G20 befindet FATF Regeln für Kryptobranche für gut

Die Staaten der G20 haben sich am Rande ihres Treffens auch mit der Kryptowelt befasst. Die kürzlich veröffentlichten Ideen der FATF hält man für sinnvoll.

Staaten der G20 unterstützen Pläne der FATF durchgehend

Als im Juni bekannt wurde, welche Auflagen und Richtlinien, die Financial Action Task Force (FATF) für die Kryptobranche und den Bereich zwischen Blockchain-Dienstleistungen und ICOs zugrundelegen möchte, gab es vonseiten vieler Krypto-Unternehmen einen durchaus großen Aufschrei. Die Ziele der FATF gingen vielen Branchenvertretern schlicht zu weit. Etliche Kryptobörsen für den Bitcoin Kauf und den Handel mit Altcoins von Ark bis ZCash insgesamt sehen in den Plänen einen gravierenden Eingriff in die eigene Handlungsfreiheit. Für die Mitglieder der G20-Staaten ist der Widerstand aber keineswegs ein Grund, auf eine Unterstützung der Empfehlungen zu verzichten. Einmal mehr sorgt diese Nachricht für Sorgenfalten innerhalb der Branche. Für zu weitreichend und teils auch nicht umsetzbar hält manches Krypto-Unternehmen die Leitlinien, die von der FATF kürzlich mehr oder weniger klar formuliert publik gemacht wurden.

Von „fragwürdigen“ Ansätzen war hier in einigen Fällen gar die Rede. Der Grund: Sowohl für die Börsen und Wallet-Anbieter als auch Unternehmen, die eigene Coins ausgeben möchten, sollen die Vorgaben in vielen Punkten unpassend sein.

Kampf gegen Geldwäsche hat höchsten Stellenwert

Dies aber ändert nichts daran, dass die „Group of Twenty“, wie die G20-Staaten international gerne genannt werden, ihre Unterstützung für die Pläne bekannt geben. So geschehen im Rahmen der Zusammenkunft im japanischen Osaka. Verschiedene Gesetzgeber hatten schon vor fast zwei Wochen ihre Zustimmung für die geplante Krypto-Regulierung zum Ausdruck gebracht. Vollkommen überraschend ist die Rückmeldung der G20-Länder natürlich nicht. Schließlich handelt es sich bei der FATF selbst um einen internationalen grenzübergreifenden Zusammenschluss. Im Zentrum der Vorhaben steht der Kampf gegen die Finanzierung von Terror sowie gegen Geldwäsche. Schon die wahrscheinlich kommende Pflicht zum Sammeln von Kundendaten stößt bei vielen Kryptobörsen auf harschen Widerstand. Die Betreiber halten diese Forderung (samt der Führung von Datenbanken zu Transaktionen der Kundschaft) für einen Vertrauensbruch.

Ganz abgesehen von den zusätzlichen Kosten, die die Umsetzung der Leitlinien verursachen wird. Erschwerend kommen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Wahrung der Kundenidentitäten.

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Branche hält die Maßnahmen für zu übergriffig

Die FATF sieht zwar in ihrem Bericht nicht generell eine „Bedrohung der weltweiten Finanzstabilität“ durch Kryptowährungen wie Ethereum oder Ripple gegeben. Zumindest im Moment nicht. Dennoch zielt die Gruppe auf strengere Regeln ab. Die G20-Ländern kamen nun zur Erkenntnis, dass die Arbeit des „Financial Stability Board“ (FSB) unterstützenswert sei. Auch die Arbeit anderer Gremien heißen die führenden Wirtschafts- und Entwicklungsländer willkommen. Die FATF-Leitlinien zur Geldwäsche-Bekämpfung und weiterer potenzieller Straftaten jedenfalls hält man für richtig. Das Ziel sei ein stabiles „internationales Netzwerk“ für die FATF. Alle in Betrachtung gezogenen Standards sollten realisiert werden. Bei Gegnern der Pläne heißt es wie gehabt, den vermeintlichen Experten der Taskforce fehle es am nötigen Verständnis für die Kryptobranche.

Insbesondere sei es kaum möglich, in der Bankenwelt geltende Regulierung direkt auf Krypto- und Blockchain-Unternehmen auszuweiten. Dass die FATF aufgrund solcher Kritik nochmals an den eigenen Konzepten arbeiten wird, ist allerdings alles andere als realistisch.

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