Nationalbank-Insider in Österreich: Bitcoin keine Gefahr

Österreich gilt Kryptowährungen gegenüber als relativ offen. Ein Experte von Österreichs Nationalbank äußerte, Kryptocoins seien kein Finanzsystem-Risiko.

Aktuell sind Kryptowährungen wie Libra keine Gefahr

Es ist eine bewegte Zeit für den Kryptosektor: Immer mehr Länder befassen sich momentan mit der Frage nach möglichen rechtlichen Rahmenbedingungen für Kryptobörsen, Wallet-Dienste und Anleger. Die Schweizerische Nationalbank zum Beispiel startet aktuell ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Börse SIX. Hier könnte am Ende die Ausgabe eines E-Franken auch an private Interessenten stehen. Deutschland plant durch die Blockchain-Strategie die Emission digitaler Wertpapiere. In vielen Ländern herrscht beim Bitcoin und Altcoins dennoch eher Skepsis vor. Entspannter äußert man sich ganz aktuell aber bei der Österreichischen Nationalbank. Dort ist man weniger kritisch bei der Bewertung von Kryptowährungen. Auch was die Risiken in Verbindung mit dem Facebook Stablecoin Libra angeht, herrscht bei der OeNB weitgehend Gelassenheit vor. Das bestätigen die Äußerungen Beat Webers.

Weber widerspricht vielen Politiker-Kritiken

Weber ist einer der erklärten Experten für den Kryptosektor bei der Nationalbank der Alpenrepublik Österreichs. Während sich politische Vertreter – gerade in den USA mit US-Präsident Trump – in vielen Staaten gegen Digitalwährungen und vor allem Libra aussprechen, ist Beat Weber zumindest im Augenblick wesentlich zurückhaltender. Die Kryptobranche ist aus seiner Sicht auch weiterhin eher ein Nischensektor, in dem sich weitgehend technisch Interessierte tummeln. Ein Eindringen in den Mainstream der Finanzwelt sieht der Analyst bisher nicht gegeben. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion teilte der OENB-Spezialist mit, er sehe im Moment keine Gefahren oder Risiken durch Bitcoin, Libra oder Altcoins zwischen Ethereum und Monero. Das Finanzsystem sei stabil genug, zugleich hält Beat Weber Kryptocoins vorerst nicht für einflussreich genug. Auch wenn er Token nicht als ernstzunehmendes Zahlungsmittel einstuft: Anwendungsfälle sieht er trotzdem.

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Schwankungen verhindern Eignung als Zahlungsmittel

Beispielsweise könnten Berufstätige Gehälter (anteilig) in Coins auszahlen und überweisen lassen, wenn sie fern ihrer Heimat arbeiten. Als echtes Zahlungssystem für die große Masse rechnet Weber Bitcoin und Altcoins gerade wegen der nach wie vor hohen Investitionsrisiken vorerst keine großen Chancen aus. Die mitunter deutlichen Schwankungen der Krypto-Kurse spreche eher Spekulanten als normale Investoren an. Eine Ablösung des traditionellen Bargeldsystems durch digitale Währungen sei deshalb nicht zu erwarten. Die Probleme, die vermeintlich von Libra ausgehen, hält der Nationalbank-Vertreter schon wegen der rechtlichen Anforderungen und Regulierungen für relativ gering. Noch sei unklar, ob Facebook und die Libra Foundation die juristischen Hürden überhaupt wird überwinden können. Die Ausrichtung als Stablecoin allein könne keine Garantie für den Erfolg des Coins sein. Mancher Insider wird die Aussagen zumindest in einigen Punkten wohl etwas anders bewerten. Immerhin aber präsentiert sich der Experte der Nationalbank nicht durchweg verschlossen beim Kryptothema.

Featured Image: Von Lukasz Stefanski | Shutterstock.com

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