Russland bringt Krypto-Mining erneut nach Abchasien

Nach einem zweijährigen Verbot erkennt die russische Regierung, dass es besser wäre, die Krypto-Mining-Industrie zu regulieren

Nachdem Krypto-Mining in der Republik Abchasien, einer Provinz der Russischen Föderation, zwei Jahre lang verboten gewesen war, beschloss die Regierung nun, dieses Verbot aufzuheben.

Laut der offiziellen Website des regionalen Kabinetts umfasst das neue System eine Regelung des Finanzministeriums sowie eine zweimonatige Einfuhrbeschränkung für Mining-Ausrüstung.

Das Wirtschaftsministerium plant zudem die Entwicklung eines Überwachungssystems von Krypto-Mining-Aktivitäten. Dazu soll ein Büro zur Sammlung und Analyse von Statistiken sowie zur Lizenzvergabe gehören.

Chernomorenergo, die staatliche Energiebehörde, wird für die Festlegung von Richtlinien über die von diesen Unternehmen verbrauchte Strommenge zuständig sein.

Abchasien gilt aufgrund ihrer günstigen Stromtarife als beliebter Standort für Krypto-Mining-Unternehmen. Jedes Kilowatt pro Stunde kostet Privatpersonen lediglich 0,4 Rubel (0,5 Cent) und juristische Personen 0,8 Rubel (1 Cent).

Laut dem Nachrichtendienst Jam News wurde die Region als „Mekka für Krypto-Farmer“ bekannt. 2018 setzte die Regierung dem allerdings ein Ende, da die für den Betrieb aller Krypto-Farmen verwendete Energie, zu einer immer größeren Energieknappheit für Haushalte und Geschäfte in der Region führte.

Ruslan Kvarichiya, der Direktor von Chernomorenergo, sagte, das Verbot habe nicht die beabsichtigte Wirkung gehabt. Aus technischer Sicht verbot das Gesetz den Anschluss von Mining-Geräten an das Stromnetz, nicht aber die Einfuhr neuer Mining-Ausrüstung in die Region.

Am Ende waren lokale Energieunternehmen gezwungen, sich mit der unkontrollierten Zunahme neuer Betriebe abzufinden. Die Schattenwirtschaft des Krypto-Minings wuchs und drohte das Stromnetz der gesamten Region erneut zusammenbrechen zu lassen. Um einen totalen Energiekollaps zu vermeiden, beschloss die Regierung, das Krypto-Mining-Verbot aufzuheben.

Der Vize-Premierminister und der Wirtschaftsminister deuteten an, dass Korruption das Wachstum des Schattenmarktes begünstigt habe. Ihren Kommentaren zufolge wussten Elektroingenieure „besser als irgendjemand sonst“, wie der Markt unter dem Verbot weiter gewachsen war.

Viele drängen Russland zur Schaffung eines klaren Rechtsrahmens für Kryptowährungen. Weiteres Wachstum wurde der aufstrebenden Industrie durch mehrere Widersprüche in der gegenwärtigen Gesetzeslage erschwert. Zum Beispiel ist Mining derzeit zwar grundsätzlich nicht illegal, Miner können aber ihre Mining-Prämie nicht in digitaler Währung beziehen.

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