Bitcoin: Nächster Crash nach dem Notverkauf bei Mt.Gox?

Nach dem riesigen Hack, der in die Geschichte der Kryptowährungen einging, befindet sich die Börse Mt.Gox seit Dezember in einem langwierigen Rehabilitationsprozess. Jetzt sollen nach einem japanischen Gerichtsverfahren 170.000 BTC und BCH verkauft werden, die von den Opfern des Hacks geltend gemacht werden können. Welche Auswirkungen wird dieser Massenverkauf an Bitcoin auf den derzeit niedrigen Bitcoin-Kurs haben?

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Neue Entwicklungen im Rechtsfall um Mt.Gox

Der japanische Treuhändler Mt.Gox sorgte vor allem nach seinem Hack, bei dem 800.000 Bitcoin gestohlen wurden, für eine Schlagzeile nach der anderen. Nicht nur fühlten sich Anleger, die Opfer des Hacks wurden, der Sicherheit ihrer Anlagen beraubt, das Unternehmen leitete kurz danach auch ein Konkursverfahren ein.

Nun gibt es endlich weitere Informationen aus dem Gerichtsverfahren der Börse: Demnach können Betroffene des groß angelegten Hacks nun endlich Ansprüche von 170.000 BTC und BCH geltend machen. Damit dies so reibungslos wie möglich von statten geht, können Anspruchsberechtigte ihre Forderung laut Nobuaki Kobayashi, Treuhänder des Rechtsverfahrens, einfach durch die Vorlage rechtlicher Dokumente und Beweise in einem Online-Tool vornehmen.

Sowohl Einzelpersonen, als auch Einzelhändler und Unternehmen können ihre Ansprüche an Mt.Gox bis zum 22. Oktober dieses Jahres geltend machen. Alle zivilrechtlichen Rehabilitationsanträge werden anschließend bis zum 14. Februar 2019 beim Gericht eingereicht, wonach die restlichen Liquidationsbeträge, wie verbleibende Bitcoin-Bestände, unter den Klägern verteilt werden.

Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs

Während sich Gläubiger von Mt.Gox, sowie das Unternehmen selbst, nach jahrelangem Rechtsstreit über diese Entwicklung freuen dürften, macht sich im Rest der Welt Sorge um den sowieso schon schwachen Bitcoin-Kurs breit. Trader wie Kim Nisson, der die Konkursuntersuchung leitet, befürchtet, dass es keine Nachfrage für den Verkauf der Tausenden von Bitcoin gibt, die bald freigegeben werden, was den gesamten Krypto-Markt zum Einsturz bringen könnte.

Diese Befürchtung stützt sich auf die Idee, dass falls Individuen oder Gruppen versuchen würden, die Bestände von Mt.Gox aufzulösen, beispielsweise um Auszahlungen zu tätigen, dies zu einem erheblichen Sturz im Bitcoin-Kurs führen würde. Die Nachfrage nach 170.000 Bitcoin sei laut Nisson nicht ausreichend, so dass ein Verkauf den Preis von Kryptowährungen auf dem gesamten Mark stark drücken könne. Er sieht jedoch auch Hoffnung in der Tatsache, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Gläubiger ihre Bitcoin sofort verkaufen wollen, sobald sie diese erhalten haben – ein Kurssturz, wie er im schlimmsten Fall angenommen wird, könnte also verhindert werden.

Das scheint zur Zeit das wahrscheinlichere Szenario zu sein, denn auch wenn Bitcoin wie auch die meisten anderen Kryptogelder zuletzt mit Kursschwankungen zu kämpfen hatte, sieht alles danach aus, dass sich der Kurs bald wieder erholen wird. Der Rechtsstreit um Mt.Gox macht zugleich auch deutlich, wie wichtig das Thema Anlegerschutz ist. Es ist gerade bei Investitionen auf einem dermaßen volatilen Markt von größter Bedeutung, auf einen sicheren Anbieter zu setzen. Unser Krypto-Broker-Testsieger eToro ist daher umfassend reguliert und somit eine sichere Wahl für Anleger.

Da es noch keinen vergleichbaren Präzedenzfall für eine derartige Situation auf dem Krypto-Markt gibt, bleibt zu hoffen und abzuwarten, was bis zum Ende des Jahres geschieht. In jedem Fall ist es jedoch positiv, dass Auszahlungen, die nun fast fünf Jahre zurückgehalten wurden, endlich wieder in den Bitcoin-Markt fließen werden.

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