Bitcoin: Fidelity plant Custody Start im März

Die Fondsgesellschaft Fidelity plant offenbar für März den Start ihres Bitcoin Custody Services. Dieser soll insbesondere institutionellen Investoren den Handel mit Kryptowährungen erleichtern. In der Szene wird dadurch auf zusätzliche Nachfrage gehofft.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg heute berichtet, plant Fidelity Investments ein Datum im März für den Launch des Custody Services. Die Agentur beruft sich auf drei Personen aus informierten Kreisen. Der Custody Service soll Sorgen insbesondere institutioneller Investoren im Hinblick auf den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin aus dem Weg räumen.

Im Oktober hatte die Fondsgesellschaft aus Boston angekündigt, eine größere Produktpalette im Bereich Crypto aufzulegen und dabei insbesondere institutionelle Investoren wie z.B. Hedgefonds zu adressieren. Das erste erhältliche Produkt der Palette wird eine Bitcoin Storage Lösung sein, wie Bloomberg weiter berichtet. Im nächsten Schritt soll diese Leistung auch für Ethereum verfügbar sein.

Ohne Custody keine Institutionals

Fidelity  selbst kommentierte am Dienstag lediglich, dass eine Auswahl von Kunden bedient werde, während die initialen Lösungen entwickelt werden. Demnach soll in den nächsten Monaten eine Ausweitung des Engagements im Hinblick auf die Bedürfnisse, Zuständigkeit und andere Faktoren der Kunden vorgenommen werden.

Custody ist an den etablierten Finanzmärkten wie z. B. am Aktienmarkt längst selbstverständlich. Kennzeichnend dafür ist die Existenz einer dritten Partei, die Vermögenswerte hält und  dadurch das Risiko für Verluste oder Diebstahl reduziert. Bislang wurden Lösungen in diesem Bereich vor allem durch Startups entwickelt. Insbesondere institutionelle Investoren scheinen jedoch die Kooperation mit einem großen, etablierten Finanzunternehmen vorzuziehen.

Neben Fidelity Investments sondieren auch andere Akteure den Markt für Crypto Custody. Dazu gehören die Bank of New York Mellon Corp., JPMorgan Chase & Co. and Northern Trust Corp. Aus Sicht von institutionellen Investoren stellt der Diebstahl von Coins ein unsystematisches Risiko dar, das nicht mit der Marktentwicklung in Verbindung steht.

Verlust von Coins ist unsystematisches Risiko

Solche Risiken werden durch professionelle Investoren typischerweise gemieden. In der Vergangenheit ist es immer wieder zum Verlust von Beständen durch Hackerangriffe und andere Vorgänge gekommen. Als sicherste Variante für die Aufbewahrung von Coins gelten Hardware Wallets, wobei auch diese hin und wieder in Bezug auf Sicherheitsrisiken kritisiert werden.

Fidelity Investments erhofft sich von dem Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen und verbundene Dienstleistungen einen Zugewinn im Bereich der institutionellen Kunden. Dazu wurde unter anderem Tom Jessop als Head of Corporate Business verpflichtet. Jessop war zuvor Präsident von Chain Inc., ein Unternehmen, das Lösungen auf Basis der Blockchaintechnologie anbietet.

Der verstärkte Einstieg institutioneller Investoren könnte nach Ansicht vieler Beobachter zu Kursgewinnen führen. Allerdings trat diese Prognose auch nach der Einführung von Bitcoin Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) nicht ein. Der Bitcoin Kurs hat auf die Berichterstattung bei Bloomberg ebenfalls nicht mit Kurszuwächsen reagiert.

Featured Image: Ksander / Shutterstock.com

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