Cisco-Analyse: Unis und Energieunternehmen oft Opfer von Krypto-Jacking

Neben Unternehmen wie Energiedienstleistern sind vor allem Hochschulen beliebte Opfer für Täter, die illegales Mining betreiben. Schadsoftware bleibt oft unerkannt.

Uni-Server und Rechner leichte Opfer für Kriminelle

Nach dem Einbruch des Bitcoin Kurses und dem zuvor sinkenden Handelsvolumen war auch das Engagement im Bereich des Minings weltweit ein wenig eingeschlafen. Denn das Verhältnis zwischen den realistischen Erträgen und dem mit dem Schürfen verbundenen Kosten hatte sich schlicht und ergreifend zu Ungunsten der Miner entwickelt. Es gibt aber dennoch interessante Meldungen rund um das Thema. Unter anderem hatten wir an dieser Stelle berichtet, dass eine JPMorgan Studie Bitcoin Mining zeitweise nur noch in Ausnahmefällen eine Profitabilität attestierte. Es gibt aber derzeit nicht allein Berichte über Kriminelle, die auf Kosten der Allgemeinheit weiter Geld verdienen oder über die fehlende Motivation aufgrund des korrigierten Kursniveaus bei der wichtigsten Kryptowährung der Welt. So präsentiert eine Studie aus dem Hause Cisco, dass gerade Hochschulen mittlerweile die Nr. 2 der wichtigsten Miner am Markt geworden sind.

Jeder fünfte Betroffene ist eine Universität

Die Sicherheitsprofis des Unternehmens kommen in ihrer Analyse zu dem Ergebnis, dass mehr ein Fünftel – genauer: etwa 22 Prozent – des derzeitigen Mining Volumens in diesem Kontext auf das Konto von Universitäten geht. Die Forscher haben auch eine nachvollziehbare Erklärung für diese Entwicklung zur Hand. Studierende können vielfach kostenlos in Wohnheimen über Strom verfügen, was ein wichtiger Anreiz fürs derzeit kostenintensive Mining ist. Wer kostenlos surfen und Strom beziehen kann, profitiert momentan durchaus von der Lage im Mining-Sektor. Allerdings: Es sind in vielen Fällen nicht die Studenten selbst; stattdessen sind Wohnanlagen für Studierende und die Hochschulen insgesamt ein beliebtes Ziel für Angriffe von Hackern. Das sogenannte Krypto-Jacking zielt gerade auf diese Stellen immer stärker ab. Natürlich insbesondere im Zusammenhang mit dem Bitcoin, aber auch mit kleineren Coins, die derzeit besonders rentabel sind. Hier geht’s zu unseren Kaufanleitungen, falls Sie Lust auf ein Investment bekommen haben!

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Opfer müssen sich besser schützen gegen Zugriffe

So werden auf Uni-Rechnern und den Hochschulservern über unbemerkte Trojaner und andere Arten von Schadsoftware Kryptowährungen – nicht allein Bitcoin, sondern auch andere Coins – geschürft. Noch vor den Hochschulen übrigens liegen der Analyse zufolge Energieunternehmen, wie zum Beispiel regionale Stromversorger. Die Cisco-Experten attestieren auch ihnen häufig Unwissenheit dahingehend, dass sie illegalen Miner behilflich sind und deren Kosten tragen. Vor allem fehlende Aktualisierungen von verwendeten Programmen und Geräten stellen der Auswertung nach ein hohes Risikopotenzial dar. Letztlich aber warnen die Spezialisten, dass genau genommen kein Unternehmen und kein privater User zu 100 Prozent gegen den Mining-Missbrauch geschützt sein.

Featured Image: Von MicroOne | Shutterstock.com

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