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Proof-of-Stake-Coins haben am Wochenende neue Höchststände erreicht

Während Bitcoin und ein Großteil des Kryptomarktes letzte Woche einbrachen, erlebten einige der energieeffizienteren Proof-of-Stake-Coins einen Höhenflug

Elon Musk trug zu noch mehr FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) auf dem Kryptomarkt bei, indem er  letzte Woche bekannt gab, dass Tesla aufgrund von Bedenken über die Verwendung fossiler Brennstoffe bei Bitcoin-Mining und Transaktionen keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren werde.

Diese Bedenken bestehen seit der Einführung von Bitcoin und haben ihre Berechtigung. 65 % der Bitcoin-Hashrate stammen aus China, wo 2019 etwa 78 % des Energieverbrauchs durch fossile Brennstoffe gedeckt wurden.

Bitcoin-Mining verbraucht schätzungsweise immer noch weniger Energie als physische Bankfilialen in den USA. Diese Tatsache hat dem Kurs der Kryptowährung jedoch nicht geholfen: In den zwei Stunden nach Musks Tweet ist Bitcoin um fast 16 % gesunken.

Am Wochenende fiel Bitcoin weiter und erreichte am Sonntag einen Tiefstand von 43.825 US-Dollar, was sich auch auf einen Großteil des restlichen Kryptomarktes auswirkte. Einige Coins aber trotzten dem Abwärtstrend.

Bitcoin basiert auf einem Proof-of-Work-Konsens-Mechanismus. Proof-of-Stake-Kryptowährungen verbrauchen aber deutlich weniger Energie. Einige von ihnen erreichten am Wochenende neue Allzeithochs (AZHs).

Einer der größten Gewinner unter den führenden Kryptowährungen war letzte Woche Polygon (MATIC) mit einem Anstieg von 78 %. Am Samstag erreichte der Kurs ein neues AZH von 1,89 US-Dollar. Polygon ist eine durch einen Proof-of-Stake-Mechanismus gesicherte Ethereum-Skalierungsplattform, deren jüngstes Wachstum wahrscheinlich durch die Migrationen verschiedener Projekte von Ethereum nach Polygon unterstützt wurde. Ethereum ist und bleibt nämlich eine Proof-of-Work-Blockchain.

Auch Cardano (ADA) entwickelte sich hervorragend und ist in der vergangenen Woche um 30 % gestiegen, um am Sonntag sein aktuelles AZH von 2,47 US-Dollar zu erreichen. Cardano wird durch das Proof-of-Stake-Protokoll Ouroboros gesichert, das angeblich viermal energieeffizienter ist als Bitcoin. In einer direkten Botschaft an Elon Musk hat die Cardano Foundation letzte Woche ihre Gemeinsamkeiten mit Tesla auf Twitter hervorgehoben.

Auch Kusama (KSM) trotzte dem Trend und legte am Freitag um 13 % zu, bevor er am Samstag ein AZH von 618,36 US-Dollar erreichte. Kusama ist das Live-Testnetzwerk für Polkadot (das am Samstag ebenfalls ein neues AZH erreichte) und erbt daher dessen renommierten Proof-of-Stake-Mechanismus. Die jüngste Rallye wurde möglicherweise durch die bevorstehende Einführung von Kusama-Parachains angetrieben. KSM-Token werden nämlich darüber abstimmen müssen, welche Projekte einen Platz auf ihnen erhalten sollen. Außerdem gibt es weniger KSM auf dem offenen Markt, da mehr als die Hälfte des Tokenangebots gestaked wird.

Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung könnte die Energieeffizienz von Proof-of-Stake-Blockchains – sowie deren oftmals niedrigere Transaktionsgebühren – in Zukunft die Nachfrage nach Proof-of-Stake-Kryptowährungen weiter ankurbeln.

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