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Facebooks Libra ernennt Stuart Levey zum CEO

Der neue Libra-CEO Stuart Levey hat für HSBC und die US-Regierung gearbeitet. Mit der Ernennung Leveys scheint Facebook sich einen Schritt vom Projekt zu distanzieren. 

Der erste CEO der Libra Association ist Stuart Levey. Vor seiner Ernennung leitete er seit 2012 die Rechtsabteilung der HSBC. Er hat auch im US-Justizministerium gearbeitet und war während der Amtszeit von George Bush Jr. und Barack Obama der Unterstaatssekretär des Finanzministeriums für Terrorismus und Finanzinformationen.

Katie Haun, Vorstandsmitglied der Libra Association, leitete die Suche nach einem CEO und sagte, dass die Leistungen von Levey sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor einer der Gründe für dessen Ernennung waren.

„Stuart bereichert die Libra Association um eine seltene Kombination aus versierter Führungspersönlichkeit sowohl in der Regierung, wo er überparteilichen Respekt und Einfluss genoss, als auch im privaten Sektor, wo er weltweit Teams leitete.“

Die Ernennung von Levey folgt auf die Ankündigung, dass Facebook seine Pläne für Libra aufgrund von Bedenken, die von den Finanzbehörden geäußert wurden, zurückschraubt.

Zuckerberg rief Libra mit der Vision ins Leben, eine einfache globale Finanzinfrastruktur zum Nutzen von Milliarden von Menschen rund um den Globus zu schaffen.

Die Aufsichtsbehörden glaubten jedoch, dass Libra Geldwäsche erleichtern und die Autorität der Zentralbanken weltweit untergraben könnte.

Facebook reagierte mit den folgenden Änderungen auf diese Bedenken:

  • Die Schaffung von Stablecoins mit einer einheitlichen Währung
  • Verschärfte Sanktionen gegen Geldwäsche und Terrorismus
  • Einführung der Libra Reserve zum erhöhten Schutz der Nutzer
  • Registrierung beim US Treasury’s Financial Crimes Enforcement Network als „Gelddienstleistungsunternehmen“

Seit seiner Gründung war Libra sowohl bei Regulierungsbehörden als auch unter Kryptoliebhaber ein kontrovers diskutiertes Thema. Zuckerberg musste im Namen von Libra sogar vor dem US-Kongress auszusagen. Darüber hinaus erfuhr Libra aufgrund des Ausscheidens einiger ihrer Gründungsmitglieder aus dem Projekt – Paypal, Mastercard, Visa und eBay – Herausforderungen bei der konsequenten Weiterentwicklung.

Diese jüngste Bekanntmachung, insbesondere die Ernennung eines CEO, der mit der US-Regierung zusammengearbeitet hat, wird weithin als solches angesehen, dass Facebook sich von der Kryptowährung distanziert. Es bleibt zu hoffen, dass Libra dadurch in ein positives Licht gerückt wird und die erforderlichen Änderungen in Kraft treten, damit dessen Genehmigung und Einführung Wirklichkeit werden.

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