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Chef von Bitpanda: Nur 10 % der Bitcoin Börsen überleben

24. Oktober 2019 By Matthias Nemack

Die Kryptowelt ist im steten Wandel. Für den Bitpanda-Chef steht fest: Den Konkurrenzkampf wird nur jede zehnte Börse bis 2024 überleben können.

Bitpanda-CEO sagt Börsensterben vorher

Internationale Branchenkongresse und Messen sind immer ein guter Ort, um mal wieder für Schlagzeilen zu sorgen. Gleiches gilt für Interviews, wie Ripple-CEO Garlinghouse erst kürzlich demonstrierte. Er kritisierte in harschen Worten Facebooks Libra bzw. das Verhalten des Entwicklers im Hinblick auf Befürchtungen aus Politik und Wirtschaft. Am Rande des Wiener Blockchain Finance Forums (BFF19) nutzte Eric Demuth die Gunst der Stunde, um auf seine Prognosen rund um den Markt der Kryptobörsen hinzuweisen. Wem dieser Name nichts sagt: Demuth ist nicht nur einer der Mitgründer der erfolgreichen österreichischen Börse Bitpanda. Er ist zugleich ihr derzeitiger CEO.

Die kommenden fünf Jahre werden entscheidend sein

In dieser Rolle malte er die Zukunft der Branche in seiner Rede vor Experten aus aller Welt nicht unbedingt in bunten Farben. Für ihn steht fest, dass Händler, die Bitcoin kaufen und ihre Wallets über Börsen mit Altcoins wie Ethereum füllen möchten, nicht dauerhaft die aktuelle große Auswahl haben werden. Vor Vertretern der Bankenwelt und der Finanzbranche insgesamt äußerte er die Prognose: Spätestens zum Ende des Jahres 2024 werden Kryptofans miterleben, wie etwa 90 % aller Handelsplattformen sprichwörtlich das Zeitliche segnen. Damit sieht der CEO dieselbe Entwicklung wie im Bereich der Altcoins vorher. Schließlich verschwinden dort parallel zum Entstehen immer neuer Token durch ICOs, IEOs oder STOs stetig neue Währungen. Nicht immer handelt es sich dabei um erfolgreiche oder seriöse Angebote.

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Zukunft gehört den Börsen mit guten Konzepten

So handelt es sich im Grunde um eine Art Marktbereinigung, wie sie von Zeit zu Zeit passiert. Eine Quote von 90 % aller Börsen binnen fünf Jahren aber ein durchaus umstrittener Wert. Allein ist Demuth mit seiner Einschätzung indes nicht. Auch der Europa-Chef der erfolgreichen Börse OKCoin, Jovan Gavrilovic, schloss sich im Rahmen des Kongresses an. Als „alter Hase“ bestätigt er aus der Erfahrung der vergangenen fünf Jahre, dass sein Kollege die Lage richtig einschätze. Garantien, dass die Vorhersage eintritt, gibt es aber nicht laut Gavrilovic. Dazu sei der Markt nach wie vor zu dynamisch und volatil. Dass aber viele Börsen dem Wettbewerb nicht standhalten werden, liege auf der Hand. Am Ende werden dem OKCoin-Manager die Dienstleister stehen, deren Produkte Investoren und Kunden die bestmögliche Markttiefe garantieren.

Featured Image: Von TZIDO SUN | Shutterstock.com

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