Bithump: Klage wegen Steuerforderung in Südkorea

Die Börse Bithump möchte gezahlte Steuern zurück bekommen. Eine Klage gegen die Steuerbehörde verweist auf die derzeitige Rechtslage.

Börse verweist auf fehlende „Steuerrelevanz“ aktuell

Eigentlich ist Südkorea bei den Themen Regulierung und Akzeptanz der Kryptowährungen zwischen Bitcoin und den zahllosen Altcoins vielen Ländern weltweit ein gutes Stück voraus. Beim Thema Besteuerung aber fehlt es auch im asiatischen Land noch immer an einer klaren Richtung. Genau dies macht sich gewissermaßen die Börse Bithumb nun zunutze. So berichten verschieden Medien im Land darüber, dass sich das Unternehmen gegen die Forderung der zuständigen Steuerbehörde wehrt. Die Krypto-Börse Bithumb weigert dich, der Zahlungsaufforderung der NTS nachzukommen. Als Begründung führt der Betreiber ausdrücklich die unklare Rechtslage ins Feld Wenn man so will, versucht die Börse nun also den Fiskus mit aktuellen staatlichen Mitteln schlagen. Schließlich seien Bitcoin und Co. aus juristischer Sicht eben keine Währung im eigentlichen Sinne. Wie der National Tax Service (NTS) auf diese Aussage reagieren wird, bleibt abzuwarten.

Börse fordert Rückzahlung gezahlter Steuern in Millionenhöhe

Richtig ist aber ebenfalls, dass die Forderung der Börse nicht unbedingt gering ausfiel. Grund genug sind die umgerechnet 69 Mio. US-Dollar sicher für die Börse, nach einem Weg zur (vorläufigen) Umgehung der Steuerzahlung zu suchen. Auf diese Summe beziffern Medien die eingeforderte Steuerlast nämlich. Das zuständige Finanzgericht soll nun binnen einer 90-Monats-Frist entscheiden, ob der Antrag zum Umtausch der Börse angenommen oder abgelehnt werden soll. Ganz einig sind sich Experten in der Tat nicht, wie die Sache ausgehen wird. Der Steuerrückbehalt wurde von der Steuerbehörde als Einkommenssteuer gefordert. Auf Basis geltenden Rechts – so die Behörde – soll die Börse im ersten Schritt die Steuerforderung begleichen, damit im Anschluss Kunden ihr Geld aus dem Einnahmenrest erhalten. Laut Unternehmensmitarbeitern ist die Zahlung erfolgt, jetzt stellt man sich im Hause Bithump auf einen Rechtsstreit ein, vorausgesetzt, das Gericht gibt grünes Licht.

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Gesetzgeber könnte bald rechtlich umdenken

Nach behördlicher Auffassung handelt es sich bei Anlagegewinnen, die von ausländischen Konten geflossen sind, als Einkommen der Börse einzuordnen und damit steuerpflichtig. Die Rechtsvertreter halten genau diese Einschätzung für falsch, eben weil südkoreanisches Steuerrecht zumindest bisher keine Anwendung auf digitale Währungen wie Ethereum oder natürlich das Bitcoin Kaufen und Verkaufen erlaube. Kryptowährungen stellten keinen Vermögenswert dar, wobei sich die Börse auf die Einordnung des Wirtschaftsministeriums und des Finanzministeriums beruft. Möglicherweise könnte diese Auseinandersetzung Ausgangspunkt für eine neue rechtliche Richtung in Südkorea sein und endlich für eindeutige Regeln bei der Besteuerung von Krypto-Einkommen sorgen. Dies käme am langen Ende auch Anlegern zugute, das Ministerium für Strategie und Finanzen jedenfalls kündigte kürzlich eine zukünftige Besteuerung digitaler Assets als Ergebnis eines neuen Steuercode-Gesetzentwurfes an.

Featured Image: Von wal_172619 | Pixabay

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