Kommt nach dem Bitcoin-Boom der Bitmain IPO?

Es sah zuletzt so aus, als habe Bitmain seinen Börsengang vorerst vertagt. Nun aber will der Anbieter scheinbar Dokumente in den USA einreichen.

Will Bitmain den Bitcoin Höhenflug als Turbo nutzen?

Dass derzeit manches Unternehmen über vorzeitige Einführungen neuer Coins (ICO) nachdenkt oder anderweitig Pläne realisieren möchte, hat gleich zwei Gründe: Zum einen ziehen die Vorhaben des Social-Media-Riesen und seiner digitalen Währung Libra weite Kreise. Auf der anderen Seite ist es vor allem der enorme Anstieg des Bitcoin zurück auf eine Marke von über 9.000 Euro, der Begehrlichkeiten schafft. Dass chinesische Unternehmen Bitmain möchte dabei scheinbar ebenfalls auf den aktuellen Krypto-Trend aufspringen. Der Betreiber des Mining-Dienstes scheint seinen Börsengang nun mit korrigierter Ausrichtung doch noch umsetzen zu wollen.

Hongkonger Pläne waren im Frühjahr verfallen

Eigentlich hatte der Konzern in der Hongkonger Börse Hong Kong Stock Exchange einen Antritt für das eigene Initial Public Offering (IPO) – also den Börsengang gestellt. Die Frist für den Antrag war laut Medienberichten jedoch Ende März dieses Jahres ergebnislos verstrichen. Man hatte schlicht die Fristen für die IPO-Umsetzung verstreichen lassen. Nun sollen die Bitmain Aktien scheinbar anderweitig in Umlauf kommen. Agenturen wie Bloomberg berichteten zum Ende dieser Woche, dass das Unternehmen wohl daran arbeitet, die erforderlichen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einzureichen. Also denken die Verantwortlichen rund um den Börsenstart scheinbar um. Den Meldungen zufolge soll es wohl noch 2019 so weit sein.

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Bitmains könnte nur einer von vielen Börsenstarts werden

Verständlich, angesichts des derzeitigen Aufschwungs am Markt durch die beiden Eingangs genannten Entwicklungen. Sollte Facebooks Projekt wie erwartet in den kommenden Woche weiter Formen annehmen und entsprechend erfolgreich sein, würden vermutlich etliche Coins von Bitcoin, Ethereum über Ripple bis Dash profitieren. Und es werden gewiss noch etliche vorgezogene Marktstarts folgen. Im Falle Bitmain allerdings zeigt sich mancher Branchenkenner etwas überrascht. Denn im dritten Quartals des vergangenen Jahres belief sich der Verlust des Anbieters auf umgerechnet 450 Mio. Euro. Diesem Wert gemäß empfahl die Agentur Bloomberg im Zusammenhang mit den US-Plänen auch einen IPO-Gegenwert in eben dieser Höhe. Die ersten Pläne an der Börse Hongkong beliefen sich noch auf etwa 2,7 Milliarden Euro.

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