Anwalt verlangt von EU einen Fonds für Scamming-Opfer

Die Folgen von Krypto Scamming sind beträchtlich. Im Auftrag einer Gruppe von Klägern klagt ein Jurist auf Einrichtung eines Entschädigungsfonds.

EU soll sich stärker mit Scamming-Taten befassen

Über die Chancen auf Erfolg der Klage bzw. Forderung kann spekuliert werden. Oder eben nicht. Denn etliche Experten rechnen nicht mit der Realisierung dessen, was insgesamt 30 KlägerInnen angeblich fordern. Medienberichte zufolge soll ein Anwalt um Auftrag einer Klägergruppe die Europäische Union zur Einrichtung eines Scam-Fonds veranlassen. Genauer gesagt: Jonathan Levy – so der Name des Juristen – soll der EU einen Fonds zur Entschädigung von Opfern von Bitcoin Scam abringen. Tatsächlich stellt Scamming im Kryptozeitalter weiterhin ein hohes Risiko für Nutzer von Coins wie Bitcoin, Ethereum und anderen dar. Die vertreten Opfer beziffern ihren gemeinsamen Schaden auf umgerechnet 16,8 Mio. US-Dollar.

Milliardensummen sollen im Fonds-Topf landen

Natürlich soll dieser Gesamtschaden nicht allein den Inhalt des Entschädigungsfonds widerspiegeln. Vielmehr fordern die Scamming-Betroffenen von der EU einen Fonds, dessen Volumen auf mindestens 10 Milliarden Euro betragen soll. Laut einigen Quellen beläuft sich die Forderung sogar auf bis zu 20 Milliarden Euro. So zumindest die Forderung derer, deren Plattform-Konten oder Wallets angegriffen wurden. Selbstverständlich sind illegale Zugriffe auf Accounts und digitale Geldbörsen nur zwei von vielen Scamming-Gefahren. In jedem Fall wurden Klägergelder widerrechtlich von Kriminellen abgerufen. Interessant: Die beteiligten Opfer stammen selbst nicht nur aus der EU, sondern teilweise auch aus den USA und Südafrika und Australien.

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Auch Facebook in der Kritik des Klägervertreters

Anleger, die Bitcoin kaufen und andere Altcoins besitzen, sind bisher bei Straftaten oft auf sich allein gestellt. Trotz vieler Beschwerden und Medienberichte haben Entschädigungen aktuell Seltenheitswert. Am ehesten erhalten Opfer Geld zurück, wenn Täter im Rahmen von Ermittlungen ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden. Levy verweist darauf, das Kryptowährungen ungeachtet der Dezentralisierung der Systeme nicht außerhalb geltenden Rechts stehen können. Dass die Klage in den EU erfolgt, liegt daran, dass ein Großteil aller Bitcoin Nodes hier verortet ist. Die explizite Erwähnung von vermeintlich krimineller Krypto-Werbung auf Facebook wird dem Social-Media-Unternehmen sicher nicht gefallen. Denn Facebook selbst hat mit dem GlobalCoin kürzlich einen eigenen Stablecoin angekündigt. Eine EU-Eingangsbestätigung zur Klage liegt bisher nicht vor.

Featured Image: Von Tuan_Azizi | Shutterstock.com

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