ASIC-Mining von Ethereum könnte schon bald geblockt werden

Die Community von Ethereum ist gespalten. Einige wünschen sich, dass ASIC-Mining der Kryptowährung nicht geblockt werden soll, andere finden die Reaktionen auf Reddit und anderen Platt formen zu emotional und die Sorge um den Einfluss von ASIC-Minern übertrieben. Was hinter der Diskussion steckt, erfahren Sie bei bitcoinMag.de!

Neue Hardware angekündigt

Schon seit mehreren Monaten steht das Blockieren von ASIC-Mining in der Community im Gespräch. Jetzt wurde eine neue Hardware angekündigt, die auf Mining spezialisiert ist und möglicherweise den sechsfachen Profit des Miners Bitmain erzielen könnte. Der ASIC-Miner Bitmain wurde bereits für seine zu große Dominanz beim Mining von Kryptowährungen kritisiert, die mit dem Prinzip der Dezentralisierung in Konflikt steht. Wenn die neue Hardware das kann, was sie verspricht, dann könnte diese Thematik zu einem echten Problem werden.

GPU-Miner drohen mit Streik

Nachdem sich die Nachricht schnell in der Community verbreitet hatte, riefen einige GPU-Miner auf GitHub zum Streik auf. Die GPU-Miner, die auf handelsüblichen Grafikkarten ihr Mining betreiben und durch diesen deutlichen Nachteil der Hardware weniger Hash-Power besitzen, wollen damit einen Kompromiss erzwingen und an der bestehenden Blockchain weiterarbeiten. Bisher hat Ethereum sowie ein Großteil der Community das Blockieren von ASIC-Minern abgelehnt. Einige Entwickler sprechen jetzt aber über eine Änderung im Code, die mit dem nächsten Upgrade kommen könnte. Der diskutierte Algorithmus ist unter dem Namen ProPoW bekannt.

Damit soll der Effekt von ASIC-Mining auf der Plattform von Ethereum geschwächt und GPU-Mining effektiver werden. Das neue Upgrade Constantinople ist bereits am Start, weshalb ProPoW wohl erst danach implementiert werden könnte. Trotz des angedrohten Streiks der Miner, ist Ethereum immer noch eine hochangesehene Plattform und den Kritikern stehen viele Befürworter entgegen. Als eine der Top 3 Kryptowährungen ist Ethereum eine der meistgehandelten Coins und steht bei allen Börsen und Brokern wie eToro auf dem Programm.

Schädlicher Einfluss von ASIC

Wird nichts gegen das ASIC-Mining unternommen, könnte die Situation früher oder später brenzlig für Ethereum werden. Besitzen wenige Miner einen großen Teil der Tokens, würde ihre Dominanz so stark werden, dass sie wichtige Entscheidungen des Unternehmens beeinflussen könnten. Damit wäre nicht nur die dezentrale Stellung der Plattform in Frage gestellt, sondern auch der Kurs von Ethereum würde zweifelsohne darunter leiden. Laut einigen kritischen Stimmen aus der Community wurde solch eine Entwicklung bereits bei anderen Kryptowährungen gesehen, bei denen die Entwickler sich an ihre größten Anleger richten mussten, um neue Bestimmungen zu treffen.

 Updates in Gefahr

Sollte Ethereum also nicht bald eingreifen, werden einige geplante Veränderungen wohl nicht passieren. So soll die Nutzung und der Handel von Ethereum durch verschiedene Updates verbessert werden. Um sich zum Beispiel vor 51%-Angriffen zu schützen, will die Plattform von dem derzeitigen Proof of Work-Verfahren auf das Proof of Stake-Verfahren umsteigen. User von GitHub glauben, dass Ethereum auch noch weitere Entscheidungen treffen müsste, die den ASIC-Minern einen wachsenden Vorteil verschaffen würden. Der Entwickler Schoeden betonte auch, dass diese Veränderungen die Sicherheit und Stabilität des Netzwerks beeinträchtigen würden.

Mit einem zukünftigen Update könnte Ethereum die Effizienz von ASIC-Mining deutlich abschwächen. Wann dies wirklich passiert, steht jedoch noch nicht fest. Zuerst wird Constantinople erscheinen, denn für eine Implementierung ist es jetzt bereits zu spät.

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