Kommt bald eine Goldman Sachs Kryptowährung?

Klare Aussagen gibt es zum Thema noch nicht. Der CEO der US-Großbank bestätigt aber interne Analysen zu einem möglichen eigenen Stablecoin.

Konkurrenz zum JPM Coin könnte realisiert werden

Die US-amerikanische Investmentbank JP Morgan kündigte in der vergangenen Woche endlich den ersten Test ihres unter dem Namen „JPM Coin“ gestarteten Stablecoins an. Selbiger ist an den Dollar-Kurs gebunden, um die sonst bei digitalen Währungen oftmals vorhandene hohe Schwankungsbreite (Volatilität) weitgehend auszuschließen. Dass sich nun etwas innerhalb der Bankenwelt zu tun scheint, erklären sich Branchenkenner nicht zuletzt mit den rasant voranschreitenden Maßnahmen im Hause Facebook. Das Zahlungssystem Libra samt angeschlossenem Coin wird die Kryptowelt auf den Kopf stellen, darin sind sich viele Experten sicher. Dem Bitcoin Kurs verliehen die Meldungen in den vergangenen Wochen ordentlich Aufschwung. Dass auch die Bankenwelt mögliche Konkurrenz wittert, ist also kein Wunder. Nun äußert sich die nächste US-Großbank zum Thema Kryptowährungen.

Eigener Token als Stablecoin ist durchaus eine Option

Im Hause Goldman Sachs finden dieser Tage wohl umfangreiche Machbarkeitsstudien und Forschungen zu einem möglichen eigenen Coin statt. Dies jedenfalls lässt der CEO der Bank – David Solomon – in der französischen Presse verlautbaren. Für den Bankenchef steht fest: Stablecoins werden für die Bankenwelt zu einem wichtigen Standbein. Gekoppelt an Fiatgeld wie den Euro oder US-Dollar könnten die Coins die weltweiten Zahlungssysteme unterstütze oder gar ersetzen. Zum Fortschritt der Analysen zu einem eigenen Goldman Sachs-Token äußert sich Solomon natürlich nicht. Wann und ob man sich bald neben Ethereum, Ripple oder Litecoin und dem besagten JPM Coin einen Kryptonamen schaffen will, bleibt unbeantwortet. Dass der CEO diesbezüglich klare Aussagen treffen würde, stand aber auch nicht zu erwarten. Eine lesenswerte Stellungnahme indes gibt es vonseiten des Bankenchefs bezüglich des Systems Libra.

Bitcoin kaufen leicht gemacht ? unser Bitcoin Handbuch gibt es gratis!

Solomon sieht Libra weniger kritisch als andere Bankenprofi

Zwar ist unklar, ob die Bank selbst involviert sein wird. Zumindest interessant findet man den Ansatz des Social-Media-Riesen bei der Bank aber durchaus. Und dies ist keineswegs der Grundtenor bei Banken. Die Deutsche Bundesbank beispielsweise hatte erst kürzlich gewarnt, dass Facebook als Zahlungsdienst schnell systemrelevant werden könnte. Auch andere Bankenvertreter und Politiker äußern sich nach wie vor kritisch gegenüber den Plänen. Solomon wiederum teilte mit, man könne gewiss davon ausgehen, dass alle Global Player der Bankenlandschaft aktuell prüfen, welches Potenzial Stablecoins und Tokenisierungen für die eigenen Geschäfte bieten können. Er verweist dabei aber ebenso darauf, dass staatliche Richtlinien sehr wahrscheinlich angesichts zunehmender Coin-Vielfalt überarbeitet werden müssten. Das Ende der Banken sagt Solomon durch das Wachstum der Kryptobranche aber nicht vorher. Vielmehr müsse die klassische Bankenbranche mit der Zeit gehen.

Featured Image: Von Piotr Swat | Shutterstock.com

Breaking News

Investieren ist spekulativ. Bei der Anlage ist Ihr Kapital in Gefahr. Diese Website ist nicht für die Verwendung in Rechtsordnungen vorgesehen, in denen der beschriebene Handel oder die beschriebenen Investitionen verboten sind, und sollte nur von Personen und auf gesetzlich zulässige Weise verwendet werden. Ihre Investition ist in Ihrem Land oder Wohnsitzstaat möglicherweise nicht für den Anlegerschutz geeignet. Führen Sie daher Ihre eigene Due Diligence durch. Diese Website steht Ihnen kostenlos zur Verfügung, wir erhalten jedoch möglicherweise Provisionen von den Unternehmen, die wir auf dieser Website anbieten. Klicken Sie hier für weitere Informationen.