New Yorker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tether und Bitfinex

Gerichtsermittlungen sind nie schön. Im Falle von Tether und iFinex geht es in erster Linie um fehlende Informationen über Liquiditätsprobleme an Behörden und Investoren.

Veruntreuung ist einer der Vorwürfe in New York

Meldungen zu behördlichen Ermittlungen und juristischen Auseinandersetzungen sind immer etwas, auf das die Krypto-Welt vergleichsweise empfindlich reagiert. Und das in einem Bereich, der bei Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Währungen ohnehin sehr anfällig für Schwankungen ist. Entsprechend aufmerksam verfolgen Coin-Nutzer derzeit die neuesten News rund um die Börse Bitfinex und das Unternehmen Tether Ltd. Pünktlich zum bevorstehenden Wochenende kamen in der Nacht Meldungen auf, die von Verlust- und Veruntreuungsvorwürfen aus den USA sprechen. Genauer gesagt ist es niemand Geringeres als die Generalstaatsanwältin des Obersten Gerichtshofes im Bundesstaat, die Anklage gegen den Anbieter des Stablecoin Tether auf der einen und iFinex Inc. als Dienstleister hinter der Börse Bitfinex Anklage erhoben hat. Es geht um die stolze Summe von 850 Millionen US-Dollar.

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Haben die Partner finanzielle Schwierigkeiten verdeckt?

Dieser Betrag soll laut nachts von NYC aus in Umlauf gebrachten Unterlagen im schlimmsten Falle also veruntreut worden. Allemal scheint diese Summe in den vergangenen Monaten verschwunden sein. Der Vorwurf des Gerichts wiegt schwer. Die beiden Unternehmen sollen gemeinsam bestehende Lücken die eigene Liquidität betreffend unter Dach und Fach gehalten zu haben. Dabei bezieht sich das New Yorker Gericht nicht zuletzt auf einen Geldfluss in Höhe von sage und schreibe 650 Mio. USD, den es im Winter 2018 von Tether an Bitfinex gegeben haben soll. Besagte Zahlung soll von Bitfinex genutzt worden sein, um weiterhin Kundengelder auszahlen zu können. Und es könnte noch eine weitere Finanzspritze gegeben haben. Die Abwicklung der versteckten Transaktionen soll vom Unternehmen Crypto Capital Corp mit Sitz Panama übernommen worden sein.

Tether weist Vorwürfe von sich und kritisiert Staatsanwaltschaft

Die gerichtliche Kritik zielt auf das Verschweigen der Rettungsaktivitäten hin, über die sowohl Kunden und Investoren als auch die zuständigen Behörden hätten informiert werden müssen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft geht insgesamt wie gesagt davon aus, dass Kundenkapital mit einem Gesamtvolumen von 850 Millionen Dollar verloren gingen. Spekulationen über die Verlustursachen kursieren selbstredend ebenfalls. So könnte es beispielsweise Komplikationen in Verhandlungen mit Banken gegeben haben. Auch könnten Zahlungen von Behörden aus den USA, Polen und Portugal ausgeblieben sein, auf die sich das Unternehmen verlassen hatte. Im Hause Tether hieß es in einer ersten Stellungnahme, die Akten bei Gericht enthielten falsche Informationen, auch von „böswilliger Absicht“ hinsichtlich der Formulierungen ist die Rede. Die Staatsanwaltschaft sei scheinbar darauf aus, die laufenden Bemühungen in negativem Licht erscheinen zu lassen – zum Leidwesen der Kunden, die Wallets oder Konten beim Anbieter unterhalten.

Featured Image: Von Grey82 | Shutterstock.com

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