Home > Binance und TaoTao beenden Gespräche über Partnerschaft

Binance und TaoTao beenden Gespräche über Partnerschaft

6. Oktober 2020 By Lacie-Mae Durham

Die beiden Krypto-Börsen gaben keinen offiziellen Grund an, warum sie sich nicht einigen konnten.

Die japanische Krypto-Handelsplattform TaoTao hat – wie von CoinDesk Japan berichtet – bekannt gegeben, dass ihre Kooperation mit Binance nicht zustanden gekommen ist, da keine der beiden Seiten eine Einigung erzielen konnte.

Im Januar dieses Jahres nahm Binance ein Gespräch mit der Z Corporation of Japan und ihrer Tochtergesellschaft, der lokalen Krypto-Handelsplattform TaoTao, auf. Die Z Corporation ist eine Tochtergesellschaft der Z Holdings, die Eigentümerin von Yahoo Japan ist. Ziel der Gespräche war es, die Handels-Technologie und das operationelle Wissen von Binance einzubinden, um den Ausbau des Inlandsgeschäfts zu ergänzen.

Es wurde kein klarer Grund genannt, warum sich der Versuch einer Partnerschaft nicht durchsetzen konnte.

Binance hat regelmäßig für den Betrieb ohne Lizenz Schlagzeilen gemacht. Im Jahr 2018 warnte die Financial Service Authority of Japan (FSA) den Krypto-Börsen-Giganten davor, im Land ohne Lizenz zu operieren. Anfang dieses Jahres kündigte Binance an, dass es seine Dienstleistungen für Kunden mit Wohnsitz in Japan auslaufen lassen werde.

Im September reichte die japanische Krypto-Börse Fisco (die früher unter dem Namen Zaif bekannt war) eine Klage gegen Binance wegen eines 60-Millionen-Dollar-Hacks im Jahr 2018 ein. Die Krypto-Börse behauptete, der Technik-Riese habe wissentlich zugelassen, dass gestohlene Gelder bearbeitet und gewaschen werden.

Zaif wurde nach dem Vorfall vom Tech Bureau, seiner damaligen Muttergesellschaft, an Fisco verkauft, das die Benutzer entschädigte, die durch den Hack ihr Geld verloren hatten.

„Die Diebe zerlegten die gestohlene Bitcoin in siebentausend separate Transaktionen und Konten, die alle unter dem Schwellenwert von 2 Bitcoins lagen. Auf diese Weise wandelten die Diebe den gestohlenen Bitcoin in andere Kryptowährungen um und übermittelten den Wert von der Binance-Plattform“, sagte Fisco.

Fisco verlangt, dass die Binance für den Verlust der gewaschenen Gelder und auch für andere Strafschäden aufkommt.

Die Financial Action Task Force (FATF) schien Binance auch für den Wechsel von einer Gerichtsbarkeit in eine andere auszusondern, um eine strengere behördliche Aufsicht zu vermeiden. Binance hatte seinen Ursprung in China, zog nach Japan und dann nach Malta um.

Nachdem im Februar dieses Jahres Berichte der maltesischen Behörden veröffentlicht wurden, in denen es hieß, dass die Börse in diesem Land nie lizenziert wurde, hat Binance keine direkte Antwort in Bezug auf seine derzeitige Rechtsprechung gegeben. Die FATF geht davon aus, dass die Krypto-Börse ihren derzeitigen Standort in Afrika hat.