Indien erwägt Nutzung von Blockchain für Wahlen

Die Wahlkommission äußert ihre Hoffnungen und Vorbehalte in Bezug auf die Möglichkeit zum Aufbau von DLT, die dem gesamten Umfang des Wahlprozesses gerecht wird

Die indische Regierung erwägt die Einführung von Blockchain-Technik, um ihre Einwohner zum Wählen zu ermutigen.

Der Einsatz von Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zur Verbesserung des Wahlprozesses würde dazu beitragen, geographische Barrieren zu beseitigen und den Bürgern unabhängig von ihrem Aufenthaltsort den Zugang zur Wahl zu erleichtern. Dies ist eine dringende Priorität für die Regierung, zumal sie den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fortsetzt.

Laut dem Indian Express, betonte der Wahlkommissar (EC) Sushil Chandra, dass Blockchain-Technik die nötige Transparenz und Vertraulichkeit gewährleisten müsse.

„Wie können wir spezielle Fernwahllokale für Personen einrichten, die sich nicht am Ort ihrer Wählerregistrierung befinden? Es handelt sich hier um eine Abweichung von einem herkömmlichen Wahllokal… Können wir eine Maschine entwickeln, die dynamische Wahlzettel erstellt? … Wir können uns den verteilten Konsensmechanismus ansehen. Wie transparent ist er? Bleibt meine Stimme geheim?“ fragte Chandra.

Chandra sah zwar ein, dass die indischen Bürger bei der Stimmabgabe erhebliche geografische Hürden überwinden müssten, doch er betonte auch die Notwendigkeit eines alternativen Wahlsystems, das in Echtzeit funktioniert und überprüfbar ist. Er fügte hinzu, dass mehrere Branchen versucht hätten, Blockchain-Technik zu nutzen; die Meinungen darüber, ob sie dem Umfang dieses Projekts gerecht werden kann, gehen jedoch auseinander.

Umesh Sinha, Generalsekretär der Wahlkommission, äußerte sich positiv über ein Blockchain basiertes Wahlsystem.

„Unser heutiges System ist an einen geographischen Standort gebunden. Ich bin sicher, dass wir uns diese (Blockchain-)Technik erarbeiten können. Das große Problem besteht darin, ein sicheres, zuverlässiges und vertrauenswürdiges System zu finden. Das ist eine gewaltiges und zugleich ehrwürdiges Projekt. Es wird jenen Wählergruppen, die nicht im Wahllokal erscheinen können, die Teilnahme erleichtern“, erklärte Sinha.

Ashish Kundra, stellvertretender Wahlkommissar, räumte ein, dass der Wunsch nach Fortschritt zwar „etwas ist, wofür wir uns inspirieren lassen sollten“, man müsse aber „das richtige technische Modell finden, das bei den Interessengruppen Vertrauen weckt.“

Im März hob der Oberste Gerichtshof Indiens eine Entscheidung der Reserve Bank of India auf, die den Banken verbot, Krypto-Börsen ihre Dienstleistungen anzubieten. Seither hat sich die örtliche Kryptobranche schnell erholt und ist mit beachtlichem Tempo gewachsen.

Trotz Befürchtungen, dass die Regierung die Verabschiedung eines Gesetzes erwägt, das Kryptowährungen vollständig verbieten könnte, sind mehrere prominente Krypto-Enthusiasten der Meinung, dass das Wachstum der Branche für die Regierung eine zu große Chance darstelle, um sich diese entgehen zu lassen.

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