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Gemini: neuer Versicherungsschutz für Krypto-Investments

17. Januar 2020 By Matthias Nemack

Bisher gibt es nur wenig effiziente Versicherungsmodelle bei Kryptobörsen. Gemini will nun als Vorreiter einen Beitrag in puncto Anlageschutz bieten.

Bisheriger Schutz wird weiter ausgebaut

In ihrer aktuellen Veröffentlichung zum neuen Servicemodell verweist die Börse Gemini darauf, dass es am Markt bisher keine vergleichbaren Leistungen gebe. Worum geht es? Gemeint ist der Versicherungsschutz, den die Bitcoin-Plattform ihrer Kundschaft in Zukunft bieten möchte. In der Tat macht die gestrige Meldung durchaus Hoffnung. Nach Hackerangriffen oder anderen Schäden, die Kunden Geld in Währungen wie Bitcoin oder Ethereum kosteten, hatten Investoren in der Vergangenheit leider oft das Nachsehen. Nicht immer können Kundinnen und Kunden frühzeitig entspannen, wie es im Falle der Börse Upbit der Fall war nach dem Diebstahl einer ETH-Menge im mittleren sechsstelligen Bereich. Gemini hat nun eine eigene Versicherungsgesellschaft ins Leben gerufen bzw. den bisherigen Custody-Schutz weiter optimiert.

Winklevoss setzt bei Kundenvertrauen auf Versicherung

Hier geh es darum, in Digital-Fonds investierte Kundengelder für den Fall der Fälle abzusichern. Die auf den Namen Nakamoto Ltd. hörende Versicherungsgesellschaft ist laut der Börse nicht nur zu 100 % Eigentum von Gemini. Zudem taucht in der Stellungnahme als Haftungsbeschreibung der Begriff der Selbstversicherung an. Auf 200 Mio. USD beziffert das Unternehmen die Obergrenze. Abgedeckt sein sollen Gelder von Gemini Custody-Kunden. Laut Firmenpräsident Winklevoss gibt es am Markt für Kryptobörsen bis dato keinen vergleichbar hoch angesetzten Versicherungsschutz. Nach Auffassung von Winklevoss stellt das Thema Versicherung für sich ein wichtiges Thema dar, welches zugleich ein Hindernis auf dem Weg zu steigenden Kundenzahlen darstelle. Neue oder bessere Versicherungsleistungen könnten der Grundstein für einen größeren Erfolg digitaler Währungen wie Litecoin oder BTC sowie anderen digitalen Vermögenswerten im sogenannten Mainstream sein.

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Kunden wirtschaftlich besser gegen Krypto-Risiken schützen

Gemini möchte nun entsprechend wichtige Signale aussenden. Der Branche möchte das Unternehmen also gewissermaßen als Vorbild dienen. Dass die Börse eine eigene Gesellschaft für den Versicherungsschutz gegründet hat, liegt in der Natur der Sache. Die Mehrheit der etablierten Versicherer vertritt Kryptowährungen gegenüber nach wie vor eine skeptische Position. Neben der hohen Schwankungsbreite am Markt spielen ohne Frage auch die erwähnten Risiken wie Cyberkriminalität in Form von Hackerangriffen, Malware oder Datenklau eine Rolle. Zwar gibt es mit Coinbase einen US-amerikanischen Dienstleister, der bereits im Frühjahr 2019 die Einführung eines Versicherungsschutzes in Höhe von 255 Mio. US-Dollar ankündigte. Der Unterschied: Bei Coinbase geht es um die Absicherung von Geldern in Hot Wallets, während Gemini Custody auf den Ansatz der Offline-Speicherung der Kryptogelder setzt. Gemini hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Blick auf das Versicherungsthema Parallelen zum klassischen Finanzmarkt zu schaffen.

Featured Image: Von Werner Moser | Pixabay