Thailändische Börse will Crypto Lizenz

Die Thailändische Börse (SET) plant die Beantragung einer Lizenz für den Handel mit digitalen Vermögenswerten beim Finanzministerium. Die SET will noch in diesem Jahr eine neue Börse für den Handel mit Bitcoin und Co. eröffnen.

Die Stock Exchange of Thailand (SET) plant einem Bericht der englischsprachigen Bangkok Post zufolge, ein eigenständiges Crypto Handelssegment zu errichten. Damit will das Unternehmen dem wachsenden Interesse an digitalen Vermögenswerten Rechnung tragen.

Mitglieder der Börse (zum Beispiel Wertpapierhandelsunternehmen) planen demnach, als Broker und Dealer für Kryptowährungen an der neuen Börse aufzutreten. Die Börse und ihre Mitgliedsunternehmen planen demnach eine enge Kooperation zur Umsetzung der Pläne.

Sollten die Pläne in die Tat umgesetzt werden, wäre die SET eine der wenigen regulären Börsen weltweit, die eine eigenständige VC Börse betreibt. Noch sind verschiedene Fragen zu klären. Die Börse benötigt ein Handelssystem inklusive Backoffice-Infrastruktur sowie Storage Lösungen.

Die Lizenz erfordert eine Zustimmung der Security Exchange Commission. Diese ist in Thailand für Regulierung von ICOs und anderen Vorgängen rund um digitale Assets zuständig. Im vergangenen Mai trat ein königliches Dekret zu digitalen Vermögenswerten in Kraft. Auch das Finanzministerium muss zustimmen.

Die SEC und ihre Mitgliedsunternehmen planen bereits für diesen Samstag den Beginn der Roadshow für Ihr Vorhaben. Im Rahmen der Veranstaltung wird unter anderem ein Ausblick auf die Unternehmenspolitik im Hinblick auf Kryptowährungen unternommen. Auch Themen wie künstliche Intelligenz und Robot Trading sind Gegenstand der Roadshow.

Großes Interesse bei Brokern

Das Interesse bei Wertpapierhandelsunternehmen ist offensichtlich groß. Broker warten nach Auffassung der Börse auf den Antrag auf eine entsprechende Lizenz. Kryptowährungen seien dabei nur eine von mehreren digitalen Anlageklassen, bei denen Broker durch Adaptionen ihrer Handelsplattformen als Dienstleister tätig werden könnten.

Die Bedeutung des thailändischen Marktes in der Kryptowelt könnte durch eine Zulassung des börslichen Handels deutlich wachsen. Das Land könnte damit eine Vorreiterrolle im asiatischen Raum einnehmen. Die Entwicklung verdeutlicht zugleich, wie unterschiedlich sich die Akzeptanz von digitalen Vermögenswerten in verschiedenen Ländern entwickelt. In Indien steht der Kryptomarkt weiterhin unter Druck, weil Banken aufgrund eines Erlasses der Notenbank keinerlei Services für Kryptowährungen anbieten dürfen. Gleichzeitig steht auch eine Legalisierung im Raum.

Auf die Kursentwicklung bei Bitcoin und Co. hatte die Nachricht aus Thailand zunächst keinen Einfluss. Eine breitere Akzeptanz von Kryptowährungen gilt jedoch als Basis für einen Zugewinn an Marktkapitalisierung. In Europa wird ein Zugewinn an Akzeptanz häufig mit einer strengeren Regulierung verbunden. Diese könnte bald folgen. Anfang Januar verlangten sowohl die europäische Bankenaufsicht (EBA) als auch die Europäische Wertpapieraufsicht (ESMA) weitergehende Regulierungsmaßnahmen für das Segment. Nach Auffassung der ESMA sollen Kryptowährungen im Idealfall nach den Maßstäben der EU-Finanzmarktrichtlinien MiFID reguliert werden.

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