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Glassnode: Krypto-Crash im Februar bereinigte Leverage-Trades

Glassnode erklärte, dass der Krypto-Crash vom Februar übermäßige Fremdfinanzierung auf dem Markt beseitigt haben könnte

Glassnode, ein Krypto-Analyseunternehmen, ist der Ansicht, dass der Bitcoin-Crash Ende Februar gesund für den Markt war, da er übermäßige Fremdfinanzierung (Leverage) beseitigte. Der Kurs der führenden Kryptowährung stürzte innerhalb weniger Tage von einem Allzeithoch von 58.000 auf unter 43.000 US-Dollar.

Laut dem wöchentlichen On-Chain-Bericht von Glassnode brauchte der Markt diesen jüngsten Crash. „Wesentliche Marktkorrekturen sind positive Ereignisse, da sie Spekulation, Leverage und schwache Hände beseitigen und die Überzeugung der Anleger testen“, so Glassnode.

Dem Analyseunternehmen zufolge war der jüngste Marktcrash die zweite große Korrektur seitdem die Kryptowährung die 20.000-Dollar-Marke erreicht hatte. Der Februar-Crash führte für Bitcoin zu einem Einbruch um 25 %, vom Allzeithoch von 58.300 auf 43.343 US-Dollar. Er war somit kleiner als der Einbruch im Januar, bei dem die führende Kryptowährung 30 % ihres Wertes verloren hatte (von 42.000 auf weniger als 30.000 US-Dollar).

Die Analysten sind der Ansicht, dass diese Korrekturen für die Krypto-Märkte insgesamt positiv sind. Der letzte Rückgang war auf liquidierte Leveraged-Positionen von risikofreudigen Spekulanten zurückzuführen. Glassnode fügte hinzu, dass zahlreiche wichtige Marktindikatoren zurückgesetzt wurden, als die Bitcoin-Kurse eine neue Unterstützung etablierten. Die Korrektur wirkte sich auf den Open Interest und die Fördersätze von Futures sowie den Grayscale GBTC aus.

Der Open Interest von Futures sank um 21,7 % und verlor 4 Milliarden US-Dollar von einem Höchststand von 18,4 Milliarden. Auch die Futures-Fördersätze waren betroffen und fielen fast auf Null zurück. Die Analysten von Glassnode sind davor überzeugt, dass die Dynamik des Spotmarktes mit dem Rückgang des spekulativen Handels wahrscheinlich wieder dominieren wird.

Trotz des Rückgangs des spekulativen Handels weist Glassnode jedoch darauf hin, dass die offenen Zinsen immer noch 2,5 Milliarden US-Dollar über dem vorherigen Höchstwert liegen, was darauf hindeutet, dass es im Kryptowährungsmarkt immer noch beträchtliche Leverage gibt.

Die Anlageinstrumente von Grayscale waren von der jüngsten Marktkorrektur betroffen. „Die Grayscale-Prämie hat sich zum ersten Mal in einen Verlust verwandelt und erreichte ein Tief von -3,77 %“, so heißt es im Bericht. Glassnode legt nahe, dass die Einführung von Konkurrenzprodukten wie dem Purpose ETF aus Kanada die Performance von Grayscale beeinflussen könnte.

Wenn mehr institutionelle Bitcoin-Produkte auf den Markt kommen, könnten die Produkte von Grayscale nicht mehr so hohe Prämien erzielen, wie sie es derzeit tun. Das liegt daran, dass institutionelle Anleger mehr Optionen hätten, in Bitcoin und andere Kryptos zu investieren.

Bitcoin erholt sich langsam vom Crash des letzten Monats und notiert zum Zeitpunkt dieses Berichts nahe an der 49.000-Dollar-Marke.

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