Bitcoin Future an der CME erreicht Rekordvolumen

Der Bitcoin Future an der Chicago Mercantile Exchange hat in der vergangenen Woche ein Rekordvolumen erreicht. An einem Tag wurden Kontrakte im Gegenwert von mehr als 112.000 Bitcoins gehandelt. Der Kursaufschwung weckt damit offensichtlich neues Interesse.

Am vergangenen Freitag teilte die CME Group via Twitter mit, dass am 4. April ein neues Allzeithoch beim Handelsvolumen des Bitcoin Futures erreicht worden sei. Am betreffenden Tag wurden demnach mehr als 22.500 Kontrakte gehandelt. Die Kontraktgröße ist auf 5,0 Einheiten Bitcoin festgelegt. Demensprechend belief sich das Handelsvolumen auf mehr als 112.500 Bitcoins. Der bisherige Rekord von 64.300 Einheiten war am 19. Februar aufgestellt worden.

Das Interesse wächst mit den Kursen

Der neue Rekord dürfte im Wesentlichen auf die steigenden Kurse von Bitcoin und Co. zurückzuführen sein. Die jüngst gestartete Rallye trieb den Kurs der wichtigsten Kryptowährung über die psychologisch wichtige Marke von 5000 USD. Am Montagnachmittag notierte der Kurs bei 5155 USD, die Marktkapitalisierung des Bitcoin lag damit über der Marke von 90 Milliarden USD.

Auch viele andere Kryptowährungen haben in letzter Zeit deutlich an Wert zugelegt. Ethereum etwa stieg auf mehr als 175 USD, der Litecoin Kurs lag am Montag bei knapp 90 USD. Die lange Baisse ist jedoch damit längst nicht vorüber. Nur drei Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und Ripple) verzeichnen Marktkapitalisierungen jenseits der Marke von 10 Mrd.  USD.  Elf weitere Kryptowährungen waren Stand Montagnachmittag mindestens 1 Milliarde USD wert.

Steigen institutionelle verstärkt ein?

Der Handel mit Bitcoin Futures an der CME ist vor allem für institutionelle Anleger interessant. Die meisten Privatanleger verfügen dagegen nicht über die für den Handel mit Futures notwendigen Kenntnisse. Das Rekordhoch beim Handelsvolumen des Futures ist deshalb ein Indiz für wachsendes Interesse unter institutionellen Marktteilnehmern.

Die CME könnte im Laufe des Jahres Konkurrenz bekommen. Das US-Unternehmen Bakkt, hinter dem unter anderem die Börse ICE steht, plant den Launch eigener Futures inklusive einer umfangreichen Lösung für Storage und Custody. Anders als die CME Futures sollen die Bakkt Futures eine physische Lieferung von Bitcoins vorsehen. Im Fall der CME ist Cash Settlement vorgesehen.

Die steigenden Kurse dürften auch die Spekulationen um die Zulassung des ersten Bitcoin ETFs wieder anheizen. Zuletzt hatte die US Börsenaufsicht SEC eine Entscheidung über einen Antrag in den Mai verschoben. Die nach wie vor hohe Volatilität und die starken, kaum auf sachliche Gründe zurückzuführenden Richtungswechsel der Märkte sind jedoch aus Sicht von Behörden und Anlegerschützern auch ein potentielles Gegenargument gegen die Zulassung von Produkten für den Massenmarkt.

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