Samsung Wallet: Was ist dran an den Gerüchten?

In der vergangenen Woche wurden Bilder des neuen Samsung Galaxy S10 geleaked, die belegen sollen, dass der südkoreanische Technologieriese eine Wallet in das neue Gerät integriert hat. Was ist dran an den Gerüchten?

In der letzten Woche waren auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Bilder aufgetaucht, die die Anwendung „Samsung Blockchain KeyStore“ zeigen sollen. Gezeigt wird u.a. die Startseite, die die App mit den Worten „ein sicherer und praktischer Aufbewahrungsort für Ihre Krypto-Währungen“ beschreibt. Die Bilder wurden durch den Twitter-Nutzer Ben Geskin veröffentlicht. Demnach wird das im Frühjahr 2019 erscheinende Smartphone Galaxy S10 mit einer integrierten Wallet für Kryptowährungen ausgeliefert.

Was genau die Wallet können soll, ist noch unklar

Anwender sollen – dies ist auf weiteren Bildern zu sehen – über die App neue Wallets anlegen und bereits bestehende Wallets in die Anwendung importieren können. Ob über die Wallet der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen möglich ist – und falls ja, an welcher Börse – geht aus den geleakten Informationen nicht hervor. Zunächst soll der Blockchain KeyStore ausschließlich für die Kryptowährung Ethereum verfügbar sein. Weitere Coins wie z. B. Bitcoin sollen jedoch bald folgen.

Das Samsung Galaxy S10 wird am 20. Februar offiziell vorgestellt. Verkaufsstart ist im März 2019. Sollten die Gerüchte zutreffen, verfügte schlagartig eine große Zahl von Anwendern über eine Wallet und damit mutmaßlich auch über einen niedrigschwelligen Zugang zum Kauf von Kryptowährungen. Nicht zuletzt deshalb erregte die Meldung in der Szene einiges Aufsehen, da insbesondere Besitzer von Coins sich einen Nachfrageschub erhoffen. Der Ethereum Kurs reagierte allerdings nicht auf die Nachricht.

Stimmen die Gerüchte?

Zum derzeitigen Zeitpunkt ist unklar, ob die Gerüchte stimmen, auch wenn diverse Medien wie z. B. der Nachrichtensender n-tv bereits davon ausgehen, dass die Anwendung am 20.02. ausführlicher vorgestellt wird. Tatsache ist: Samsung hat nach dem Leak unserer Kenntnis nach weder eine Pressemitteilung herausgegeben noch in sozialen Netzwerken auf die Gerüchte reagiert. Somit liegen weder Bestätigung noch Dementi vor. Das allerdings ist nicht untypisch für den Konzern, der vor dem offiziellen „Unpack Event“ ungern Details verrät.

Auch auf Twitter reagierten die Nutzer sehr unterschiedlich. Während viele in dem (erhofften) Schritt einen Meilenstein in der Akzeptanz von Kryptowährungen sehen, monierten andere Details der geleakten Bilder. So fiel einer Userin auf, dass ein Symbol in der App dem Bitcoin ähnele, obgleich nur Ethereum verfügbar sei.

Eine konkrete Auswirkung auf die Kurse ist frühestens zu erwarten, wenn sich die Informationen in einigen Wochen bestätigen sollten. Und auch dann bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die App User anspricht und neue Zielgruppen und damit effektive Nachfrage erschließt.

Featured Image: wewawehau / Shutterstock.com

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