Dt. Bank sieht Bitcoin nicht als Bargeld-Konkurrenz

Ein Bericht der Deutschen Bank analysiert die Chancen des Bitcoin, sich zur Alternative zu Bargeld zu entwickeln. Mit schlechtem Ergebnis für den BTC.

Bitcoin und Co.: Bargeld wird weiterhin bedeutend sein

Die Frage, ob digitale Währungen echte Konkurrenz zu klassischen Währungen sein können, beschäftigt vor allem Banken. Aber auch die Politik befasst sich mit Chancen und Risiken des Bitcoin, der Altcoins und der Blockchain. Während die Blockchain Technologie zunehmend als guter Ansatz für die Zukunft verstanden wird, werden Kryptowährungen nach wie vor als Problem eingeordnet. Im aktuellen Falle hat sich Deutschlands größte Bank, die Deutsche Bank mit dem Marktführer Bitcoin auseinandergesetzt. Mit dem Ergebnis, dass der Coin die Zahlung mit Bargeld nicht verdrängen wird. Zumindest vorerst nicht, denn es gibt durchaus Prognosen zu späteren Anwendungsmöglichkeiten.

Große Schwankungsbreite spricht eher Spekulanten an

In ihrem aktuellen Bericht unter der Überschrift „Digital Currencies: the Ultimate Hard Power Tool“ kommen die Analysten zu dem Ergebnis, dass der Bitcoin Kauf in naher Zukunft eher eine Option für Spekulationen bleiben wird. Eine Funktion als „echter“ Wertspeicher schließt die Publikation im Augenblick aus. Der Grund: Bitcoin (und andere Coins) sind noch immer zu volatil, als zu anfällig für preisliche Schwankungen. Eben diese dürfen aber nicht zu gravierend sein, um eine Währung mit Eignung als offizielles Zahlungsmittel und zur Rücklagenbildung zu sein. Im selben Atemzug kommt die Bank in der Analyse zum Schluss, dass Bargeld im kommenden Jahrzehnt Bestand als wichtiges Zahlungsmittel haben wird. Dies gilt den Experten zufolge auch für Stablecoins wie etwa jenen, den die US-Bank JP Morgan seit einiger Zeit im Portfolio hat. Der Bericht spricht von nicht weniger als etwa 120 solcher Stablecoins, die allein in den vergangenen drei Jahren entstanden seien.

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Chinas Digital-Yuan als Bedrohung für den US-Dollar?

Auch Tether wird als Beispiel genannt. Auch Facebooks Libra Coin wird erwähnt. Wenngleich Bargeld vermutlich weiter wichtig bleibt: Bargeldlose Zahlungen per Konto- oder Kreditkarte könnten deutlich früher unter Druck geraten. Vor allem in Ländern, die von Krisen betroffen sind, erfreuen sich Dash, Ethereum und andere Altcoins immer größerer Beliebtheit. Zugleich stellt die Studie der Deutschen Bank an anderer Stelle einen möglichen Umbruch in Aussicht. Gemeint ist hier die geplante Einführung eines digitalen Yuan, also Chinas digitaler Version der Staatswährung. Für den Fall, dass sich die neue Devise am Markt etablieren kann, wird dies vor allem in den USA zu negativen Reaktionen führen. Denn der Bericht verweist darauf, dass der Digital-Yuan auf lange Sicht sogar die Position des US-Dollars als internationale Leitwährung brechen könnte. Kein Wunder also, dass die US-Zentralbank FED sowie die Politik in den USA nicht unbedingt positive Worte für Chinas Ansätze findet dieser Tage.

Entscheidend könnten hier Kooperationen von Chinas Regierung mit Global Playern wie Apple oder Google sein, wenn es um globalen Erfolg oder Misserfolg geht. Der Report widmet sich außerdem dem Status Quo derzeitiger Finanzsysteme. Sie müssten schrittweise in die digitale Welt überführt und modernisiert werden, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Featured Image: Von Gerd Altmann | Pixabay

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