Was ist Ripple?

Ripple ist nicht nur die Bezeichnung für eine Kryptowährung, sondern für ein ganzes Zahlungsnetzwerk. Das Ziel von Ripple ist es, den Zahlungsverkehr zwischen Banken, Institutionen und Zahlungsdienstleistern schneller und günstiger zu gestalten, und dies vor allem zwischen unterschiedlichen Währungsräumen. Aufgrund seiner Nähe zu klassischen Geldinstituten wird Ripple auch gerne als „Bitcoin für Banken“ bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen, die eine Alternative zum gängigen Bankensystem bilden, arbeitet Ripple mit ihnen zusammen.

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Das Netzwerk von Ripple basiert auf einem Open-Source-Protokoll. Dieses Netzwerk ermöglicht es Banken und Zahlungsdienstleistern, jede Art von Währung untereinander auszutauschen. Die Ripple-Kryptowährung (XRP) erfüllt dabei die Funktion eines Schuldscheines, der sich gegen andere Währungen eintauschen lässt.

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Wie funktioniert Ripple?

Für Banken und Zahlungsdienstleister sind Transaktionen in andere Länder und Währungsräume mit vielen Kosten und bürokratischen Hürden verbunden. Ripple versucht diese Probleme mithilfe des RippleNets zu lösen. Hierbei handelt es sich um ein Protokoll und ein öffentliches Hauptbuch. Vertrauen ist eines der Probleme beim internationalen Währungstransfer. Die Banken und Geldinstitute müssen aufeinander zählen können, vor allem bei digitalen Konten. Das RippleNet zeichnet alle Transaktionen in einem öffentlich zugänglichen Hauptbuch auf und schafft somit eine Vertrauensbasis.

Das RippleNet ist gleichzeitig das Netzwerk für die globalen Transaktionen. Im Grunde können Banken und Zahlungsdienstleister alle Arten von Währungen, sofern sie digital sind, auf dem RippleNet miteinander austauschen. Die Kryptowährung Ripple dient im Netzwerk als Schuldschein. Nehmen wir an, eine Bank in den USA sendet einen Betrag in Dollar an eine Bank in Russland, wo ein Kunde die Auszahlung des Betrags in Rubel anfordert. In der Regel dauern solche Überweisungen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen lange und verursachen zusätzliche Kosten. Das RippleNet wandelt den Dollarbetrag in die entsprechende Menge an XRP um und sendet diese XRP anschließend an die Bank in Russland. Dort wandelt das Netzwerk die XRP in die korrekte Menge Rubel um. Gateways innerhalb des Netzwerkes nehmen den Umtausch der Währung vor. Die Kryptowährung erfüllt also die Funktion eines Schuldscheines, der sich in beliebige andere Währungen umtauschen lässt. Bei Transaktionen fallen Gebühren von 0,00001 XRP an, um Netzwerk-Spam zu unterbinden. Insgesamt existieren 100 Milliarden Ripple, von denen sich der Großteil in der Hand des Ripple Labs befinden.

Wer hat Ripple entwickelt?

Im Jahre 2004 hatte der Entwickler Ryan Fugger die Idee zu Ripple, einem dezentralen Geldsystem. 2011 entwickelte er die erste Version der Technologie, genannt RipplePay.com. Gleichzeitig begann Jed McCaleb an einer Kryptowährung zu arbeiten, bei der Transaktionen durch das Netzwerk verifiziert werden und nicht durch das Mining wie bei Bitcoin. 2012 schloss McCaleb sich mit Fugger zusammen und gemeinsam gründeten sie OpenCoin. OpenCoin entwickelte das Ripple-Protokoll. Später erfolgte die Umbenennung zu Ripple Labs. Heute ist Ripple Labs für die Entwicklung von Ripple zuständig.

Was sind die Vor- und Nachteile von Ripple?

Ripple ist eine universell einsetzbare Kryptowährung für Banken, Zahlungsdienstleister und Geldinstitute. Das Netzwerk bewerkstelligt 1.500 Transaktionen pro Sekunde. Die Transaktionen werden fälschungssicher aufgezeichnet. Abgesehen von der eigenen Kryptowährung bietet Ripple Labs viele andere, von XRP unabhängige Lösungen für Banken und Zahlungsdienstleister. Es gibt zahlreiche Kooperationen mit Geldinstituten und Unternehmen.

Zu den Nachteilen gehört der hohe Grad an Zentralisierung. Der Großteil der XRP befindet sich noch in der Hand von Ripple Labs. Außerdem gibt es nur eine geringe Anzahl an Validators, die Transaktionen bestätigen. Ripple eignet sich nicht als ein Zahlungsmittel wie Bitcoin, z. B. für Online-Shops, und die Kryptowährung erfüllt keine nützlichen Zusatzfunktionen wie Ethereum und andere Tokens. Dazu kommt, dass XRP eigentlich nicht notwendig sind, um das Protokoll zu nutzen. Stattdessen können Banken ihre eigenen Digitalwährungen dafür entwickeln.

Die Zukunft von Ripple

Ripple gehört nicht umsonst zu den Top-Kryptowährungen, berücksichtigt man die Marktkapitalisierung. Seit Jahren hält sie sich auf dem dritten Platz hinter Ethereum und Bitcoin. Das Unternehmen, Ripple Labs, wartet mit vielen Partnerschaften und Kooperationen auf. Ripple könnte in Zukunft als Basis für globale Transaktionen dienen. Gleichzeitig besteht aber die Möglichkeit, dass sich Ripple Labs von seiner Kryptowährung distanziert. Die Krypto-Community kritisiert das Unternehmen häufig wegen diverser Geschäftspraktiken und der hohen Zentralisierung der Kryptowährung. Dass Ripple in absehbarer Zeit seinen Platz als Nummer 3 verlieren wird, erscheint dagegen eher unwahrscheinlich. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie bei diesen seriösen Anbietern vorbei, falls Sie in Ripple investieren wollen.

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