„BISON“: Börse Stuttgart bringt Krypto Trading an den Start

Die Börse Stuttgart hat die neue Bison App offiziell gestartet. Mit der App können zunächst vier Kryptowährungen gehandelt werden. Der Handel soll durch die Anwendung deutlich einfacher und sicherer werden als bislang.

Die Börse Stuttgart hat am 31. Januar die lange zuvor angekündigte Handelsapp „Bison“ an den Start gebracht. Die Börse will damit eine breite Zielgruppe für den Handel mit Kryptowährungen erschließen. Die Anwendung steht zunächst ausschließlich für Android und iOS Endgeräte zur Verfügung. Eine Version für Desktops sowie eine browserbasierte Version sollen später folgen.

Zunächst vier Kryptowährungen handelbar

Zum Start sind Kauf und Verkauf von Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple möglich. Gehandelt wird täglich von 6-24:00 Uhr. Teilnehmer können pro Order bis zu 50.000 EUR umsetzen. In Bison integriert ist eine Wallet für die Verwahrung der gekauften Coins. Alternativ dazu können Käufer ihre Bestände jedoch auch auf eigene Wallets auszahlen. Dabei ist jedoch den Betreibern zufolge mit einer Wartezeit von bis zu drei Werktagen zu rechnen.

Einzahlungen mit Kryptowährungen sind im gegenwärtigen Entwicklungstadium noch nicht möglich. Über Bison können Anleger somit nur Bestände verkaufen, die dort zuvor auch erworben und nicht ausgezahlt wurden. Die Bison Wallers werden durch die Blocknox GmbH, eine Tochter der Stuttgarter Börse, bereitgestellt.

Die App kann zunächst in einem Demomodus getestet werden. Dabei wird mit Spielgeld gehandelt. Der Demomodus kann ohne Verifikation genutzt werden. Für die Freischaltung des Kontos und den Handel mit Echtgeld ist die gesetzlich vorgeschriebene Legitimationsprüfung mit Videoident Verfahren erforderlich. Eröffnet wird ein Handelskonto, dass bei der Solaris Bank geführt wird. Einzahlungen sind per Überweisung möglich.

Euwax AG als Market Makerin

Das Marktmodell von Bison unterscheidet sich von dem der großen asiatischen Kryptobörsen, die Angebot und Nachfrage in einem elektronischen Orderbuch zusammenführen. Im Fall von Bison agiert die Börse-Stuttgart-Tochter Euwax AG als Market Makerin. Die Euwax AG stellt laufend Kauf- und Verkaufskurse und verdient an den Spreads. Wie genau sich die Kurse aus den Kursen anderer Börsenplätze ableiten, wird dabei nicht bekannt gegeben. In den kommenden Wochen gilt es deshalb, die Spreads im Handel über Bison genau zu beobachten.

In die App wurde eine auf KI basierende Zusatzleistung namens Cryptoradar integriert. Das Tool soll das Sentiment an den Kryptomärkten zusammenfassen. Die Basis dafür liefern Tweets auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Bison ist damit eines der wenigen vollständig in Deutschland beheimateten Angebote. Mit Bitcoin.de steht bereits seit Jahren eine weitere deutsche Kryptobörse zur Wahl. Hier erfolgt die Abwicklung jedoch direkt zwischen involvierten Vertragsparteien nicht durch einen Market Maker.

 Featured Image: Warren Metcal / www.shutterstock.com

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