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Bitcoin könnte scheitern: ehemaliger Präsident von Goldman Sachs

Ein ehemaliger Chef von Goldman Sachs und Top-Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump ist der Ansicht, dass Bitcoin etwas von der grundlegenden Integrität eines echten Marktes fehlt, und warnte davor, dass Kryptowährungen scheitern könnten

Gary Cohn, ein ehemaliger führender Wirtschaftsberater von Präsident Trump und ehemaliger Präsident von Goldman Sachs, teilte seine Ansichten über Bitcoin und den Kryptowährungsmarkt. In einem gestrigen Interview mit Bloomberg sagte Cohn gegenüber Emily Chang, dass er nicht glaube, dass der Bitcoin-Boom anhalten werde und die Kryptowährung wahrscheinlich scheitern könnte.

Bitcoin, so Cohn, sei zwar eine sich stark entwickelnde Anlageklasse, doch fehle es ihr an einigen Grundlagen der Marktintegrität. Er fügte hinzu, dass die Integrität eines Marktes darin bestehe, dass man wisse, wer einen Vermögenswert besitzt, wer ihn hat, und warum er übertragen wird.

Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie ist Bitcoin zum vielleicht transparentesten finanziellen Vermögenswert der Welt geworden. Diese Meinung teilt Cohn aber nicht. Der ehemalige Wirtschaftsberater von Trump ist der Ansicht, dass das heutige Bitcoin-System nicht transparent sei. Es sei schwierig, einem System ohne Audit Trail zu vertrauen.

Cohn machte diese Aussagen, nachdem er gefragt wurde, wie optimistisch er in Bezug auf Bitcoin und Kryptowährungen sei und ob er glaube, dass sie das Zeug dazu hätten, die amerikanische Wirtschaft grundlegend zu verändern. Aus seinen Antworten wurde deutlich, dass er nicht fest von Bitcoin überzeugt ist, und er gab auch zu, dass er das nie war.

Wie andere führende Persönlichkeiten aus der Wirtschafts- und Finanzwelt bleibt Cohn optimistisch, wenn es um Blockchain-Technologie geht. Diese Technologie sei für Bitcoin ein Schlüssel und habe viele andere Anwendungen in der globalen Wirtschaft, was sie zu einem sehr nützlichen Werkzeug mache, so Cohn.

Gary Cohn war 26 Jahre lang Präsident und Chief Operating Officer bei Goldman Sachs. 2016 verließ er die Investmentbank, um der Hauptwirtschaftsberater von Präsident Donald Trump zu werden. Cohn leitete die Bemühungen um Steuererleichterungen, trat aber 2016 von seinem Posten zurück, nachdem er im Weißen Haus einen Streit über Zölle verloren hatte.

Cohns Kritik kommt zu einer Zeit, in der der Bitcoinkurs mit 19.00 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht hat und in den kommenden Tagen und Wochen wahrscheinlich die 20.000-Dollar-Marke überschreiten wird. Der Kryptomarkt verzeichnet auch einen Zustrom institutioneller Anleger, wobei Unternehmen wie MicroStrategy, Guggenheim und Square Hunderte von Millionen Dollar in Bitcoin und andere digitale Währungen investieren.

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