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Indische Krypto-Firmen bleiben trotz widersprüchlicher Gerüchte über Krypto-Verbot hoffnungsvoll

Nachrichten über eine Wiedereinführung des Verbots von Kryptowährungen halten lokale Krypto-Unternehmen nicht davon ab, ihre Geschäftstätigkeit auszuweiten

Trotz Spekulationen über eine mögliche Wiedereinführung des Verbots weiten Krypto-Startups in Indien weiterhin ihre Geschäftstätigkeit aus und bringen Produkte auf den Markt.

Das indische Finanzministerium hat vor kurzem einen Gesetzesentwurf für ressortübergreifende Konsultationen vorgelegt, der das Verbot virtueller Währungen wieder aufleben lassen könnte.

Der Krypto-Markt hat seit März, als der Oberste Gerichtshof das umstrittene Handelsverbot der Reserve Bank of India (RBI) für den Handel mit Kryptowährungen aufhob, erheblich an Dynamik gewonnen. Kryptofans und Gründer von Krypto-Startups blicken optimistisch auf die Zukunft digitaler Währungen in Indien und halten ein erneutes Verbot für höchst unwahrscheinlich.

„Ich denke nicht, dass ein Grund zur Sorge besteht. Der Artikel basiert auf einer Meldung, aus der nicht klar hervorgeht, ob das Finanzministerium beabsichtigt, das alte, strittige Krypto-Gesetz zu überarbeiten, oder ein neues Gesetz einzuführen“, erklärte Nischal Shetty, CEO von WazirX.

„Ein Verbot ist keine Lösung, und ich glaube nicht, dass Indien sich hier für eine suboptimale Lösung entscheidet. Indien hat sich in Sachen Technologie in die richtige Richtung entwickelt. Ich bin zuversichtlich, dass wir in die Fußstapfen entwickelter Länder treten werden, die sich Kryptotechnik geöffnet und positive Regelungen eingeführt haben“, fügte er hinzu.

WazirX ist eine Krypto-Börse mit Sitz in Mumbai. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und hat über 400.000 registrierte Nutzer.

Anfang dieser Woche eröffnete die Krypto-Börse CoinDCX eine neue Online-Plattform und Tochtergesellschaft namens DCX Learn. Die Plattform bietet Lehrinhalte zu den Themen Kryptowährung und Blockchain-Technik an. Die Einführung von DCX Learn erfolgt nachdem das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde der Serie A von Bain Capital, einer privaten amerikanischen Investmentfirma, mit drei Millionen Dollar finanziert wurde. Auch Polychain Capital und Coinbase Ventures tätigten eine strategische Investition in Höhe von weiteren 2,4 Millionen Dollar.

Sumit Gupta, Mitbegründer und CEO von CoinDCX, ist der Ansicht, dass der Zeitpunkt für ihr neues Produkt angesichts der Gerüchte über das Verbot von strategischer Bedeutung ist.

„Wir sehen die jüngsten Nachrichten über ein mögliches Verbot nicht direkt als Problem. Bei all der Verwirrung im Zusammenhang mit den Vorschriften ist es tatsächlich noch wichtiger, dass die Menschen die Technologie verstehen. Genau das ermöglicht DCX Learn“, erklärte Gupta.

Anfang Juni dieses Jahres lancierte der Krypto-Aggregator CoinSwitch eine Börsen-App zum Handel mit indischen Rupien (INR) exklusiv für den indischen Markt. Die Anwendung namens Kuber ermöglicht Benutzern den Kauf, Verkauf und Handel mit digitalen Vermögenswerte durch INR, wobei über 100 Kryptowährungen verwendet werden können.

Auch der globale P2P-Bitcoin-Marktplatz Paxful baute seine Geschäftstätigkeit in Indien aus. Eine vom Unternehmen durchgeführte Umfrage über das Potenzial von Kryptowährungen in Indien ergab, dass über 75,8 % der Befragten sich bei Geldüberweisungen auf digitale Währungen verlassen.

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