Ethereum Future: US-Behörde CFTC stellt Informationsanfrage

Die US-Behörde CFTC will mehr Informationen über Ethereum einholen und hat dazu eine öffentliche Anfrage in das amerikanische Pendant zum Bundesanzeiger eingestellt. Zum Netzwerk werden zahlreiche Fragen gestellt. Von den Antworten darauf könnte auch abhängen, ob es in nächster Zeit zur Zulassung von Ethereum Futures oder anderen, regulierten Finanzprodukten kommt.

Die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) erwartet auf die Anfrage öffentliche Kommentare. Jeder innerhalb von 60 Tagen eingehende Kommentar soll demnach im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Die Behörde erhofft sich von der Maßnahme ein besseres Verständnis von Ether und seinem Einsatz im Ethereum Netzwerk.

Welche Fragen hat die CFTC?

Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll insbesondere die Abteilung LabCFTC gestärkt werden. LabCFTC wird auch als FinTech-Abteilung bezeichnet und soll Möglichkeiten zur Regulierung einem zunehmend von neuen Technologien geprägten Umfeld ermöglichen.

In dem Antrag sind mehr als zwei Dutzend Fragen aufgelistet. Diese beziehen sich auf die drei Themenbereiche „Zweck und Funktionalität“, „Technologie“, „Unternehmensführung“ sowie „Märkte, Aufsicht und Regulierung“.

Fragen zu Zweck und Funktionalität

Gleich zu Beginn wird gefragt, was der Antrieb für die Entwicklung von Ethereum gewesen sei – ganz besonders im Hinblick auf die Existenz des Bitcoin. Gefragt wird nach den „Funktionalitäten und Fähigkeiten“ von Ether und dem Ethereum Netzwerk im Vergleich zu denen von Bitcoin. Ebenso wird nach einem konkreten Anwendungsfall oder Beispiel gefragt, das diese Fähigkeiten demonstrieren könne.

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Fragen im Bereich Technologie

Im Bereich Technologie fragt die CFTC einleitend, wo es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Technologien von Ethereum und von Bitcoin gebe. Danach wird gefragt, ob sich das Netzwerk Skalierungsherausforderungen gegenübersieht und wie genau diese und mögliche Antworten darauf beschaffen seien. Ferner möchte die Behörde wissen, ob ein Proof-of-Stake Konsensverfahren bereits unter skalierten Bedingungen getestet worden sei und welche Erfahrungen damit gemacht wurden. Sehr gezielt wird nach speziellen Schwächen im Vergleich zu einem Proof-of-Work-Verfahren gefragt. Die CFCT verweist in dieser Hinsicht darauf, dass beim Proof-of-Stake-Verfahren die Chance auf das Generieren eines Blocks mit der gehaltenen Menge Coins im Zusammenhang stehen kann.

Fragen im Bereich Governance

Im Bereich Governance wird wiederum nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Vergleich zu Bitcoin gefragt. Zudem stellt die CFTC die Frage, ob die aus der Ethereum Classic hervorgegangene Blockchain Schwachstellen im Hinblick auf künftige Hard Forks aufweist.

Fragen im Bereich Aufsicht und Regulierung

In diesem Bereich wird nach Schutzmechanismen gefragt, die Manipulationen oder andere Maßnahmen an der Blockchain vermeiden, die den Ether Market behindern oder stören könnten. Gefragt wird auch nach Risiken und Hindernissen für die verlässliche Konvertierung von Ether in gesetzliche Zahlungsmittel.

Besonders wichtig: Die CFTC fragt explizit nach den Erfordernissen des kommerziellen Risikomanagements für derivative Kontrakte auf Ether. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Behörde die Zulassung eines Ethereum Futurs grundsätzlich plant, zuvor aber noch Informationen einholen und Vorbereitungen treffen möchte.

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