CFTC-Vorsitzender: Security Token als Rohstoff bewerten?

Der Chef der CFTC stellt seine Meinung zu Security Token klar. Diese Kryptoassets könnten aus seiner Sicht durchaus als Rohstoffe kategorisiert werden.

CFTC-Chef mit deutlicher Meinung zu Security Token

Die CFTC hat bei Vertretern der Krypto-Landschaft – vorsichtig gesagt – nicht unbedingt den besten Ruf. Die U.S. Commodity Futures Commission nämlich hatte rund um die Einführung von Bitcoin Futures maßgeblich mit für die diversen Verzögerungen gesorgt. Ein trauriges Lied können davon Dienstleister wie Bakkt singen. Auch im Zusammenhang mit Ethereum Futures kam der Aufsichtsbehörde in den USA eine zentrale Rolle zu. Nun äußerte sich der CFTC-Vorsitzende mit einer potenziellen Einschätzung zu Altcoins über die beiden genannten hinaus. Heath P. Tarbert, so der Name des CFTC-Chefs, meldet sich mit einer Meinung zu Wort, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jeder Branchenkenner teilen wird. Worum geht es im Einzelnen? Im Falle der sogenannten Security Token sieht Tarbert die Möglichkeit zur Einordnung in den Rohstoffsektor.

Klare Zuständigkeiten für behördliche Einordnung?

Im gleichen Statement ließ der Vorsitzende der Rohstoffaufsicht durchblicken, er könne sich einen Marktstart für ETH-Futures binnen 12 Monaten ab heute vorstellen. Die Überführung von Security Token in den Rohstoffsektor zeigt aus Tarberts Sicht scheinbar, dass Grenzen zwischen dem Krypto-Kontext und klassischen Finanzmarktprodukten durchaus fließend sind. Und das auch wechselseitig. Seiner Auffassung nach können Rohstoffe theoretisch zu einem Asset des Kryptomarktes werden. Währenddessen könnten die digitalen Assets eben auch als Rohstoff eingestuft werden. Tarbert äußerte seine Bewertung im Rahmen einer Ansprache während der DC Fintech Week zum Wochenbeginn. Stablecoins übrigens bewertet der CFTC-Experte ähnlich. Einzig Ethereum und den Bitcoin nimmt Tarbert aus. Richtig sei ungeachtet aller Möglichkeiten, dass die Einstufung digitaler Währungen der SEC in den USA obliege. Brancheninterne Organisationen zur Selbstregulierung könnten diese Aufgabe nicht übernehmen. Am internationalen Kryptomarkt entstehen solche SROs zunehmend.

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Tarbert: Kryptobranche kann sich nicht selbst regulieren

Anbieter von ICOs und Blockchain-Unternehmen wählen diesen Weg zunehmend, um Vertrauen zu schaffen. Auch mit Blick auf behördliche Bestimmungen möchte die Branche guten Willen und Transparenz an den Tag legen. In der Branche selbst halten viele Experte von der Ankündigung nicht unbedingt viel. Schon deshalb nicht, weil es bisher keine Beispiele für einen solchen Transfer eines Kryptoassets zum Rohstoff gab. Die CFTC selbst hat sich aber ihrerseits noch nicht für eine einheitliche Richtung entschieden. Tarbert jedenfalls teilte mit, es gebe noch reichlich Handlungsbedarf. Gerade im Bereich der Börsen, über die Händler ETH, Litecoin oder Bitcoin kaufen, fehle es an einheitlichen Rahmenbedingungen. Der Chef der Behörde räumte aber verschiedene gute Ansätze (beispielsweise im Kampf gegen Geldwäsche) ein. Auch hier wird die Branche bedingt eine andere Meinung vertreten. Denn Regulierungen haben dem Markt vielerorts einen Dämpfer verpasst.

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