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Fans gespalten: Kryptos und NFTs in der Fußballwelt

Mit Argentinien hat nun auch ein internationales Team einen Fan-Token eingeführt – einige traditionelle Fans fühlen sich zurückgelassen.

Gestern schloss sich die französische Nationalmannschaft, auch bekannt als Les Bleus, mit der Einführung von nicht-fungiblen Token (NFTs) den vielen Sportvereinen an, die sich den Kryptowährungen verschrieben haben.

Viele andere Sportorganisationen sind bereits durch die Einführung von Fan-Token auf Socios.com in den Kryptobereich eingestiegen. Dazu gehören das eSports-Team OG, das Formel-1-Team Aston Martin, die Ultimate Fighting Championship und eine lange Liste von Fußballmannschaften wie Manchester City, Barcelona und Juventus.

Fan-Token verschaffen den Vereinen eine zusätzliche Einnahmequelle und verbinden sie mit ihrer Fangemeinde. Token-Besitzer können über eine App auf Chat-Foren, Spiele und Wettbewerbe zuzugreifen und an Entscheidungen über den Verein teilnehmen.

Je mehr Token ein Fan besitzt und je mehr er abstimmt, desto höher kann er in den Prämienstufen aufsteigen und Zugang zu VIP-Vorteilen erhalten. Dazu gehören Einladungen zu Veranstaltungen, Meet-and-Greets und der Zugang zu sammelbaren Vereinsartikeln.

Die Token scheinen Anklang zu finden. CHZ, die Kryptowährung für den Kauf von Fan-Token auf Socios.com, erlebte im ersten Quartal 2021 einen Kursanstieg von 5.000 %. Tatsächlich wurden in diesem Jahr bereits über 150 Millionen US-Dollar an Einnahmen durch Fan-Token generiert.

Das jüngste Team, das einen Fan-Token lanciert und damit viele Käufer angezogen hat, ist die argentinische Fußballnationalmannschaft. Die Nutzerzahl der Socios.com-App stieg nach der Einführung des ARG-Tokens um 50 %. Die anfängliche Lieferung von 400.000 ARG war schnell ausverkauft und eine zweite Charge wurde aufgelegt, die in nur 30 Sekunden ausverkauft war.

Zwar besteht sicherlich eine große Nachfrage nach dem Fan-Token, doch nicht alle sind von der Innovation begeistert. Der erste Vorstoß von Socios.com in den englischen Fußball durch die Partnerschaft mit West Ham im Jahr 2019 stieß auf Widerstand.

Die Anhänger von West Ham sahen in der Partnerschaft nur einen Vorwand, um die Fans zu monetarisieren, und die Football Supporters‘ Association lehnte den Schritt mit der Begründung ab, dass das Engagement der Fans kostenlos bleiben sollte.

Obwohl der Deal mit West Ham nicht zustande kam, behauptete der CEO von Socios.com, Alexandre Dreyfus, dass dies an Covid-19 und dem Fokus auf größere internationale Teams lag und nicht an der Gegenreaktion der Fans.

Manche eingefleischte Fans sind vielleicht beleidigt, wenn Socios.com-Nutzer als „Superfans“ bezeichnet werden und die App die Vorstellung vermittelt, dass Fans irgendwie nach ihrem Engagement für das Team eingestuft werden könnten, aber es gibt keinen Zweifel daran, dass die Plattform bei vielen anderen Fans beliebt ist und die Fan-Token nicht einfach so wieder verschwinden werden.

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