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Schweizer Gesetzesreformen sollen die Krypto-Industrie stärken

Der Blockchain Act hat es durch das Parlament geschafft und wird Anfang nächsten Jahres umgesetzt

Das Schweizer Parlament hat kürzlich Reformen des Finanz- und Gesellschaftsrechts verabschiedet, um das Wachstum der Krypto- und Blockchain-Industrie zu fördern. Die Gesetzesreformen, die als „Blockchain Act“ bezeichnet werden, sollen bis 2021 in Kraft treten.

Es scheint, dass diese Gesetze bereits seit November 2019 in Arbeit sind. Damals wurde berichtet, dass die Schweizer Regierung die Verabschiedung von Gesetzesreformen zur Unterstützung der aufstrebenden Industrie in Erwägung ziehe.

Im Zuge des neu verabschiedeten Gesetzes gelten die die Blockchain-Technik betreffenden Revisionen nun auch für die Konkurs- und Wertpapiergesetze. Darüber hinaus bietet das Gesetz auch einen rechtlichen Rahmen für tokenisierte Aktien und allgemeine Transaktionen zum Umtausch von Kryptowährungen.

Darüber hinaus bietet das Gesetz auch eine rechtliche Grundlage für eine umfassendere Asset Tokenization. Das bedeutet, dass Firmen nun digitale Versionen ihrer Vermögenswerte – wie Kunst, Immobilien und andere – auf Blockchain-Plattformen auflisten dürfen.

Die im Land ansässigen Branchenbeteiligten scheinen diese neuen Gesetze zu begrüßen. Heinz Tännler, Präsident der Swiss Blockchain Federation, hält die Reformen für einen wichtigen Fortschritt für die Schweiz.

„Ab dem nächsten Jahr verfügt die Schweiz über einen der fortschrittlichsten Rechtsrahmen der Welt“, meinte er.

Auch das Nachbarland Liechtenstein arbeitet intensiv an Blockchain-Gesetzen; wobei jene Regierung einen anderen Ansatz verfolgt, indem sie neue Gesetze schafft, anstatt ihr derzeitiges Rechtssystem zu ändern.

In den letzten Jahren haben sich über 900 Blockchain-Unternehmen in der Schweiz, die heute als „Krypto-Nation“ bezeichnet wird, niedergelassen. Das Land beheimatet eine Vielzahl von Unternehmen der Branche, darunter Vermögensverwalter, Krypto-Banken, alpine Krypto-Tresore, Blockchain-Unternehmen sowie digitale Börsen und Währungsprojekte.

Der gesetzliche Rahmen bietet Schweizer Banken ein gewisses Maß an Sicherheit, da diese zuvor Unternehmen der Krypto- und Blockchain-Industrie skeptisch gegenüberstanden, aus Angst vor einer neuen Welle der Geldwäscherei.

Man erkannte jedoch auch die Gefahr, eine Revolutionierung des Finanzwesens zu verpassen, wenn man die Branche zu lange scheuen würde. Einige Banken, wie zum Beispiel die UBS und die Credit Suisse, verrieten unlängst, dass sie das Potenzial des DLT-Tradings testen. Sie sind auch Teil eines Konsortiums, das hinter einem Projekt für digitale Zahlungstoken steht, das zu einer schnelleren Abwicklung von Handelsgeschäften beiträge.

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