Bitcoin Mining Hardware: ASICs im Vergleich


Bitcoin Mining mit eigener Hardware macht am meisten Spaß! Wir haben die besten und zuverlässigsten ASICs getestet und die Bitcoin Mining Hardware im Hinblick auf Hash Power, Energieeffizienz und Preis verglichen. Zusätzlich in diesem Beitrag: Eine Anleitung zum Bitcoin Mining für Einsteiger mit und ohne eigene Hardware und eine Beispielkalkulation mit einem Bitcoin Mining Rechner.

Die Top 5 Mining Hardware 2018

Bitcoin-Mining-Hardware-Vergleich
Die Preise für Bitcoin Mining Hardware sind nicht fix und können sich bei verschiedenen Anbietern deutlich unterscheiden. Wir rechnen mit Nettopreisen ohne Umsatzsteuer.

Was ist Mining Hardware?

Mining Hardware besteht aus Prozessoren, deren Rechenleistung dem Bitcoin Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Die Rechenleistung dient dazu, Blöcke an die Blockchain anzuhängen. Um einen Block anzuhängen, müssen komplexe mathematische Berechnungen durchgeführt werden.

Die Beschaffenheit von Mining Hardware hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Zunächst reichten einfache CPUs, dann wurden Prozessoren aus Grafikkarten eingesetzt. Mittlerweile ist Mining auf professionellem Niveau nur noch mit ASICs möglich.

Was bedeutet ASICS?

ASICs steht für Application Specific Integrated Circuits, zu Deutsch „anwendungsspezifische integrierte Schaltung“. ASCIs sind mittlerweile der technische Goldstandard im Bitcoin Mining. Das ist auf die (bei großen Stückzahlen) niedrigeren Produktionskosten und den geringeren Energieverbrauch zurückzuführen. Die Anschaffungskosten für die Hardware und die Kosten für Elektrizität stellen den wesentlichen Teil der Gesamtkosten beim Bitcoin Mining dar.

ASICs waren nicht immer das Maß der Dinge für Miner. Der Bitcoin Erfinder Satoshi hatte einst vorgesehen, dass Mining auf jedem gewöhnlichen Rechner möglich sein sollte. Miner kalkulierten jedoch, dass sich mit den Prozessoren aus Grafikkarten eine größere Hash-Power erreichen lässt. ASICs ersetzten schließlich die Grafikkarten.

Wozu dient Mining?

Mining erfüllt in der Bitcoin Blockchain eine Funktion. Im Schnitt alle zehn Minuten wird ein neuer Datenblock an die Blockchain angehängt. In dem Block sind Transaktionsdaten gespeichert. Die Blockchain dient dazu, diese Daten unwiderruflich zu sichern. Damit ein Block an die Blockchain angehängt werden kann, müssen mathematische Problemstellungen mit Rechenleistung gelöst werden. Diese Rechenleistung stellen Miner zur Verfügung.

Mit welchem Geld werden Miner vergütet?

Das Bitcoin Netzwerk sieht die Schöpfung von Bitcoins für jeden angehängten Block vor. Mit den neu geschöpften Einheiten werden die Miner vergütet, denen das Anhängen des Blocks an die Blockchain gelungen ist. Als Bitcoin an den Start ging, belief sich die Vergütung pro Block auf 50 BTC. Diese Vergütung (auch als Block Reward bezeichnet) wird alle 210.000 Blocks halbiert. Aktuell beläuft sich der Block Reward auf 12,5 Bitcoins.

Miner können zusätzlich Transaktionsentgelte aus den Transaktionen erhalten, die in einem Block gespeichert sind. Viele Mining Pools schütten diese Gebühren jedoch nicht an die Miner aus.

Miner werden: Wie geht das?

Bevor Sie mit dem Mining beginnen, müssen Sie sich zwei Fragen beantworten. Planen Sie die Anschaffung von eigener Hardware? Falls nicht, bleibt Ihnen nur Cloud Mining. Beim Cloud Mining schließen Sie einen „All Inclusive“ Vertrag mit einem Anbieter ab. Der Anbieter betreibt irgendwo auf der Welt eine komplette Mining Farm. Sie beteiligen sich mit Ihrem Investment für eine festgelegte Laufzeit an dieser Farm. Im Gegenzug werden Sie an den Gewinnen beteiligt.

Vorteile und Nachteile von Cloud Mining

Cloud Mining bietet mehrere Vorteile. Erstens müssen Sie keine Hardware anschaffen. Schafft eine große Mining Farm Hardware in größerer Stückzahl an, können im besten Fall Einkaufsvorteile realisiert werden. Zweitens hat der Cloud Mining Anbieter möglicherweise Zugriff auf sehr viel günstigeren Strom als Sie. Elektrizität ist in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr teuer.

Cloud Mining ist allerdings auch mit Risiken verbunden. Sie schließen einen Vertrag mit einem Unternehmen irgendwo auf der Welt ab und gehen in Vorleistung. In der Vergangenheit ist es bereits vorgekommen, dass Cloud Mining Anbieter ihren Bestand an Hardware überhöht angegeben und sich damit mindestens im Grenzbereich zum Betrug bewegt haben.

Im Zweifel wird es für Sie schwer, Ansprüche gegen ein z. B. in China ansässiges Unternehmen durchzusetzen. Achten Sie beim Cloud Mining Vergleich deshalb auf Seriosität. Gute Zeichen sind eine lange Existenz am Markt, regelmäßige Testate von Gutachtern/Wirtschaftsprüfern, Niederlassungen in Europa etc.

Mining Pool oder Solo Mining

Schaffen Sie eigene Hardware an, können Sie Solo Mining oder Pool Mining betreiben. Beim Solo Mining arbeitet ihre Hardware allein. Im Gegenzug müssen Sie auch erzielte Gewinne mit niemandem teilen. Solo Miner müssen mit unstetigen Erträgen leben und ggf. lange auf den ersten Erfolg warten. Das gilt besonders, wenn Mining in relativ kleinem Umfang betrieben wird.

Für die meisten Miner ist deshalb Pool Mining die bessere Variante. Das Prinzip ist einfach: Sie melden Ihre Hardware bei einem Pool an und stellen dem Pool damit ihre Rechenleistung zur Verfügung. Im Gegenzug werden Sie im Verhältnis zu Ihrem Anteil an der gesamten Hashpower des Pools an den Erträgen beteiligt.

Pools verlangen eine Gebühr im Bereich von ca. 1-4 Prozent der Erträge pro Jahr. Nicht alle Pools schütten verdiente Transaktionsentgelte an ihre Miner aus.

Mining Hardware in Betrieb nehmen

Wenn Sie sich selbst Bitcoin Mining Hardware anschaffen, müssen Sie das Gerät in Betrieb nehmen. Das geht einfacher als Sie vielleicht denken. In diesem Abschnitt erklären wir die Inbetriebnahme der Hardware und ihre wesentlichen Komponenten am Beispiel des Antminer S9 (klicken Sie hier um die offizelle Antminer S9 Bedienungsanleitung aufzurufen).

Der Antminer S9 besteht aus dem Hash-Board-Gehäuse, einem Kontroll-Panel sowie zwei Lüftern.

Antminer-S9-Ansicht

Die Bestandteile des Antminer S9 (Quelle: https://www.protact.net/media/pdf/89/fd/25/Anleitung-AntMiner-S9.pdf)

Die Abbildung zeigt das Kontrollpanel. Es besteht aus einem LAN-Anschluss, einem IP-Melder-Knopf, einer Fehleranzeige, einem Reset-Knopf und einer Normalbetriebsanzeige. Zusätzlich gibt es einen SD-Karten-Steckplatz, der jedoch keine Verwendung findet.

Antminer-S9-Kontrollpanel

Das Kontrollpanel des Antminer S9 (Quelle: https://www.protact.net/media/pdf/89/fd/25/Anleitung-AntMiner-S9.pdf)

Nun sind vier Schritte zu tun:

1.       Netzteil anschließen

2.       Miner IP Finden

3.       Miner konfigurieren

4.       Miner überwachen

Netzteil anschließen

Oben auf dem Antminer S9 befinden sich zehn PCIe Stromanschlüsse. Jedes der drei Boards hat drei PCIe-Stromanschlüsse, ein Stromanschluss befindet sich auf dem Kontrollboard. Die Stromkabel des Netzteils werden an die neun Anschlüsse oben auf den Gerät angeschlossen. Wichtig: Pro Board darf nur ein Netzteil genutzt werden.

Ein Stromkabel des Netzteils wird an den Stromanschluss des Kontrollboards angeschlossen. Zusätzlich wird der Antminer S9 mit einem LAN-Kabel über den LAN-Anschluss mit dem Router verbunden, über den der Zugang ins Internet erfolgt. Zuletzt wird das Netzteil an die Steckdose angeschlossen.

Der AntMiner hat zehn PCIe-Stromanschlüsse, welche sich oben auf dem Miner befinden. • Neun PCIe-Stromanschlüsse für die Hashboards. Jedes Board hat drei PCIe-Stromanschlüsse. • Ein PCIe-Stromanschluss befindet sich auf dem Kontroll-Board.

Miner IP finden

Im nächsten Schritt müssen Sie die Miner IP finden. Die Werkseinstellungen des Antminer S9 sind auf „DHCP“ eingestellt. DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) ist ein Kommunikationsprotokoll, das die Zuweisung der Netzwerkkonfiguration an Clients durch einen Server ermöglicht. Dem Miner wird dadurch automatisch eine IP-Adresse durch den Router zugewiesen. Rufen Sie Ihren Router über Ihren Webbroser auf und suchen Sie nach der IP des Miners.

Miner konfigurieren

Nun müssen Sie den Miner noch konfigurieren, damit Sie mit dem Bitcoin Mining starten können. Geben Sie dazu die IP-Adresse des Antminer S9 in den Browser ein. Als Benutzername und Passwort können Sie in den Werkseinstellungen „root“ verwenden. Sie sehen das Konfigurationsmenü wie in der Abbildung unten:

Antminer-S9-Konfiguration

Konfiguration des Antminer S9 (Quelle: https://www.protact.net/media/pdf/89/fd/25/Anleitung-AntMiner-S9.pdf)

Hier tragen Sie de Daten des Mining Pools ein. Der Name des Pools wird im Format „stratum+tcp://POOL-URL:PORT-NUMMER“ eingetragen. Als Worker-ID dient bei vielen Pools z. B. Ihre Wallet-Adresse.  Zusätzlich muss ein Passwort eingegeben werden. Der Konfigurator erlaubt die Angabe von bis zu drei Pools. Auch wenn Sie nur mit einem Pool arbeiten möchten, kann die Angabe von mehreren Pools sinnvoll sein – als Backup, falls Ihr Primärpool außer Betrieb oder nicht erreichbar sein sollte.

Mit einem Klick auf „Save & Apply“ werden die Einstellungen gespeichert. Der Antminer S9 sollte einige Minuten später seine Arbeit aufnehmen.

Miner überwachen

Im Konfigurationsmenü gibt es den Reiter „Miner Status“. Klicken Sie darauf, um den Miner zu überwachen. Sie finden verschiedene Informationen z. B. zur Hashrate und zur Temperatur der Chips.

Bitcoin Mining Hardware: Wo kaufen?

Optimierte Anschaffungskosten sind ein Erfolgsfaktor für Miner. Die Suche nach kostengünstigen und dennoch zuverlässigen Bezugsquellen ist deshalb eine der wichtigsten Aufgaben. Die Preise am Markt können sich erheblich unterscheiden. Der Bezug ist grundsätzlich über Händler wie Amazon, Plattformen wie eBay und spezialisierte Onlineshops möglich.

Ein Blick auf Gebrauchtware kann sich lohnen. Im besten Fall wird ein annähernd neuwertiges Gerät mit einem erheblichen Rabatt auf den Neupreis erworben. Wunder sind aber nicht zu erwarten: Die Nutzungsdauer von ASICs und damit ihr Wertverlust lassen sich gut berechnen. Gehen Sie davon aus, dass die Hardware innerhalb eines Jahres den wesentlichen Teil ihres Wertes verliert.

Ist Bitcoin Mining im Jahr 2018 noch profitabel?

Ist Bitcoin Mining ein profitables Geschäft? Die Antwort lautet: Grundsätzlich ja. Es gibt allerdings zwei Einschränkungen. Zum einen sind die Anforderungen an die Hardware mittlerweile recht hoch. Zudem haben deutsche Miner einen Kostennachteil, weil Elektrizität in Deutschland recht teuer ist.

Mit einem Bitcoin Mining Rechner lässt sich eine einfache Kalkulation durchführen. Die Abbildung unten zeigt das Eingabeformular des Mining Rechners von 99Bitcoins.com. Einzugeben sind Difficulty Factor, Hash Rate, BTC/USD Wechselkurs, die BTC Vergütung pro Block, die Gebühren des Mining Pools, die Kosten der Hardware, der Stromverbrauch und die Stromkosten (pro Kilowattstunde).

Bitcoin-Mining-Rechner-Eingabe

Bitcoin Mining Rechner Quelle: (https://99bitcoins.com/bitcoin-mining-calculator/)

Wir haben eine Mining Kalkulation mit aktuellen Marktwerten durchgeführt. Wir haben unterstellt, dass der Miner gewerblich agiert und deshalb keine Mehrwertsteuer zahlen muss. Als Hardware wurde in der Kalkulation der Avalon6 genutzt. Dieser liefert eine Hash Rate von 3,5 TH/s und verbraucht 1.200 Watt. Der Nettopreis beträgt 650 USD.

Für den Strompreis pro Kilowattstunde haben wir 0,22 EUR angesetzt, was 0,2596 USD entspricht. Der EUR/USD Wechselkurs notierte zum Zeitpunkt der Berechnung bei 1,18  und der Kurs des BTC lag bei 7.693 USD. Wir haben unterstellt, dass der Miner an einen Pool angebunden wird und die jährlichen Gebühren des Pools 2,5 Prozent betragen.

Die daraus resultierenden Werte wurden in den Mining Rechner eingegeben. Das Resultat ist in der Abbildung unten zu sehen:

Bitcoin-Mining-Kalkulation

Kalkulation Bitcoin Mining mit dem Avalon6 (Quelle: https://99bitcoins.com/bitcoin-mining-calculator/)

Die Berechnung zeigt, dass Bitcoin Mining in dieser Variante nicht profitabel ist. Daran würde auch ein steigender Bitcoin Kurs nichts ändern. Erst ab einem BTC/USD Kurs von ca. 12.000 USD wäre das Geschäft profitabel.

Mit anderer Hardware lassen sich bessere Ergebnisse erzielen, wie diese Berechnung zum Bitcoin Mining zeigt.

Boxout: Darauf kommt es beim Vergleich von Minern an

Beim Vergleich von Bitcoin Mining Hardware gibt es drei wesentliche Kriterien: Hash Power, Energieeffizienz und Preis. Die Hash Rate gibt an, wie viele Berechnungen mit der Hardware durchgeführt werden können. Die relevante Maßeinheit ist mittlerweile TH/s: 1,0 TH/s entsprechen einer Billion Hashes pro Sekunde.

Die Energieeffizienz gibt das Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Rechenleistung an. Die Energieeffizienz wird in Watt pro GH (Gigahash) angegeben. Je niedriger dieser Wert, desto besser. Der Preis ist ein entscheidender Faktor in der Kalkulation.

Ist Bitcoin Mining besser als Bitcoin kaufen?

Bitcoin Mining mit Gewinnerzielungsabsicht bedeutet, in Hardware/Rechenleistung/Strom zu investieren, um einen Ertrag zu erhalten. Bitcoin Mining kann eine positive Rendite erzielen, wenn die Rahmenbedingungen erfüllt sind. Das bedeutet insbesondere, dass leistungsfähige Hardware mit günstigem Strom betrieben wird – und dass der Bitcoin Preis während der Nutzungsdauer im Durchschnitt ausreichend hoch ist.

Bitcoin kaufen mit Gewinnerzielungsabsicht bedeutet, Geld in der Erwartung in die Kryptowährung zu investieren, dass der Kurs steigt. Worin liegt der Unterschied zwischen einer Investition in die Kryptowährung selbst und einer Investition in Mining?

Mit einem Bitcoin Rechner lässt sich kalkulieren, ob Mining sich zum aktuellen Preis lohnt und wie stark der Kurs fallen darf, damit zumindest kein Verlust anfällt. Stagniert der Kurs auf einem für Miner profitablen Niveau, ist eine Investition in Mining profitabler als eine Investition durch das Kaufen von Bitcoin. Der Kauf führt bei stagnierenden Kursen nicht zu Gewinnen.

Steigen die Kurse stark, erhöht sich auch der Gewinn von Minern. Der Effekt fällt aber geringer aus als der Effekt eines deutlichen Kursanstiegs nach einem Kauf. Wenn Sie deutlich steigende Bitcoin Kurse erwarten, ist ein Direktinvestment deshalb besser geeignet als der Umweg über die Karriere als Miner.

Fallen die Kurse stark, erleiden Käufer einen Verlust. Das gilt auch für Bitcoin Miner, die im Extremfall ihre gesamte Investition verlieren können. Miner können den Betrieb bei zu niedrigen Kosten zwar einstellen (und werden dies vernünftigerweise tun, wenn die Stromkosten die Erträge übersteigen). Die Hardware verliert aber dennoch an Wert. Bei einem längerfristigen Kursverfall sind Verluste für Miner deshalb unausweichlich.

Ist Bitcoin Mining zuhause möglich?

Wenn Sie die benötigte Hardware anschaffen, können Sie Bitcoin Mining von zuhause aus durchführen. Bedenken Sie jedoch, dass die Hardware sehr viel Strom verbraucht und Sie einen günstigen Tarif benötigen. Berücksichtigen Sie zudem, dass der Betrieb der Hardware mit einer nicht unerheblichen Wärme- und Geräuschentwicklung einhergehen kann. Achten Sie im Vergleich von Hardware auf entsprechende Angaben.

Mining wird schnell als gewerblich eingestuft

Einkünfte aus Mining unterliegen grundsätzlich der Steuerpflicht. Solange Ihr Vorhaben in einem kleinen Rahmen bleibt, ist dies unproblematisch: Bis zu 256 EUR pro Jahr können gemäß § 22 Satz 2. Nr. 3 EstG als Einkünfte aus sonstigen Leistungen steuerfrei vereinnahmt werden.

Wenn Sie sich Hardware anschaffen und mehr Geld mit Bitcoin Mining verdienen, werden Sie wahrscheinlich als gewerblicher Miner eingestuft. Es ist empfehlenswert, diese Tätigkeit als Gewerbe anzumelden. Ihre Einkünfte unterliegen dann der Steuerpflicht. Die Anmeldung hat auch Vorteile. Sofern Sie sich nicht als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen, können Sie Vorsteuer abziehen. Dann erstattet Ihnen das Finanzamt die für Bitcoin Mining Hardware, Strom und andere betriebliche Ausgaben gezahlte Mehrwertsteuer zurück.

Fazit: Bitcoin Mining für jedermann: Ja, aber…

Bitcoin Mining ist grundsätzlich für jedermann möglich und kann profitabel sein. Dazu müssen allerdings einige Hürden genommen und einige Bedingungen erfüllt sein.

Erstens benötigen Miner führende Hardware. Erfolgreiche Miner sind mit den jeweils besten ASICs ausgestattet und können auf die höchste Energieeffizienz zurückgreifen. Das gilt für Solo Mining genauso wie für Pool Mining.

Zweitens besteht für Bitcoin Miner mit Standort in Deutschland grundsätzlich das Problem der hohen Stromkosten. Die Profitabilität verringert sich dadurch. Cloud Mining mit Hardware und Strombezug in anderen Teilen der Welt kann ein Ausweg sein, ist aber auch mit Risiken verbunden.

Drittens sind auch Miner Risiken im Bezug auf die Bitcoin Kursentwicklung ausgesetzt. Im Fall eines stärkeren Kursrückgangs würde die Kalkulation nicht mehr aufgehen. Wer von stark steigenden Kursen ausgeht, ist mit einem Direktinvestment in Bitcoin ohnehin besser bedient als mit einer Investition in Mining. Bei stagnierenden, aber für Miner noch profitablen Kursen ist Mining dagegen das bessere Investment.

Kurzum: ASIC Hardware mit der höchsten Energieeffizienz anschaffen, einem seriösen und kostengünstigen Pool anschließen und starten ist möglich und kann Gewinne erzielen. Wer hohe Investitionen scheut, wird als Miner dagegen kaum erfolgreich sein.

Sie sind bereit, etwas Geld zu investieren? Dann starten Sie  noch heute und schaffen Sie sich optimale Hardware an. Prüfen Sie vorher mit einem Bitcoin Mining Rechner, ob Ihr Plan profitabel ist. Danach steht Ihrer neuen Erwerbsquelle nichts mehr entgegen!

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