Unterschriftenaktion: Kritik an Ripple Labs Firmenpolitik

Die aktuelle Firmenpolitik von Ripple Labs stößt bei vielen Usern auf Gegenwind. Auslöser war der spürbare Kursrückgang dieser Woche. Eine Petition läuft.

Ripple veräußert im Quartal drei Mrd. XRP

Wer erst in der nahen Vergangenheit Ripple Käufe getätigt hat, wird sich über die Meldung vonseiten des Entwicklungsunternehmens Ripple Labs sicher geärgert haben. Aber auch insgesamt stieß die Nachricht nicht unbedingt auf Begeisterung innerhalb der Community. Was ist passiert? Die Fintech-Firma hatte entschieden, sich im großen Stil von eigenen Ripple-Reserven zu trennen. Die Folge der umfangreichen Transaktionen: Der Ripple Kurs fiel binnen Wochenfrist merklich. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen einen solchen Schritt durchführte. Vielmehr reduziert das Unternehmen in regelmäßigen Abständen die eigenen Bestände. Für das zweite Quartal dieses Jahres belief sich das Volumen auf rund 3,0 Milliarden Einheiten des XRP Coins, die aus der treuhänderischen Verwahrung herausgenommen wurden. Fast ein Drittel der Coins dient dem Zweck neuer Use-Case-Entwicklungen, wie es beim US-Unternehmen hieß. Auch für den Aufbau der bisherigen und neuen Kooperationen sollen die Ressourcen Verwendung finden.

Petition soll im Idealfall zum Umdenken führen

Die übrigen Coins wurden in neue Verträge überführt, wie es heißt. Die Transaktionen am sogenannten „Sekundärmarkt“ beliefen sich Medienberichten zufolge im besagten 3-Monats-Zeitraum auf umgerechnet 144 Millionen USD. Mit dem selbsternannten Krypto-„Komiker“ Crypto Bitlord hat nun ein bekanntes Mitglied der Ripple-Gemeinde eine Petition an den Start gebracht via Twitter. Ziel der digitalen Unterschriftensammlung ist es, Ripple Labs dazu zu bewegen, zukünftig weniger XRP pro Monat aus seinen Wallets heraus zu verkaufen. Bis dato haben sich wohl rund 1.000 Unterzeichner gefunden – bei steigender Tendenz. Crypto Bitlord strebt nach eigener Aussage eine Größenordnung 10.000 Petitions-Teilnehmern an. Ripple soll also aufhören, Milliarden seiner eigenen Rücklagen auf den Markt zu werfen. Die News aus dem Umfeld von Ripple Labs aus dieser Woche lesen sich so, als hätten schon das Unterfangen als solches Erfolg gehabt. Denn der neue Marktbericht zeigt, dass das Unternehmen vorerst weniger aggressiv vorgehen möchte.

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Ripple Labs kündigte zeitgleich Änderungen an

Dass sich Widerstand gegen die Firmenpolitik regte, hat einen guten Grund. Ripple Labs hat rund 55 Milliarden XRP-Coins in eigene Treuhandkonten transferiert. Das sind 55 % des Gesamtvolumens am Markt. Diese Konten werden in diesem Zusammenhang als Escrow Wallets bezeichnet. Allmonatlich kommt es zur Freigabe einer weiteren Milliarde Einheiten. Das Unternehmen ist selbst nicht der Meinung, man habe durch seine Aktivitäten für das kritisierte „Kursdumping“ gesorgt. Dabei äußert das Management von Ripple Labs, die nicht zuletzt vom Kryptoportal Coinmarketcap stammenden Daten seien schlicht nicht repräsentativ. Der Kurs des Ripple hatte innerhalb einer Woche mehr als fünf Prozent seines Wertes verloren. Allerdings gab es in den vergangenen Wochen auch bei vielen anderen Kryptowährungen von Bitcoin über Litecoin bis Zcash mehr oder weniger gravierende Kursbewegungen. Ursache und Wirkung zu erkennen, ist in der Welt der digitalen Währungen nicht immer ganz einfach.

Featured Image: Von Grey82 | Shutterstock.com

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