Ripple: Santander Bank ist von Zahlungsabwicklung überzeugt

Die Santander Bank ist von den Lösungen des Ripple Netzwerks für grenzüberschreitende Zahlungen überzeugt. Die auf Ripples xCurrent basierende One Pay FX App ermögliche schnelle, sichere und kostengünstige Zahlungen und solle weiter vorangetrieben werden.

Ripple ist als Netzwerk mit einer gewissen Nähe zu Banken bekannt. In der Tat entwickelt Ripple verschiedene Lösungen für grenzüberschreitende Zahlungen, darunter auch xCurrent. Die Santander Bank betreibt seit April 2018 eine Zahlungsapp auf Basis von xCurrent: Die One Pay FX App ermöglicht Kunden schnelle und grenzüberschreitende Zahlungen.

Santander Bank lobt One Pay FX App und wickelt 50 % der Transaktionen darüber ab

Im Rahmen eines hauseigenen Events, der Santander International Banking Konferenz in Madrid, lonte das Geldhaus nun xCurrent und die damit betriebene Santander App One Pay FX. CEO Ana Botin betonte, mit der App seien weltweite Zahlungen in Echtzeit möglich. Dies mache Banken konkurrenzfähiger gegenüber anderen Anbietern. Kunden von Santander könnten Überweisungen über verschiedene Kontinente zu denselben Kosten tätigen wie über den Dienst Transferwise. Dabei benötige dieser Dienst bei Überweisungen in bestimmte Länder mehr Zeit.

Bei Santander werden bereits heute mehr als die Hälfte aller Zahlungen, bei denen Grenzen überschritten oder Devisen eingesetzt werden, mit Ripple Lösungen abgewickelt. Die Bank ist sich Botins Aussage zufolge nicht zuletzt aufgrund zweijähriger Tests mit eigenen Mitarbeitern sicher, dass das System funktioniere, regulierungs- und technologiekonform sei und alle lokalen Bestimmungen einhalte.

App für globale Zahlungen soll weiterentwickelt werden

Die One Pay FX App soll nach den Plänen der Bank weiter ausgebaut werden. Insbesondere eine Ausweitung auf zusätzliche Länder ist deshalb wahrscheinlich. Zum Start war die App für Privatkunden im Vereinigten Königreich, Spanien, Brasilien und Polen verfügbar.

Ein Vorzug der App gegenüber: Anwendern wird direkt im Vorfeld einer Transakton der Betrag angezeigt, der in der Empfangswährung gutgeschrieben wird. Angezeigt werden auch die Gesamtkosten inklusive Bankgebühren und Wechselkursen, der Zeitpunkt der Gutschrift sowie eine Zahlungsbestätigung. Einer Darstellung von Ripple zufolge mussten für die Entwicklung technische Innovationen auf mehreren Ebenen („Front-, middle- und back office) durchgeführt werden.

Der nächste Schritt dürfte darin bestehen, die Möglichkeiten der App auch Nicht-Kunden der Santander zugänglich zu machen. Auch andere Zahlungsdienste haben solche Möglichkeiten bereits entwickelt. Denkbar wäre z. B., dass Zahlungsempfänger ohne Konto ein solches innerhalb weniger Minuten eröffnen und direkt danach ihr Geld abrufen können.

Der Ripple Kurs konnte von dem positiven Feedback der Santander nicht profitieren. Nach einer kurzen Zwischenerholung im Dezember hat der Markt seit dem Jahreswechsel nachgegeben. Allerdings war die erfolgreiche Kooperation mit der Santander Bank den Marktteilnehmern auch bereits bekannt. In der Vergangenheit hatten Berichte über ein stärkeres Engagement von Banken immer wieder Kursgewinne ausgelöst.

Auch die durch die ESMA angestoßenen Spekulationen über eine strengere Regulierung des Kryptosegments halfen dem XRP Kurs nicht. Mehr Regulierung sollte für bankennahe Netzwerke wie Ripple eigentlich positiv sein.

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