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Neuseeländer wegen Geldwäscherei angeklagt

19. Oktober 2020 By Lacie-Mae Durham

Verhaftung und Anklage erfolgten durch die neuseeländische Polizei im Rahmen der Operation Brookings

Ein Neuseeländer wurde verhaftet und wegen Geldwäsche durch Kryptogeldtransaktionen und den Kauf von Luxusautos angeklagt.

Laut einem Bericht des NZHerald werden dem 40-jährige Mann aus Auckland 30 Anklagepunkte zur Last gelegt, wovon die meisten mit Geldwäsche zu tun haben. Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass der Mann in mehreren Geldwäsche-Transaktionen Tausende von Neuseeland-Dollar (NZD) gesammelt haben soll, um Kryptogeld zu kaufen. Andere behaupten, dass der Mann durch den Kauf von hochwertigen Fahrzeugen Geld gewaschen habe: ein Lamborghini im Wert von 634.026 NZD (421.000 USD) und ein schwarzer Mercedes G63 im Wert von 435.066 NZD (288.888 USD).

Der Mann wird auch beschuldigt, etwas mehr als 2,6 Millionen NZD (1,7 Millionen USD) gewaschen zu haben, die dann zum Kauf einer Immobilie in East Auckland verwendet wurden. Eine weitere Anklage wegen Geldwäsche besagt, dass er während seines Aufenthalts am Flughafen Auckland Anfang dieses Jahres im Besitz einer unbekannten Menge Bargeld zur Geldwäsche von einer Person war. Darüber hinaus wird dem Mann auch vorgeworfen, durch Betrug von einer Bank einen Kredit von etwas mehr als einer Million NZD erhalten zu haben.

Der Mann erschien vor dem Bezirksgericht von Auckland und wurde von Dianne Hale, der Gemeindevorsteherin, vorübergehend anonymisiert.

Seine Festnahme ist Teil der Operation Brookings der New Zealand Financial Crime Group. Die Ermittler namen dabei professionelle Vermittler ins Visier, die organisierte Verbrechen ermöglichten. Insgesamt wurden während der Polizeiaktion sieben Luxusfahrzeuge und drei Immobilien im Wert von mindestens 4,9 Millionen NZD (3,3 Millionen USD) beschlagnahmt.

Sechs Personen, darunter vier Männer und zwei Frauen, wurden angeklagt. Die Personen sind zwischen 29 und 65 Jahre alt und alle mit Geldwäscheklagen konfrontiert.

Im Juni dieses Jahres beschlagnahmte die neuseeländische Polizei Vermögenswerte in Höhe von 136,5 Millionen NZD (90,68 Millionen USD), die mit einem Mann aus Russland in Verbindung gebracht werden konnten, der der Geldwäsche von mehreren Milliarden US-Dollar in digitaler Währung verdächtigt wurde. Die Polizei habe diese Vermögenswerte beschlagnahmt, weil sie im Besitz eines Unternehmens mit Sitz in Neuseeland waren, das Alexander Vinnik gehörte, einem Mann aus Russland, der als Drahtzieher eines Bitcoin-Waschrings beschuldigt wird. Vinnik wird sowohl in Frankreich als auch in den Vereinigten Staaten gesucht.

Die US-Behörden beschuldigten Vinnik, seit 2011 die digitale Währungsbörse BTC-e für seine Straftaten wie Computer-Hacking und Drogenhandel genutzt zu haben. Vinnik hat die Vorwürfe bestritten und erklärt, er sei ein technischer Berater von BTC-e und nicht der Betreiber der Börse.

In der Geschichte der neuseeländischen Polizei handelte es sich hierbei um die größte Mittelbeschränkung überhaupt.