Bitrue muss Ripple- und Cardano-Diebstahl beichten

Branchenstandard ist eine derart offene Informationspolitik nicht. Die Börse Bitrue teilte Kunden mit, dass Hacker erfolgreich Coins von der Plattform entwendeten.

Schnelle Aufklärung der Kunden mit wichtigen Details

Dass an sich selbst bei höchsten Sicherheitsstandards immer wieder Probleme im Zusammenhang mit Angriffen von Hackern und Scam-Attacken auftreten können, haben die vergangenen Wochen deutlich gezeigt. Erst im vergangenen Mai traf es die weltweit erfolgreiche Kryptobörse Binance, die für einige Zeit Zahlungen sperrte. Die Sperrung diente dazu, Ursachenforschung hinsichtlich des Zwischenfalls zu betreiben. Nicht immer liegt die Schuld bei den Handelsplattformen. Auch zu wenig Sicherheit im Umgang mit Wallet-Daten auf Userseite verursachte in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Nun muss sich die aus Singapur stammende Bitcoin Börse Bitrue mit einer Schadensmeldung zu Wort melden. In diesem Fall wurden allerdings am 26.06.2019 (bzw. in der Nacht auf den 27. Juni) allerdings keine Bitcoin entwendet. Stattdessen gibt das Unternehmen bekannt, dass die Täter in erster Linie XRP sowie ADA Coins entwendet haben. Kunden der Börse, die den Bitcoin Kauf bevorzugen, sind also dieses Mal nicht betroffen.

Bitrue verspricht Entschädigungen in voller Höhe

Vorausschauend vermeldet der Betreiber, dass Kunden rasch entschädigt werden sollen. Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch nicht bekannt. Die internen Ermittlungen sind in vollem Gange, heißt es bei der Börse. Bekannt ist hingegen, dass die Cyberkriminellen Cardano- und Ripple-Token über die Plattform auf eigene Wallets abgezogen haben. Zum Zeitpunkt der Tat entsprach der Gegenwert der gestohlenen digitalen Münzen einer Summe von umgerechnet etwa 9,3 Mio. US-Dollar. Die entsprechende „Verlustwarnung“ erfolgte über die Social-Media-Plattform Twitter. Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal bei diesem so brisanten Thema: Die Börse sichert Kunden zu, dass sie die volle Schadenssumme zurückerhalten. Bei verschiedenen ähnlichen Angriffen (wie auch beim Betrugsfall der kanadischen Börse QuadrigaCX) blieben Nutzer vorerst im Unklaren darüber, ob und in welchem Umfang sie wann Rückzahlungen folgen.

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Börse will schnell mit technischen Updates reagieren

Zugleich teilte die Börse mit, das Probleme schnell unter Kontrolle bekommen zu haben. In den kommenden Tagen und Wochen werden die derzeit geltenden Handelsrichtlinien sowie die momentan geltenden Sicherheitsstandards einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Möglich wurde der Diebstahl überhaupt nur aufgrund einer technischen Schwachstelle der Börse. Die Gelder von rund 90 Usern sollen betroffen sein. Aus der Hot-Wallet der Börse entwendete der Täter scheinbar etwa 2,5 Mio. ADA Token und 9,3 Mio. XRP-Einheiten. Nicht zuletzt dank der offenen und schnellen Reaktion der Börse bleibt das große negative Feedback der Nutzer-Community weitgehend aus.

Featured Image: Von Piotr Swat | Shutterstock.com

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