KFC Venezuela akzeptiert Dash

Ab der kommenden Woche können KFC-Kunden in Venezuela mit der Kryptowährung Dash bezahlen. Zunächst wird diese Möglichkeit in der Hauptstadt Caracas, später an zwei Dutzend weiteren Standorten verfügbar sein. Dem Coin beschert die Akzeptanz im inflationsgeplagten Venezuela Aufmerksamkeit bis hin zum Forbes Magazine.

KFC Entscheidung beschleunigt Akzeptanz in Venezuela

Venezuela leidet unter einen Hyperinflation. Laut Berechnungen des Internationalen Währungsfonds wird die Inflationsrate in diesem Jahr eine Million Prozent erreichen. Alternativen zur offiziellen Währung sind deshalb nicht nur zum Vermögenserhalt, sondern auch für den täglichen Gebrauch längst essentiell.

Dash (Digital Cash, digitales Bargeld) ermöglicht Transaktionen in Sekundenschnelle und eignet sich dadurch auch für Bezahlvorgänge in Schnellrestaurants, Supermärkten etc. Dass die Währung in Venezuela präsent ist, liegt auch an einer Kooperation mit der Plattform CoinCola. Diese ermöglicht dem unkomplizierten Tausch lokaler Währungen in Kryptowährungen, darunter auch Dash.

In der kommenden Woche wird Dash durch ein KFC Schnellrestaurant in Caracas akzeptiert, später sollen 24 weitere Standorte im ganzen Land folgen. Die Nachricht erfreute sich großer Aufmerksamkeit. Alejandro Echeverría, Mitbegründer von Dash Help, kam sogar im Forbes Magazine zu Wort. Dort beschreibt der die zunehmende Akzeptanz von Dash in dem südamerikanischen Land.

Größere Bereitschaft wegen hoher Inflation

Demnach hätten zunächst kleine Familienunternehmen und Food Trucks Dash akzeptiert. Dass es nun allmählich gelinge, große Unternehmen zu gewinnen, sei eine „große Errungenschaft für die Kryptowährung“. Weitere größere Unternehmen mit bestehender Dash Akzeptanz in Venezuela sind Papa John´s Pizza, die Einzelhandelskette Traki und Subway.

Insgesamt gibt es in Venezuela derzeit knapp 2.500 Akzeptanzstellen. Deren Zahl soll Echeverría zufolge schon im kommenden Jahr vervierfacht werden. Dazu stattet Dash Merchant Geschäfte mit Point-of-Sale Terminals aus, die den Wechselkurs zwischen Dash und Bolivar miteinander verbinden. Wer Dash in einer Wallet verwahrt, entgeht so der Inflation der heimischen Währung und kann dennoch an allen kompatiblen Terminals bezahlen.

Dash statt Petro

Die auffallend rasche Adaption von Dash und anderen Kryptowährungen durch die Verbraucher in Venezuela hängt erkennbar mit der Hyperinflation zusammen. Die aktuellen Inflationsraten führen zu spürbaren Wertverlusten innerhalb eines Tages.

Die venezolanische Regierung hatte im Februar eine eigene, staatliche Kryptowährung an den Start gebracht. Der „Petro“ sollte demnach mit den Ölreserven des Landes besichert sein. Die Währung ist allerdings sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes umstritten und konnte sich nicht durchsetzen. Die US-Regierung verbot im März 2018 alle Geschäfte mit der Kryptowährung und sieht in ihrem Gebrauch einen Verstoß gegen US-Sanktionen. Die  -de facto entmachtete – Nationalversammlung Venezuelas erklärte den Coin für illegal.

Sichtbare Kursgewinne

Infolge der Bekanntgabe kam es zu sichtbaren Kursgewinne in der Größenordnung von 20 %. Der Kursverlauf der aktuellen Woche ist in der Abbildung unten zu sehen.

Dash Chart nach KFC Bekanntgabe

Screenshot: Das Kursverlauf – www.coinmarketcap.com

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