Krypto fördert kommerzielle Aktivitäten mit Lateinamerika und Asien

Viele lateinamerikanische Unternehmen wollen mit Hilfe von Kryptowährungen das komplexe Bankensystem umgehen

Aus einer neuen Studie von Chainalysis, einem Blockchain-Analyseunternehmen mit Sitz in New York, geht hervor, dass im vergangenen Jahr zwischen Lateinamerika und Asien rund 200.000 Krypto-Transaktionen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar stattgefunden haben.

Die Studie mit dem Titel Latin America Migrates Economic Turbulence With Cryptocurrency (Lateinamerika überwindet wirtschaftliche Turbulenzen mit Kryptowährung) untersuchte Trends bei Krypto-Transaktionen innerhalb Lateinamerikas von Juli 2019 bis Juni 2020. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von Kryptowährung durch den schwierigen Bankenzugang sowie die Notwendigkeit von Überweisungen, insbesondere bei grenzüberschreitenden kommerziellen Transaktionen, vorangetrieben wird.

Sie stellte auch fest, dass Westeuropa und Nordamerika nach Lateinamerika zwar die meisten Fiat-Überweisungen tätigen, das größte Volumen an Krypto-Transaktionen aber aus Ostasien stamme. Viele dieser Zahlungen sind Handelsgeschäfte zwischen in Asien ansässigen Exporteuren und Unternehmen in Lateinamerika.

Kim Grauer, Leiter der Forschungsabteilung von Chainalysis, erklärte, dass die Forscher keinen übergreifenden Antriebsfaktor für dieses Phänomen finden konnten. Die Länder hätten verschiedene Systeme für Politik und Bankwesen und somit auch die unterschiedlichsten Motivationen.

Einige der Highlights die aufgegriffen wurden waren zum Beispiel, dass „in Venezuela die Nutzung von P2P-Börsen für die Adoption eine Schlüsselrolle spielt, in Brasilien ein großer professioneller Markt die Adoption vorantreibt und ein umfangreicher kommerzieller Markt die Adoption in Argentinien, Paraguay und Brasilien fördert, da sie mit Waren handeln, die oft aus China importiert werden“.

Luis Pomata, Mitbegründer der in Paraguay ansässigen Krypto-Börse Cripex, erklärte, die Situation zwischen Banken und Unternehmen in Paraguay schrecke viele Unternehmen davon ab, Kontoanträge einzureichen, was auf Bedenken hinsichtlich Geldwäsche seitens der Banken zurückzuführen sei. Die Finanzinstitute seien sehr wählerisch, in der Frage mit wem sie zusammenarbeiten wollen.

„Nicht nur Unternehmen in Lateinamerika haben Probleme mit Banken. Viele Privatpersonen sind ebenfalls nicht in der Lage, Bankkonten zu eröffnen. Dieser Faktor fördert die Einführung von Kryptowährungen zusätzlich“, heißt es im Bericht.

Ferner wird erklärt, dass viele junge Menschen es vorziehen, Kryptogeld als Wertaufbewahrungsmittel ohne einfachen Bankzugang zu verwenden.

Vor ihrem Markteintritt in Brasilien knackte Bitso, eine der größten Krypto-Börsen in Lateinamerika, im Juli dieses Jahres ihre Eine-Million-Benutzer-Marke. Der Erfolg der Börse in Argentinien wurde durch erhebliche Krypto-Aktivität und eine hohe Nachfrage an grenzüberschreitenden Zahlungen auf dem lokalen Markt ermöglicht.

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