ICE verschiebt Start des Bakkt Bitcoin Futures

Der Start der lange angekündigten Bakkt Bitcoin Futures verzögert sich. Wie die Börse Inter Continental Exchange (ICE) mitteilte, soll im Frühjahr 2019 ein verbindliches Datum feststehen. Viele Details des in der Szene lange erwarteten Terminkontrakts stehen dabei schon fest.

Zuletzt galt der 24. Januar 2019 als Starttermin für den Bakkt Bitcoin Future. Der Start verzögert sich nun noch mindestens einige Monate. Dies ist jedoch nicht auf grundsätzliche Zweifel an dem Projekt, sondern auf das langwierige Genehmigungsverfahren der zuständigen Behörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) zurückzuführen.

Neuer Zeitplan für Handel, Clearing und Lagerung

Die ICE ist Betreiberin der New Yorker Börse NYSE, die wiederum die digitale Handelsplattform Bakkt ins Leben gerufen hat. Der am 31.12.2018 veröffentlichten Pressemitteilung zufolge wird ein neuer Zeitplan noch früh im Jahr 2019 feststehen. Dieser Zeitplan soll Angaben für Handel, Clearing und Lagerung im Zusammenhang mit dem geplanten Bitcoin Future beinhalten.

Viele Details des geplanten Bitcoin Futures stehen bereits fest. Der Kontrakt wird auf den Bitcoin Kurs in US-Dollar lauten. Die Kontraktgröße beträgt 1,0 Bitcoin. Die kleinste mögliche Kursbewegung beträgt 2,50 USD. Die Laufzeit der Kontrakte wird jeweils einen Tag betragen. Für die Abwicklung ist Physical Delivery vorgesehen. Dazu werden Bitcoins im Bakkt Warehouse gelagert. Die börsenseitige Gebühr für Handel und Clearing wird 0,5 USD pro Seite betragen.

Physische Abwicklung durch Digital Warehouse

Bakkt versteht sich als „offenes, nahtloses, globales Netzwerk“. Dieses soll es Kunden ermöglichen, digitale Assets einfach, sicher und effizient zu kaufen, zu verkaufen, zu lagern und auszugeben. Die Plattform soll Investoren, Händler und Verkäufer miteinander verbinden und dadurch die Kosteneffizienz bei Transaktionen mit digitalen Assets wie Bitcoin erhöhen. Die Plattform wurde nach Angaben der Betreiber auch im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen entwickelt. Sie soll zudem Innovationen rund um digitale Vermögenswerte und Blockchain Anwendungen erleichtern.

Die Einführung von Terminkontrakten gilt als möglicher Nachfrageschub für Kryptowährungen. Insbesondere der verstärkte Einstieg von institutionellen Investoren könnte durch weitere regulierte Futures erleichtert werden. Allerdings gibt es bereits einen Future an der Chicago Mercantile Exchange (CME), der nach dem Bitcoin Allzeithoch lanciert wurde und den Kursrückgang im Jahr 2018 nicht verhindern konnte.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Bitcoin Future an der CME und dem für 2019 angekündigten Bakkt Future besteht in der Abwicklung. Der CME Future sieht Financial Settlement, also Barausgleich, vor. Im Bakkt Warehouse werden Bitcoins dagegen physisch gelagert. Wer eine Longposition bis zur Fälligkeit hält, erhält bei Auslieferung einen echten Bitcoin. Dieser befindet sich dann zunächst im Warehouse, wo die Coins sicher verwahrt werden.

Die ICE hatte erstmals im Spätsommer 2018 über Planungen einer Plattform für digitale Vermögenswerte berichtet. Zuletzt hatte Bakkt 182,5 Millionen USD von zwölf Investoren akquirieren können.

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