Ethereum: Constantinople kommt am 27. Februar

Das Constantinople Update im Ethereum Netzwerk wird voraussichtlich am 27. Februar stattfinden. Bis dahin sind jedoch noch Problemstellungen zu lösen. So arbeiten 10 % der Miner mit dem Constantinople Code, als hätte es die Absage nicht gegeben.

Das Constantinople  Update musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, da eine Schwachstelle Reentrancy-Attacken das Feld bereitet hätte. Die Ethereum Core Entwickler beschlossen vor dem Wochenende, den Hard Fork am 27. Februar nachzuholen. Das Teammittglied Péter Szilágyi ließ über den Kurznachrichtendienst Twitter verlauten, dass der Fork nun bei Block Nummer 7.280.000 stattfinden solle.

10 Prozent der Miner nutzen trotz Absage Constantinople

Die Entwickler planen, dass  Codeänderungen im Zusammenhang mit EIP-1283 zu entfernen. Mit EIP 1283 sollen Änderungen am SSTORE Code umgesetzt werden, wodurch die Kosten des Netzwerks gesenkt werden sollen. Unklar ist noch, ob dieser Teil des Updates zu einem späteren Zeitpunkt mit bugfreiem Code doch noch umgesetzt werden wird.

Nicht alle Miner hatten die Verschiebung von Constantinople rechtzeitig mitbekommen bzw. darauf reagiert. Die Verschiebung war in einem Blogbeitrag mitgeteilt worden, der später mehrfach aktualisiert wurde. Rund zehn Prozent der Ethereum Miner arbeiten mit dem Code des Updates, so als hätte es tatsächlich stattgefunden. Die Entwickler müssen bis Ende Februar eine Lösung für die Umrüstung dieser Teilnehmer finden.

Hash Rate in der richtigen Blockchain sinkt

Dass ein Teil der Miner „falsch abgebogen“ ist, war nach Darstellung mehrerer Branchendienste an der Hashrate des Netzwerks zu sehen. So liegt die Hashrate auf der „richtigen“ Blockchain nun um ca. 10-20TH/s niedriger als vor der eigentlich abgesagten Abspaltung. Die Constantinople Blockchain hat damit deutlich mehr Miner als die frühere Abspaltung Ethereum Classic. Auf der „falschen“ Blockchain verdienen die Miner kein Geld.

Der Ethereum Kurs reagierte auf die Bekanntgabe des neuen Termins nicht und notierte nahezu unverändert bei ca. 110 EUR. Offensichtlich war das Gros der Marktteilnehmer von der Zeitspanne bis zum zweiten Versuch nicht überrascht. Gemessen am Allzeithoch ist der Kurs damit niedrig: Auf dem Höhepunkt des Kryptohypes waren zeitweise mehr als 1.000 EUR für einen ETH gezahlt worden. Seit Mitte November verläuft der Kurs jedoch in einer seitlich gerichteten Trading Range.

Forks sind Änderungen im Protokoll eines Netzwerks, die zur Abspaltung eines Teils von der Kette führen. Nach dem Ereignis existieren zwei Ketten. Forks werden z. B. eingesetzt, um neue Funktionen zur Blockchain hinzuzufügen oder die Konsequenzen schwerer Hackerangriffe rückgängig zu machen. Forks gelten bei vielen (vor allem älteren) Kryptowährungen auch als Lösung für Skalierungsprobleme.

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