BitPanda erhält Lizenz in Österreich

Die Wiener Kryptobörse BitPanda agiert ab sofort mit einer Lizenz als Zahlungsdiensteanbieter. Die Österreicher wollen mit der Lizenz nun weitere Features und Produkte anbieten. Das Ziel: Die alte mit der neuen Finanzwelt verbinden.

Wie BitPanda am 4. April in einem Blogbeitrag mitteilt, wurde eine Lizenz als Zahlungsdiensteanbieter gemäß der Europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) durch die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ausgestellt. Dies wird durch das Unternehmen als Meilenstein bezeichnet und als Auftakt für die Entwicklung neuer Produkte gesehen.

„Lizenz erlaubt das Einreißen von Barrieren“

BitPanda ist eigener Darstellung zufolge eines der wenigen europäischen Kryptowährung-FinTechs mit einer Lizenz als Zahlungsdiensteanbieter. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben ca. 100 Mitarbeiter und handelt mit mehr als 1 Million Kunden. Damit gehört BitPanda zu den größeren Kryptobörsen in Europa.

In dem Blogbeitrag lässt sich Philipp Bohrn, einer der beiden Managing Directors der BitPanda Payments GmbH zitieren: „Unser Ziel ist es, eine Brücke zwischen der modernen und der traditionellen Finanzwelt zu entwickeln. Die Lizenz als Zahlungsdiensteanbieter wird es uns erlauben, Barrieren einzureißen“. Der zweite Managing Director, Lukas Enzersdorfer-Konrad, fügt hinzu: „Wir wollen, dass digitale Assets überall dort eingesetzt werden können, wo es die User möchten. Die Lizenz macht uns zu einem First Mover in Europa, der bequeme und innovative Features und Dienstleistungen anbieten kann“ (jeweils frei übersetzt).

Welche Produkte könnte BitPanda anbieten?

Welche Produkte könnte BitPanda mit der neuen Lizenz anbieten? Bislang ist dazu nichts bekannt. Spekulationen sind jedoch erlaubt. Insbesondere erscheint die Entwicklung von Produkten möglich, die eine Schnittstelle zwischen einer Wallet mit Kryptowährungen und alltäglichen Zahlungsmitteln enthalten. Ein Beispiel dafür ist eine Prepaid-Kreditkarte, die mit der Wallet verbunden ist. Karteninhaber bezahlen in Geschäften in Euro.

Während einer Zahlung wird im Hintergrund der Zahlbetrag von Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung in Euro umgetauscht und dem Kartenkonto zur Verfügung gestellt. Mit diesem System können Karteninhaber überall bezahlen, wo MasterCard bzw. eine andere Kreditkarte akzeptiert wird. Gleichzeitig können vorhandene Bitcoins ohne manuell angestoßenen Wechselvorgang zum alltäglichen Bezahlen eingesetzt werden.

Auch die Entwicklung einer E Wallet, vergleichbar mit Diensten wie PayPal oder Skrill, mit Anbindung an eine Krypto Wallet erscheint denkbar. Für Kunden bestünde der Vorteil solcher Lösungen in einer verbesserten Fungibilität ihrer Kryptowährungen. BitPanda könnte durch die Konvertierungsvorgänge Geld verdienen, indem zum Beispiel ein Aufschlag auf den Bitcoin Kurs angewandt wird.

Die Lizenzierung des Unternehmens ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich das Kryptosegment in Richtung Regulierung bewegt. Diese wird unter anderem durch Aufsichtsbehörden gefordert.

Featured Image: Bankrx / Shutterstock.com

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