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Ripple: SEC sieht Beweise, dass XRP ein Wertpapier ist

12. Januar 2020 By Matthias Nemack

Ripple bleibt mit der SEC im Clinch: Die Behörde will über Beweise verfügen, dass XRP ein Wertpapier und damit Zulassungs-pflichtig ist.

Ripple wegen XRP Verkäufen ohne Lizenz weiter unter Beschuss

Wie manch anderes Krypto-Unternehmen schlägt sich auch Ripple seit einiger Zeit immer wieder mit juristischen Problemen herum. Behördliche Bedenken sind hier eines der drängenden Probleme. Ähnliche Situationen kennen auch Unternehmen wie Bitwise, die derzeit Konflikte mit Aufsichtsbehörden wie der SEC austragen. Während die Börse Bitwise die Behörde endlich zur Zulassung der Bitcoin ETFs bewegen will, geht es im Falle von Ripple um eine Anklage in anderer Sache. Dem Unternehmen wurde bereits im vergangenen Sommer vorgeworfen, Wertpapiere ohne fehlende Registrierung verkauft zu haben. Schon damals wies die Ripple Foundation die Kritik so weit wie möglich von sich.

Problematische rechtliche Lage bleibt weiter gegeben

Das vermeintliche Dilemma: Neuesten Berichten zufolge sollen nun Beweise vorliegen, die die Argumentationskette der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde stützen sollen. Demnach läge eine Einordnung von Ripples XRP angeblich nahe. Dies wiederum würde in der Tat bedeuten, dass die US Securities and Exchange Commission keineswegs grundlos rechtliche Hebel in Bewegung gesetzt haben könnte. Denn dann hätte Ripple ausdrücklich eine Registrierung anstreben müssen. Deutlich wird in diesem Zusammenhang, wie viel Interpretationsspielraum noch immer rund um digitale Währungen wie Ripple oder auch Ethereum besteht. Hinzukommt: Im Bundesstaat Kalifornien soll das verantwortliche Unternehmen zudem gegen weitere Gesetze verstoßen haben. So sollen Gelder mit dem Ziel zur XRP-Listung auf verschiedenen Börsen geflossen sein. Auf diese Weise wollte man laut den Klägern einen Anstieg der Nachfrage erreichen.

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Die Lage bleibt unklar: Wann kommt rechtliche Verbindlichkeit?

Endgültige Rechtskräftigkeit bekommen solche Vorwürfe allerdings erst, wenn die eigentliche Rechtslage geklärt ist. Hier erschwert die verschwommene Trennlinie zwischen dem Unternehmen Ripple und dem XRP Token die eindeutige Definition. Ohne die Wertpapiert-Bewertung wären die „Klagepunkte“ haltlos. Ausgerechnet Statements von David Schwartz, seines Zeichens CTO im Hause Ripple, hatte XRP-Verkäufe in der Vergangenheit als wichtigste Einnahmequelle tituliert. Eben diese Aussagen befeuern aus Behörden- und Kritikersicht, dass XRP berechtigterweise eine Wertpapier-Kategorisierung verdient haben könnte. Bis es diesbezüglich endlich sprichwörtlich klare Verhältnisse gibt, wird es sicher noch eine Weile dauern. Gerade die SEC ist in den USA wiederholt wegen ihrer langsamen Arbeitsweise durch Krypto-Unternehmen wie eben Bitwise kritisiert worden.

Featured Image: Von Gerd Altmann | Pixabay

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