Bringt China 2019 einen eigenen Stablecoin?

Was gerade von Vertretern der People’s Bank of China anklingt, macht Hoffnung, dass die Volksrepublik noch dieses Jahr eine digitale Währung einführt.

Chinas Reaktion auf die Pläne von Facebook?

Die US-Bank JP Morgan hat es vorgemacht, Facebook plant mit seinem Angebot Libra ein vergleichbares Angebot. Die Rede ist von einem sogenannten Stablecoin. Der Social-Media-Gigant Facebook hatte lange mit genauen Details zur Währung und der zugehörigen Wallet hinter dem Weg gehalten. Nun ergeben sich immer neue Indizien. Gerade in Entwicklungsländern ohne flächendeckendes Bankennetz könnte der Coin zu einem Erfolg werden. Neben den G7-Staaten oder dem deutschen Finanzminister Olaf Scholz gibt es auch in den USA Kritik an den Plänen. Facebook, so die Befürchtungen, könnte zu einflussreich und zur ernsten Konkurrenz für die Bankenwelt werden. Dabei will Facebook dies nach eigener Aussage gar nicht. Auch die Volksrepublik China scheint nun Maßnahmen ergreifen zu wollen. Und es sind keineswegs nur mediale Spekulationen, die von möglichen chinesischen Reaktionen künden.

PBoC arbeitet seit Jahren an eigener Blockchain

Urheber der aktuellen Nachrichten ist eine der wichtigsten Banken Chinas, die People’s Bank of China (PBoC). Mu Chang Chun, seines Zeichens stellvertretender Direktor im Bereich der Zahlungs- und Abwicklungsabteilung, teilte auf Nachfragen von Medienvertretern mit: Die Zentralbank hat in der Tat eigene Pläne zu einer „digitalen Fiatwährung“ in der Schublade. Wie erwartet soll die Devise auf Basis der Blockchain arbeiten und damit zumindest in diesem Punkt Bitcoin, Litecoin und anderen Coins nacheifern. Zum aktuellen Zeitpunkt sind scheinbar bereits viele Mitarbeiter damit befasst, die Neuentwicklung voran zu bringen. Dem Vertreter der Bank zufolge laufen diese Entwicklungsarbeiten schon seit rund fünf Jahren. Theoretisch könnte die Währung direkt starten. Chinas wichtigstes Bankenorgan hat in der Vergangenheit viele erfahrene Blockchain-Profis aus der Krypto-Branche abgeworben und große Summen in die Entwicklung seines kommenden Stablecoins gesteckt.

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Chinas Regierung erkennt Blockchain-Chancen an

Vieles deutet darauf hin, dass die Zentralbank ihren Coin zunächst an Finanzunternehmen wie etwa Geschäftsbanken verteilen wird. Im Anschluss sollen die Banken wohl den Zugang für die Öffentlichkeit über Konten oder Wallets ermöglichen. Eine direkte Emission ist nicht vorgesehen. Die Verteilung über Geschäftsbanken soll das mit neuen Währungen in der digitalen Welt verbundene Risiko minimieren. Die Zentralbank bestätigt in einem aktuellen Bericht, dass die Entwicklungen am Markt auch ein Grund für den zusätzlichen Arbeitsaufwand sind. Als Zeitplan gab die Bank an, noch dieses Jahr den Startschuss für den Handel mit dem vom Staat unterstützten Coin geben zu wollen. Die Blockchain soll technisch unter anderem den Einzelhandel mit kleineren Unternehmen ansprechen. Vertreter der Bankenwelt sehen die Ankündigungen aus China als gutes Zeichen, dass sich Peking allmählich für Krypto-Währungen öffnet. Und das gefühlt schneller und flexibler als der große Konkurrent USA.

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