Neue Krypto-Börsen erhalten philippinische Zulassung


Hinter dem Bitcoin liegen turbulente Wochen. Im Grunde geht bei etlichen vormals erfolgreichen Coins seit einigen Monaten auf und ab. Entsprechend hitzig debattieren Analysten und Branchenkenner über die Zukunft des Sektors.

Umso wichtiger sind positive Nachrichten angesichts der oftmals skeptischen Berichterstattung rund um aktuelle Kurseinbrüche einiger Top-Währungen der digitalen Welt. Derartige Rückgänge werden von optimistischeren Beobachtern übrigens gerne als Korrektur bezeichnet, bevor die Digitalwährungen zu neuen Höhenflügen ansetzen. Ganz gleich, welche Meinung sich durchsetzen mag: Es gibt etliche gute Nachrichten für Fans des Crypto-Markt. Eine dieser erfreulichen Schlagzeilen hat ihren Ursprung aktuell auf den Philippinen.

Während nämlich einige wenige asiatische Staaten wie zum Beispiel die Volksrepublik China in den vergangenen Jahren eher mit Sperrungen vermeintlich dubioser Handelsplätze von Krypto-Börsen von sich reden machten, schlug die Zentralbank der Philippinen nun den entgegengesetzten Weg ein.

Zwei neue Plattformen für den Krypto-Handel zugelassen

Aus verschiedenen Quellen hieß es in dieser Woche, die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) habe dem Antrag auf Akkreditierung zweier neuer Währungs-Börsen stattgegeben. Bestätigt wurden die ersten Gerüchte am Wochenende durch Chuchi G. Fonacier, seines Zeichnens stellvertretender Gouverneur der BSP. So hieß es, die zuständige Regulierungsbehörde habe einerseits dem Anbieter Virtual Currency Philippines, Inc. und andererseits dem ebenfalls neuen Mitbewerber Etranss eine Genehmigung für den phillipischen Markt erteilt. Beide Betreiber dürfen sich nun also offiziell als Währungsplattformen für den Handel mit Kryptowährungen auftreten. Insgesamt können Interessenten vor Ort für ihre Transaktionen nun aus immerhin fünf verschiedenen Dienstleistern ihren Favoriten auswählen.

Weitere Zulassungen auf den Philippinen werden folgen

Schaut man sich die aktuelle Nachrichtenlage noch genauer an, war zuletzt nicht nur die Regulierungsbehörde BSP aktiv geworden ist. Darüber hinaus wurden drei weiteren Börsen durch die CEZA – eine wichtige Instanz der philippinischen Wirtschaftszone Cagayan – vorerst provisorische Lizenzen in der Sonderwirtschaftszone bewilligt. Dies ging zur Wochenmitte aus einem Bericht der „Manila Times“ hervor. Die CEZA ist ihrerseits eine Gesellschaft, deren Aufgaben unter anderem in der Verwaltung und Entwicklung der Zone liegen. Sie unterliegt staatlichen Kontrollen. Das Ziel dieser vorläufigen Zulassung zielt indes scheinbar weniger auf Flexibilität im Interesse der Anleger ab. Vielmehr geht es darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Investoren anzulocken. Laut der Regierung der Philippinen sollen zeitnah insgesamt zehn Firmen aus dem Krypto- bzw. Blockchain-Sektor in der Wirtschaftszone zugelassen werden. Fest steht bereits, dass zwei der neuen Plattformen Hongkonger und drei thailändische Unternehmen sein sollen.

Etliche Länder Asiens erkennen die Zeichen der Zeit

Dass die Zulassung von staatlicher Seite keineswegs eine Garantie für eine Fortsetzung des Boom im Bereich der digitalen Devisen darstellt, muss an dieser Stelle nicht eigens betont werden. Indes zeigt sich am besagten Beispiel jedoch einmal mehr, dass gerade etliche Länder Asiens wie gehabt eine Vorreiterrolle einzunehmen bereit sind, indem Sie Investoren und Spekulanten nach eingehender Prüfung bessere Zugangsmöglichkeiten in Aussicht stellen.

Deutschland und EU wegen fehlender Pläne in der Kritik

Währenddessen tut sich in Europa weiterhin wenig, wenn es um die Anerkennung von Bitcoin und Co. geht. Zuletzt beispielsweise kritisierten viele Insider die zu langsame Umsetzung eigener Konzepte der deutschen Bundesregierung. Dort, so die Kritik, fehle es nach wie vor an einem tragfähigen Konzept für die kommenden Jahre. Nachbarländer wie Österreich oder die Schweiz sind Deutschland einen guten Schritt voraus, zumindest wenn es um die steuerliche Berücksichtigung geht. Dass es allzu bald ähnliche Zulassungen für den Krypto-Bereich in Deutschland geben wird, ist vorerst nicht absehbar. Nicht ohne Grund fordern viele überzeugte Entwickler und Fans hierzulande, die Politik müsse sich schneller öffnen und sich idealerweise an der Praxis anderer weitaus liberalerer Staaten orientieren. Das zunehmende Interesse vieler Versicherungen, Banken und anderer Finanzdienstleister könnte der politischen Beachtung jedenfalls mittelfristig Vorschub leisten.

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