Coinmarketcap reagiert auf kritische Bitwise-Studie

Die Aussagen einer aktuellen Bitwise-Studie zu vermeintlich fehlerhaften Bitcoin Handelsvolumen nimmt Coinmarketcap zum Anlass für System-Korrekturen.

Kunden verlassen sich bei vielen Börsen auf Fehlinformationen

Kaum eine Woche ist es her, dass bekannt wurde, dass Coinmarketcap zwei Krypto-Indizes ins Rennen schickt. Und schon folgt die nächste Meldung zum Portal, dass unter anderem über aktuelle Handelsvolumen zu digitalen Währungen von Ethereum über Litecoin bis Zcash und natürlich zahllosen anderen Coins informiert. Die neue Meldung aber ist weniger positiv als die Information zu den neuen Indizes. Bezug nimmt die Stellungnahme des Anbieters auf eine Studie des Dienstleisters Bitwise Asset Management aus der vergangenen Woche. Aus der Analyse ging hervor, dass auf vielen Börsen und Krypto-Plattformen verfälschte Daten zu den Handelsvolumen rund um den Bitcoin. Insgesamt hatten die Experten in der Auswertung unter dem Studiennamen „The Real Bitcoin Market“ rund 80 unterschiedliche Börse Lupe genommen.

Coinmarketcap kündigt umgehende Reformen an

Die Ergebnisse fielen dramatisch aus. Um bis zu 95 Prozent weichen die Angaben auf Börsen und Branchen-relevanten Portalen von den errechneten korrekten Werten ab. Auch Coinmarketcap gibt der Studie zufolge schon seit einigen Jahren fehlerhafte Informationen an Besucher der Webseite aus. Wichtig ist dies natürlich nicht allein für Anleger, die Bitcoin kaufen möchten. Denn es scheint nicht gänzlich ausgeschlossen, dass die kritisierten Datenbanken auch mit Blick auf andere Digitalwährungen von den Tatsachen abweichende Zahlen angegeben haben und dies auch weiterhin tun. Positiv fällt auf, dass Coinmarketcap – anders als manch anderer in der Kritik stehende Dienstleister der Branche – zeitnah Korrekturen seiner Arbeitsweise und des Systems ankündigte. Dies mag unter anderem anderen auch daran liegen, dass Bitwise seine Analyse auch der Aufsichtsbehörde SEC hatte zukommen lassen.

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Viele große Börsen arbeiten scheinbar mit falschen Daten

Selbige befasst sich momentan mit der Frage nach einer möglichen Zulassung von börsengehandelten Fonds (ETFs) auf Basis des Bitcoin. Coinmarketcap sicherte inzwischen zu, vor allem die zugrunde liegenden Metriken optimieren zu wollen. Die Reaktion lässt sich andererseits sicher auch damit begründen, dass die Webseite zu den 500 Seiten mit den meisten Zugriffen überhaupt im WWW handelt. Derartige Vorwürfe, wie sie die Studie beinhaltet, können hier einen entsprechend großen Schaden anrichten. Schon weil die Angaben auf Coinmarketcap selbst zu Schwankungen bei den Krypto Kursen führt. Neben der Plattform bezieht sich die Studie auch auf etliche andere Börsen der ersten Riege am Markt, beispielsweise Kraken oder Binance.

Featured Image: Von Piotr Swat | Shutterstock.com

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