Bitcoins und Co. wurden nicht als Finanzierung für Terroranschläge genutzt

Ein Bericht der Europol untersuchte die Stellung von Kryptowährungen wie Bitcoin im Bereich der Cyberkriminalität und untersuchte im genaueren auch, ob Bitcoins und Co. als Finanzierungsmethode für terroristische Anschläge benutzt wurden. Die Ergebnisse des 72-seitigen Berichts überraschten viele Kritiker. Jetzt scheint der Kurs der Bitcoin wieder zu steigen. Könnte dies mit dem Bericht der Europol zusammenhängen?

Illegaler Einsatz von Kryptowährungen

Im sogenannten „Internet Organized Threat Assessment 2018“ von Europol wurden verschiedene illegale Aktivitäten im Internet zusammengefasst. Dabei wurden viele verschiede kriminelle Handlungen gefunden, die mit der Bezahlung via Bitcoins in Verbindung gebracht werden konnten. Auch das Thema Terrorismus wurde in dem Paper bearbeitet. Dabei wurde zwar entdeckt, dass einige Sympathisanten terroristischer Organisationen zu Spenden von Bitcoin aufgerufen haben, wie unter anderem Akhbar al- Muslimin, Dawaalhaq Islamic News Agency, Isdarat, diese damit jedoch nur ihre Websites und andere Online-Infrastrukturen damit finanziert haben. Eine Social-Media-Kampagne unter dem Namen Sadaqah soll jedoch darauf ausgerichtet gewesen sein, muslimische Kämpfer für den Krieg in Syrien zu rekrutieren. Obwohl Kryptowährungen das Potential hätten, für terroristische Angriffe als Finanzierungsmöglichkeit herangezogen zu werden, zeigen derzeitige Ergebnisse auf, dass keine der Angriffe in Europa durch Bitcoins oder andere Kryptowährungen finanziert worden sind. Das meiste Geld fließt immer noch über konventionelle Banken.

Kein Zusammenhang gefunden

Zwar wurden kleine Transaktionen wie oben genannt von jihadistischen Netzwerken vorgenommen, wirkliche Verbindungen zwischen Terroranschlägen und Kryptowährungen konnten jedoch nicht gefunden werden. Die Transparenz vieler Währungen könnte genau das Gegenteil bewirken und daher besonders abschreckend für Kriminelle wirken. Die Kryptowährungen der Finanzierung terroristischer Akte zu beschuldigen, sieht die Europol außerdem als sinnlos an. Um die Aktivitäten zu stoppen, sollte viel eher dafür gesorgt werden, dass die Online-Propaganda vieler Gruppe gestoppt wird, dass Informationen zwischen verschiedenen Strafverfolgungsbehörden besser geteilt werden, um mögliche Überschneidungen festzustellen sowie dass sich verstärkt auf Cyberangriffe fokussiert wird.

Bitcoin und Cyberkriminalität

Trotz der positiven Ergebnisse zum Thema Terror, zählt Bitcoin zu der meist genutzten Kryptowährung für Cyberkriminalität, denn die Monetisierung von illegalen Aktivitäten online wird durch Bitcoins extrem vereinfacht. Obwohl Bitcoins heute nur noch einen Marktanteil von 35% haben, werden sie von Cyberkriminellen immer noch am häufigsten gewählt. Andere Währungen, deren Fokus auf der Sicherheit und Privatsphäre ihrer Käufer liegen, könnten Bitcoin jedoch schon bald überholen. Zcash und die Altcoin Monero sind dabei besonders beliebt. Neue Ergebnisse sollen nun auch aufzeigen, dass Kryptowährungen immer öfter für illegale Aktivitäten außerhalb des Cyberspace benutzt werden. Bisher sind die Zahlen aber noch nicht sehr aussagekräftig

Bitcoin von Vorwürfen befreit

Auch wenn Bitcoin-Handel mit verschiedenen kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde, können die Vorwürfe über die Finanzierung terroristischer Angriffe bisher nicht bewiesen und die Stimmen der Kritiker besänftigt werden. Ob diese Ergebnisse für den Anstieg des Kurses verantwortlich sind, bleibt jedoch fraglich, schließlich wird auch der Handel mit Zcash trotz möglicher Gefahren durch die privaten Transaktionen der Währung immer beliebter. Viele Broker wie eToro raten immer noch ohne zu zögern zum Kauf von Bitcoin. Die Kryptowährung ist aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken und wird sich selbst bei verschiedensten Vorwürfen wacker halten.

Die Ergebnisse des Europol-Berichts sprechen für sich. Zwar konnten Bitcoins mit der Bezahlung von kriminellen Handlungen im Internet in Verbindung gebracht werden, terroristische Anschläge in Europa sind damit aber eindeutig nicht finanziert worden – eine deutliche Erleichterung für die Anleger der Währung.

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