Behörden wollen klare Regeln für Krypto-Geldautomaten

Das Aufkommen der ATM-Modelle weltweit erfreut Krypto-Investoren. Bei Behörden hingegen regt sich Kritik mit Blick auf Geldwäsche und Steuerbetrug.

In vielen Ländern entstehen Angebote für den Automatenkauf

Während es in Deutschland bisher eher eine Handvoll von Geldautomaten für den Bitcoin Kauf gibt, sind andere Länder schon ein Stück weiter. Für Österreich beispielsweise vermeldeten wir Anfang dieses Jahres, dass die österreichische Post AMT-Geräte in Niederlassungen aufstellt. Auch in der Schweiz, nicht zuletzt aber in den USA gibt es zunehmend Gelegenheiten für Krypto-Fans, Automaten BTC oder Altcoins wie Ethereum und Litecoin abzuheben Vielen Behörden sind die sogenannten „Automated Teller Machine“ allerdings ein Dorn im Auge. Auch diese Entwicklung ruft rund um den Globus deshalb häufiger Kritiker auf den Plan, die klare Regeln fordern. In der Tat sieht die Lage gar so aus, dass es inzwischen gerade die zuständigen Steuerinstanzen wie etwa die US-Steuerbehörden sind, die sich Gedanken über die Entwicklungen machen.

US-Behörden präsentieren sich besonders kritisch

Kein Wunder, schließlich stehen im Augenblick über 50 % aller Automaten auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Die Bewegungen im ATM-Sektor haben die Behörden deshalb sehr genau im Blick. In Richtung der Dienstleister, die Automaten stellen, richtet die Einrichtung Internet Revenue Services eine klare Forderung. Wie Banken und andere Finanzdienstleister müssten sich die Anbieter an die Regeln im Kampf gegen internationale Geldwäsche sowie die KYC-Richtlinien einhalten. Manches schwarze Schaf vermutet die Behörde in den Reihen der ATM-Anbieter. Insbesondere sehen die IRS-Experten Automaten als kritisch an, die nicht von Banken aufgestellt wurden. Automatentransaktionen könnten außerdem als Instrument für Steuerhinterziehungen zum Einsatz kommen. Ausnahmsweise in Deutschland sind die sonst eher (vor allem bei Facebooks Libra Coin) skeptischen Behörden zumindest einen kleinen Schritt weiter.

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Ausweispflicht bei Abhebungen an deutschen ATM

Auch hier hatte man sich Sorgen gemacht, die Krypto-Geldautomaten könnten vor allem Kriminellen in die Hände spielen. Automatenbetreiber sind dazu verpflichtet, bei ATM-Transaktionen in Höhe von 500 Euro oder mehr, eine Legitimierung der Nutzer durchzuführen. Freilich geschieht dies über den Personalausweis. Darüber hinaus hat die deutsche Regierung im Zusammenhang mit ihrer Blockchain Strategie dafür gesorgt, dass Betreiber sogenannter „Verwahrstellen für digitale Vermögenswerte“, wie es bürokratisch heißt, wie normalen Geldautomatenbetreiber der deutschen Finanzaufsicht zur Rechenschaft verpflichtet sind. Für Branchenkenner steht einmal mehr fest, dass das kriminelle Potenzial wohl deutlich geringer ausfällt, als es sich die berufsbedingt kritischen Behörden vorstellen. Schließlich nutzen immer mehr normale Anleger Bitcoin oder Ripple zum Spekulieren, ohne den Fiskus zu betrügen.

Featured Image: Von canadian-geography | Shutterstock.com

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