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Monats-News-Rückblick Mai 2021: Was passiert, wenn sich der Markt erholt?

Der Bitcoin-Kurs fiel in die Region um 30.000 US-Dollar, obwohl der Kryptomarkt von institutionellen Investoren angenommen wurde.

Krypto-Markt erlitt weitreichende Verluste

Der Kryptowährungsmarkt erlebte einen seiner schlimmsten Monate seit fast einem Jahr und verlor dabei rund eine Billion Dollar. Der Bitcoin als führende digitale Währung stürzte um fast 50 % ab, als sein Kurs nach einem massiven Ausverkauf in die Region von 30.000 US-Dollar fiel. Nun erholte sich der Kurs wiede, derzeit wird BTC um 40.000 USD gehandelt. Ethereum stieg Anfang des Monats auf ein Allzeithoch über 4.500 USD, büßte aber ebenfalls mehr als 50 % seines Wertes ein und wird nun knapp über 2.000 USD gehandelt. Zusätzlich zu diesen beiden erlitten auch die anderen führenden Kryptowährungen einschließlich Binance Coin, Cardano, Dogecoin, Polkadot, Litecoin massive Verluste.

Der Kurseinbruch hatte auch einen großen Einfluss auf den Markt. Führende Kryptobörsen wie Binance, Kraken, Gemini und Revolut waren während des Kursabsturzes außer Betrieb, so dass es Millionen Händlern unmöglich war, entweder den Dip zu kaufen oder ihre Vermögenswerte zu verkaufen.

Traditionelle Finanzinstitute bieten kryptobezogene Dienstleistungen an

Trotz des Marktcrashs wurde der Kryptowährungsmarkt von zahlreichen traditionellen Finanzinstituten angenommen. Der Bankenriese UBS gab bekannt, dass er verschiedene Möglichkeiten untersucht, um Kunden Zugang zu Kryptowährungen zu bieten. Die Schweizer Bank möchte ihren wohlhabenden Kunden erlauben, einen Teil ihres Vermögens in Kryptowährungen zu investieren.

Allerdings muss sie noch entscheiden, welche Krypto-Investmentprodukte sie einführen will. Als nächstes Finanzinstitut enthüllte die Citigroup, sie arbeite daran, Kunden Kryptowährungsdienstleistungen anzubieten. Die Investmentbank sagte, dass es bei ihren Kunden eine hohe Nachfrage nach Krypto-Dienstleistungen gibt, weshalb sie daran arbeitet, Kunden den Zugang zu Krypto-Produkten zu ermöglichen. Die Bank sagte jedoch, sie werde ausschließlich regulatorisch konforme Dienstleistungen einführen.

Die Investmentbank Cowen war ein weiteres großes Finanzinstitut, das seinen Eintritt in den Kryptowährungsraum ankündigte. Die Bank sagte, sie werde Kryptowährungs-Verwahrdienste für Hedgefonds und Vermögensverwalter anbieten. Durch den Schritt würde Cowen zu einer der ersten Wall Street-Firmen werden, die Kunden solche Dienstleistungen anbieten.

Wells Fargo machte ebenfalls einen Vorstoß nach der Ankündigung, wohlhabenden Kunden Zugang zu Kryptowährungen bieten zu wollen. Die Bank sagte, sie wolle eine aktiv verwaltete Strategie für ihre vermögenden Kunden einführen. Wells Fargo sagte, dass es aufgrund der inhärenten Risiken auf dem Kryptomarkt derzeit beim Engagement in Kryptowährungen bleiben werde.

Anfang des Monats begann Goldman Sachs damit, Anlegern Bitcoin-Derivate anzubieten. Die Kunden der Bank haben nun Zugang zu Non-Deliverable Forwards (NDFs), wobei Goldman Sachs BTC-Futures in Block-Positionen bei der CME Group kauft und verkauft. S&P Dow Jones machte seinen Schritt durch die Einführung von drei Kryptowährungsindizes. Die neu eingeführten Indizes verfolgen die Performance von Bitcoin, Ether sowie einer kombinierten Performance von BTC und ETH gemessen an der Marktkapitalisierung. Die Online-Investmentfirma Saxo Bank startete ebenfalls ein Kryptowährungsangebot, das ihren Kunden die Möglichkeit bietet, BTC, ETH und LTC gegen die führenden Fiat-Währungen EUR, USD und JPY zu handeln. Die Firma sagte, dass dieser Service von einem einzigen Margin-Konto aus verfügbar sein werde, sodass Nutzer dafür keine Kryptowährungs-Wallet führen müssen.

Schlussendlich enthüllte MoneyGram, dass US-Kunden Kryptobestände in jeder Filiale im Land in bar abheben können. Der Zahlungsriese sagte, er beabsichtige, seine Dienste in den kommenden Monaten auf Europa und andere Teile der Welt auszuweiten. MoneyGram startete diesen Service in Partnerschaft mit Coinme.

SEC muss nun zwei Ethereum-ETFs prüfen

Die US-Börsenaufsicht SEC prüft derzeit neun Bitcoin-ETF-Anträge verschiedener Unternehmen. Allerdings hat sie nun alle Hände voll zu tun, da die Akzeptanz von Ethereum wächst. Diesen Monat haben VanEck und WisdomTree Anträge für Ether Exchange Traded Funds (ETFs) eingereicht. Dies sind die ersten beiden in den USA eingereichten Ether-ETF-Anträge. Nach Marktkapitalisierung ist Ethereum die zweitgrößte Kryptowährung. Immer ehr Investoren suchen einen Weg, um an diesem Vermögenswert teilzuhaben. Kanada hat bereits drei Ethereum-ETFs genehmigt, auf verschiedenen Börsenplattformen werden bereits einige weitere Bitcoin-ETFs gehandelt.

Verbot von Krypto-Aktivitäten dominierte die Schlagzeilen

Dieser Monat war auch von Unternehmen und Ländern geprägt, die Verbote und Einschränkungen für bestimmte Krypto-Aktivitäten erlassen haben. Tesla gab bekannt, den Bitcoin nicht mehr als Zahlungsoption für seine Elektroautos zu akzeptieren. Das Unternehmen nannte den massiven Energieverbrauch des Bitcoins und dessen Auswirkungen auf die Umwelt als Grund für die Einstellung dieser Zahlungsmethode.

China folgte mit zwei wichtigen Nachrichten bezüglich Kryptowährungen. Die National Internet Finance Association of China, die China Banking Association und die Payment and Clearing Association of China gaben gemeinsam bekannt, dass es Finanzinstituten und Zahlungsunternehmen verboten ist, Einzelpersonen oder Unternehmen Kryptowährungs-Dienste anzubieten. Der chinesische Vizepremier Liu He und der Staatsrat forderten daraufhin ein hartes Durchgreifen gegen Krypto-Mining- und Handelsaktivitäten. Im Bereich Krypto-Mining ist China weltweit führend, das Land macht über 60 % der gesamten Bitcoin-Mining-Aktivitäten aus.

Der Iran ging noch einen Schritt weiter und verbot Krypto-Mining-Aktivitäten für vier Monate. Das Land im Nahen Osten machte Mining für die häufigen Stromausfälle in Großstädten verantwortlich. Mining-Aktivitäten sind im Iran nun bis zum Ende des Sommers eingestellt, obwohl das Krypto-Mining Hunderte von Millionen Dollar für die Wirtschaft generiert.

PayPal will Kunden Krypto-Abhebungen auf externe Wallets erlauben

Der Online-Zahlungsgigant PayPal sagte, er arbeite an einer Funktion, die Nutzern das Abheben von Kryptowährungen auf Wallets von Drittanbietern ermöglichen werde. Derzeit erlaubt PayPal seinen Kunden, vier Kryptowährungen zu kaufen, zu verkaufen und zu halten. Allerdings ist es ihnen nicht erlaubt, die Coins auf andere Wallets zu übertragen. Die Ankündigung von PayPal kommt ein paar Wochen nachdem das britische Unternehmen Revolut enthüllt hat, dass seine Kunden Bitcoins auf externe Wallets abheben können. Der Trend könnte dazu führen, das mehr Zahlungsunternehmen Kunden eine solche Funktion anbieten.

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