. Diese Zahl wurde von CEO Changpeng Zhao offiziell bestätigt. Die Entscheidung wurde jedoch erst auf Anfrage der Angestellten getroffen, die nach wie vor die Wahl haben, ob sie gerne in Binance Coin oder Fiatgeld bezahlt würden. Zu unsicher ist nach wie vor die Entwicklung einzelner Währungskurse dank der hohen Volatilität, die stets ein zentraler Faktor ist.

Ein weiteres Unternehmen mit ähnlichen Strukturen ist das litauische Start-up ORCA Alliance. Die Betreiber kreieren eine Banking-App, bei der die Funktionen von vielen europäischen Banken unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort genutzt werden können. Der dezentralisierte Service lässt sich exzellent mit den gemeinsamen Hauptmerkmalen der Kryptowährungen verbinden – weshalb genau jene Nutzer auch zur wichtigsten Zielgruppe gehören. Als eine „All-in-One“-Lösung handelt es sich bei den ambitionierten Produkten von ORCA um wichtige Schritte zur vollständigen Akzeptanz von Kryptowährungen als offiziellem Zahlungsmittel in Litauen, das ohnehin durch hohe Akzeptanz der Digitalwährungen auffällt. So überrascht es nicht, dass viele Mitarbeiter des Start-ups nichts gegen ein Krypto-Gehalt einzuwenden haben.

Ist das Krypto-Gehalt ein Trend für die Zukunft?

Tatsächlich handelt es sich nicht um die größte revolutionäre Idee, Gehaltszahlungen in Kryptowährungen zu veranlassen. Einige Unternehmen praktizieren dieses Vorgehen seit einiger Zeit, was angesichts der jungen Generation und deren Vorlieben nachvollziehbar ist. Vor allem Freelancer, Influencer und örtlich flexibel (remote) arbeitende Kräfte sind am Lohn in Coins interessiert, da es sich um eine schnelle Zahlungsmethode handelt, die Dritte ausschließt. Es ist u.a. auch der Ausschluss von Dritten, der für viele Anleger den Handel mit Kryptowährungen über seriöse Anbieter wie eToro so attraktiv macht. Die Verbreitung von Kryptogeldern als Lohn wäre schließlich ein weiterer Schritt, der zur Etablierung der digitalen Gelder im täglichen Leben führt.

Dennoch ist es fraglich, wann es sich um ein wahrlich massentaugliches Phänomen handeln wird. Zu gering ist nach wie vor die Akzeptanz der Digitalwährungen in der Gesellschaft abseits der Kryptobranche. Für viele ist es ebenfalls ein Problem, dass die hohe Volatilität den Bitcoin Kurs oder jenen einer beliebigen anderen Coin oder eines Tokens beeinflusst und diesen innerhalb eines Tages teils heftig schwanken lässt. Dass dennoch einige namhafte Unternehmen der Welt einerseits investieren und zweitens entsprechend Gehaltszahlungen in Kryptowährungen veranlassen, führt zu einer Entwicklung, auch wenn sie langsam vonstatten geht. Sie ist nur Schritt um Schritt durchzuführen und fordert dementsprechend Geduld von Digitalgeld-Fans, die schon lange auf ihre Möglichkeit warteten.

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